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Wiener Börse (Mittag) - ATX verliert 0,4 Prozent / Deutscher Geschäftsklimaindex enttäuscht - Wienerberger und RBI mit Gewinnen nach Analysen

Die Wiener Börse hat sich bis Mittwochmittag ruhig entwickelt. Der heimische Leitindex ATX gab 0,2 Prozent auf 5.528 Punkte ab. Der ATX Prime verlor 0,1 Prozent auf 2.744 Einheiten. Das europäische Umfeld zeigte sich uneinheitlich.

Für Enttäuschung hatte international die Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklimas für Deutschland gesorgt, das niedriger ausfiel als von Experten erwartet. In den USA werden heute die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter des Monats November veröffentlicht, bei denen die Vorgaben positiv sind und sich eine Erholung abzeichnet. Seitens der EZB sieht laut den Experten der Helaba OeNB-Generalgouverneur Martin Kocher, der am Nachmittag eine Rede in Frankfurt halten wird, weiter wirtschaftliche Risiken durch einen Zollkrieg steigen.

Unternehmensseitig sind der heimische Ziegelkonzern Wienerberger und die Raiffeisen Bank International (RBI) in den Fokus gerückt. Analysten der UBS haben ihr Kaufvotum "Sell" und das Kursziel von 25,00 Euro bestätigt. Nach Einschätzung der Analysten bleibt die kurzfristige Entwicklung insbesondere in Nordamerika herausfordernd, belastet durch den Rückgang im Wohnneubau und möglicherweise durch den Regierungsstillstand. Wienerberger legten im Verlauf des Vormittags 0,8 Prozent auf 28,32 Euro zu.

Die weiteren Bauwerte sackten ab. Strabag verloren 1,6 Prozent. Porr verbuchten Abgänge von 4,9 Prozent und waren damit Schlusslicht im ATX Prime-Segment. Dahinter reihten sich FACC mit minus 2,1 Prozent und Do&Co mit 2,0 Prozent ein.

Deutsche Bank Research ließ in einer Analyse von Raiffeisen Bank International (RBI) seine Kaufempfehlung "Hold" aufrecht. Höhere Risikokosten könnten zu einem Rückgang des Gewinns um 40 Prozent im 4. Quartal 2025 im Vergleich mit dem Vorquartal führen, heißt es in einer Erklärung. Trotzdem wurde das Kursziel dagegen von 27 auf 32 Euro pro Aktie erhöht. RBI notierten zu Mittag mit plus 0,31 Prozent bei 39,04 Punkten.

Topperformer war die Austria Card Holding mit plus 3,6 Prozent vor der EVN mit 2,5 Prozent. Dahinter folgte die Vienna Insurance Group (+ 2,2 Prozent). Die Versicherer von der UNIQA fanden sich dagegen mit 0,1 Prozent im Minus. Im Plus notierten auch die weiteren schwer gewichteten Geldwerte: BAWAG plus 1,3 Prozent und Erste Group plus 1,1 Prozent.

moe/rst

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