dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 26.01.2026 - 15.15 Uhr
ROUNDUP: Friedrich Vorwerk legt 2025 deutlich zu - MBB profitiert
TOSTEDT - Der Pipeline- und Anlagenbauer für Erdgas-, Strom- und
Wasserstoffanwendungen Friedrich Vorwerk hat nach
einem kräftigen Schlussspurt seine eigenen Ziele für das vergangene
Jahr übertroffen. Von der guten Geschäftsentwicklung profitiert auch
die Beteiligungsgesellschaft MBB , die gut die Hälfte
des Unternehmens hält. Das familiengeführte Unternehmen legte 2025
ebenfalls zu und übertraf sein Gewinnziel. An der Börse kamen die
Nachrichten gut an. Die Aktien beider Unternehmen gewannen im frühen
Handel.
ROUNDUP: Stabilus startet mit deutlichen Rückgängen ins neue
Geschäftsjahr
KOBLENZ - Der Auto- und Industriezulieferer Stabilus
hat auch in seinem ersten Geschäftsquartal die schwächere Nachfrage
in der Autoindustrie zu spüren bekommen. Umsatz und Ergebnisse
gingen deutlich zurück. An seinen Zielen für das laufende
Geschäftsjahr hält das Unternehmen fest. Die Stabilus-Aktie legte im
frühen Handel um rund sechs Prozent zu. Zuletzt schmolz das Plus
aber auf knapp 0,4 Prozent. Seit einem Jahr hat das Papier rund 40
Prozent an Wert verloren.
OHB bestätigt Gespräche mit Rheinmetall über mögliche Kooperation
BREMEN/DÜSSELDORF - Der Bremer Satellitenhersteller OHB
spricht mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall
über eine mögliche Kooperation. Ziel sei eine
Beteiligung an möglichen Vergabeverfahren der öffentlichen Hand,
teilte das Unternehmen am Montag in Bremen mit. Weitere Details
nannte OHB nicht.
ROUNDUP: Ryanair erwartet mehr Passagiere - Ergebnisausblick
enttäuscht
DUBLIN - Der Billigflieger Ryanair erwartet nach
einer Entspannung bei der Lieferung neuer Flugzeuge und einer
steigenden Reiselust im laufenden Geschäftsjahr mehr Passagiere.
Zudem gab das Management um Konzernchef Michael O'Leary erstmals
einen konkreten Ergebnisausblick. Dieser sorgte an den Finanzmärkten
jedoch für Verstimmung. Analysten stuften ihn als "konservativ" ein.
ROUNDUP: EU ermittelt gegen Musks X wegen sexualisierter KI-Bilder
BRÜSSEL - Nach dem Skandal um sexualisierte KI-Bilder von Elon Musks
Chatbot Grok leitet die EU-Kommission ein Verfahren gegen den
US-Konzern X ein. Die Brüsseler Behörde verdächtigt das Unternehmen
des Tech-Milliardärs laut Mitteilung, die Risiken bei der Einführung
seiner Künstlichen Intelligenz auf der Online-Plattform nicht
richtig bewertet und reduziert zu haben.
Kreise: Thyssenkrupp will Anteil am Wälzlagerhersteller Rothe Erde
verkaufen
LONDON - Der Industriekonzern Thyssenkrupp erwägt
laut Insidern den Verkauf einer Beteiligung am Hersteller von
Wälzlagern Rothe Erde. Dabei gehe es um einen Anteil von rund 30
Prozent, für den der MDax -Konzern das Interesse
potenzieller Käufer auslote, schrieb die Nachrichtenagentur
Bloomberg am Freitag unter Berufung auf mit der Sache vertraute
Personen. Dabei würde der Bereich, der Branchen wie Windenergie,
Bau, Transport und Öl & Gas bedient, mit etwa 1,5 Milliarden Euro
bewertet. "Wir erhalten regelmäßig Angebote für verschiedene
Transaktionsmöglichkeiten und halten uns alle Optionen offen und
prüfen jedes Angebot", zitiert Bloomberg einen Sprecher von
Thyssenkrupp.
Deutsche Bank setzt auf KI und dünnt Filialnetz weiter aus
FRANKFURT - Mehr Digitalisierung, weniger Filialen: Die Deutsche
Bank baut ihr Privatkundengeschäft weiter um. "Bis
Ende 2026 sollen im Rahmen der bestehenden Programme noch rund 100
Standorte wegfallen, nachdem es schon in den vergangenen Jahren
Kürzungen gab", sagte Privatkundenvorstand Claudio de Sanctis den
Nachrichtenagenturen dpa und dpa-AFX in Frankfurt. "Damit sehen wir
uns auf dem Weg zu einer für uns angemessenen Zahl von Filialen."
Ende vergangenen Jahres hatten Deutsche Bank und Postbank nach
Konzernangaben in Deutschland zusammen gut 750 Zweigstellen.
'WSJ': US-Pharmariese Merck beendet Übernahmegespräche mit
Revolution Medicines
WASHINGTON - Der US-Pharmakonzern Merck & Co hat
Gespräche zur Übernahme des Biotech-Unternehmens Revolution
Medicines einem Pressebericht zufolge beendet. Die
beiden Unternehmen hätten sich nicht auf einen Kaufpreis einigen
können, berichtete das "Wall Street Journal" (WSJ) am Sonntagabend
unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Ein
möglicher Deal hätte einen Wert von rund 30 Milliarden US-Dollar
(rund 25 Milliarden Euro) gehabt. Die Gespräche zwischen beiden
Unternehmen könnten jedoch wieder aufgenommen werden, hieß es in dem
Artikel weiter. Zudem gebe es für Revolution Medicines auch noch
andere Kaufinteressenten.
Verve Group steigert Umsatz bei stabilem operativem Gewinn
STOCKHOLM - Der schwedische Spezialist für digitale Werbung und
Spieleentwicklung Verve Group hat den Umsatz dank
einer Vereinheitlichung von Technologieplattformen im vierten
Quartal gesteigert. Der Umsatz stieg auf Basis vorläufiger Zahlen in
den drei Monaten um 9,9 Prozent auf 193,8 Millionen Euro, wie das
Unternehmen am Montag mitteilte. Organisch, sprich ohne Währungs-
und Portfolioeffekte, lag das Wachstum bei 5,3 Prozent. Das
bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
(Ebitda) blieb mit 48,3 Millionen Euro stabil. Die entsprechende
operative Marge lag bei 24,9 Prozent.