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AKTIEN IM FOKUS: Banken gesucht vor Zahlenvorlage und Fed-Zinsentscheid

An Europas nachgebenden Aktienmärkten hat sich zu Wochenbeginn der Bankensektor gut gehalten. Im schwächeren Dax legten Papiere der Deutschen Bank am Mittag um 1,5 Prozent zu und Commerzbank um 2,2 Prozent.

Auch in London, Paris, Madrid und Mailand schlugen sich die Kurse großer Geldhäuser besser als die jeweiligen Leitindizes. Der europäische Bankenindex stand kurz vor einem Hoch seit dem Jahr 2008.

"Die Bankenbranche dürfte im Geschäft mit Aktien, Festverzinsten, Rohstoffen und Währungen weiter stark wachsen", schrieb die Citigroup in einem Ausblick auf die anstehenden Bilanzen. Die Lage an den Kapitalmärkten werde sich 2026 weiter verbessern und das Niveau von vor der großen Finanzkrise 2008/2009 erreichen.

Am Donnerstag lässt sich die Deutsche Bank in die Bücher schauen. Die Erwartungen am Markt dürften groß sein, der Kurs der Aktie stieg zuletzt von einem Tief Mitte November um 18 Prozent und erreichte im neuen Jahr den höchsten Stand seit vielen Jahren.

Noch vor den Geschäftszahlen der Deutschen Bank könnte allerdings die US-Notenbank Fed am Mittwochabend die Branche bewegen. Die Fed wird die Leitzinsen aller Voraussicht nach unverändert belassen. Viel wichtiger aus Marktsicht dürfte jedoch die Frage nach dem nächsten Fed-Chef sein. Die Amtszeit von Jerome Powell, der unter starkem Druck von US-Präsident Donald Trump steht, endet im Mai.

Als Nachfolger gehandelt werden Rick Rieder, Manager beim Vermögensverwalter Blackrock, der frühere Notenbanker Kevin Warsh und Trumps Wirtschaftsberater Kevin Hassett. Trump hatte zuletzt aber signalisiert, dass er Hassett lieber auf seinem Posten im Weißen Haus belassen wolle.

An den Wettmärkten, wo Spekulanten auf den nächsten Fed-Chef setzen, habe über das Wochenende ein bemerkenswerter Wechsel stattgefunden, merkte Jim Reid von der Deutschen Bank an. Fast die Hälfte der Wetten werde auf Rick Rieder von Blackrock abgeschlossen, ein starker Anstieg seit Freitag./bek/jsl/jha/

 ISIN  DE000CBK1001  DE0005140008  FR0000130809  GB0005405286  ES0113900J37

AXC0147 2026-01-26/12:44

Relevante Links: Deutsche Bank AG, Commerzbank AG, Banco Santander Central Hispano S.A., Société Générale S.A., HSBC Holdings plc

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