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Wiener Börse (Mittag) - ATX setzt Rekordjagd fort / Bankwerte heben Leitindex ein Prozent ins Plus - Barclays: Zuletzt starkes Anlegerinteresse an CEE-Banken

Der ATX hat sich am Dienstag wieder auf Rekordjagd begeben. Gegen Mittag notierte der heimische Leitindex 1,02 Prozent im Plus bei 5.581 Zählern. Für den ATX Prime ging es 1,00 Prozent auf 2.770 Punkte hinauf. Kein einheitlicher Trend war im europäischen Umfeld auszumachen.

Die Blicke sind bereits auf die am Mittwoch anstehende geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank Fed gerichtet. "Dabei geht es nicht nur um die Zinsentscheidung selbst, sondern um die Aussagen von Fed-Chef Jeremy Powell und die Frage, ob US-Präsident Donald Trump zeitgleich die Nominierung für den Chefposten bekanntgeben wird", schrieben die Experten der Helaba. Die Unabhängigkeit der US-Notenbank werde wohl wieder stärker zum Thema werden.

Davor steht am Dienstagnachmittag in den USA noch das Verbrauchervertrauen des Conference Board auf der Agenda. Hierfür gebe es positive Vorgaben, so die Helaba-Ökonomen.

Antrieb bekam der ATX einmal mehr von den schwer gewichteten Bankwerten, die am Berichtstag erneut europaweit gefragt waren. Den Analysten der Barclays zufolge hätten Investoren von beiden Seiten des Atlantiks in den vergangenen Wochen ein starkes Interesse an CEE-orientierten Banken geäußert. Osteuropa werde von vielen Marktteilnehmern wegen überlegener Wachstumsaussichten, indirektem Rückenwind durch deutsche Konjunkturmaßnahmen sowie Hoffnungen auf Frieden und einen Wiederaufbau in der Ukraine als "must-own" angesehen.

Ein bevorzugter Name bei den Anlegern ist den Barclays-Analysten zufolge die Erste Group, deren Aktien am Dienstag 1,5 Prozent zulegten. Seit Beginn des Vorjahres stehen die Titel rund 84 Prozent im Plus. Stark gesucht waren am Dienstag zudem RBI- und BAWAG-Papiere mit Zuwächsen von 3,2 respektive 2,3 Prozent.

Papiere der Österreichischen Post büßten hingegen 0,8 Prozent ein. Der Logistiker veräußert seine Anteile am deutschen Pharmagroßhändler AEP. Wegen der relativ niedrigen operativen Marge der AEP sei durch den Verkauf aber kaum ein Einfluss auf das Ergebnis der Post zu erwarten, so Erste-Analyst Christoph Schultes.

spa/moe

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