ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Stabil zum Wochenauftakt
Der deutsche Aktienmarkt ist kaum verändert in
die neue Börsenwoche gestartet. Der Dax sank im
frühen Handel um 0,06 Prozent auf 24.885 Punkte, nachdem er in der
Vorwoche rund anderthalb Prozent eingebüßt hatte. Der MDax
der mittelgroßen Börsenwerte gab am Morgen um 0,01
Prozent auf 31.743 Zähler nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
trat auf der Stelle.
Im Anlegerfokus dürften das Ifo-Geschäftsklima aus Deutschland sowie
weitere Konjunkturdaten aus den USA stehen. Ansonsten steht die
Woche im Zeichen der Quartalsberichtssaison der Unternehmen. Mit der
Deutschen Bank und SAP präsentieren
die ersten beiden Dax-Mitglieder ihre Bilanzen. In den USA werden
die Resultate unter anderem von Microsoft , Tesla
und Apple erwartet. Zudem steht die
Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwochabend auf der
Agenda.
Die Aktien von Stabilus legten um 2,6 Prozent zu. Der
Auto- und Industriezulieferer bekam im abgelaufenen Quartal die
schwächere Nachfrage in der Autoindustrie zu spüren. Der Umsatz
schrumpfte um 10,7 Prozent und das bereinigte operative Ergebnis um
knapp 23 Prozent. Dennoch wurden die Ziele für das laufende
Geschäftsjahr 2025/26 (Ende September) bestätigt. Der Markt sei vor
der Veröffentlichung der Zahlen skeptisch gewesen, weshalb ein
Umsatzmix leicht unter den Erwartungen und ein Gewinnmix darüber
ausreichten, um die Aktie zu stützen, erklärte ein Händler.
Für die Papiere von Friedrich Vorwerk ging es um 5,3
Prozent auf das höchste Niveau seit November nach oben. Der
Pipeline- und Anlagenbauer für Erdgas-, Strom- und
Wasserstoffanwendungen übertraf nach einem kräftigen Schlussspurt
seine Ziele für das vergangene Jahr.
Die Deutsche Bank baut ihr Privatkundengeschäft
weiter um. "Bis Ende 2026 sollen im Rahmen der bestehenden Programme
noch rund 100 Standorte wegfallen, nachdem es schon in den
vergangenen Jahren Kürzungen gab", sagte Privatkundenvorstand
Claudio de Sanctis dpa und dpa-AFX. Ende vergangenen Jahres hatten
Deutsche Bank und Postbank in Deutschland zusammen gut 750
Zweigstellen. Die Aktie stieg um 1,4 Prozent.
Die Erholung der Nemetschek-Papiere setzte sich mit
plus 2,3 Prozent fort, nachdem die US-Bank JPMorgan sie von
"Underweight" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 90
auf 110 Euro angehoben hatte. Analyst Joseph George setzte die
Papiere des Bausoftwarespezialisten zudem auf die "Analyst Focus
List" mit den besten Anlageideen.
Die Beteiligungsgesellschaft MBB steigerte im
vergangenen Jahr vor allem dank guter Geschäfte mit
Infrastrukturbeteiligungen Umsatz und operatives Ergebnis. Die
Profitabilität (Ebitda-Marge) kletterte um 4 Prozentpunkte auf rund
18 Prozent. Damit übertrafen die Berliner ihre Zielspanne. Die
MBB-Aktien schnellten als bester SDax-Wert um 6,8 Prozent hoch.
Für die Titel von Delivery Hero ging es nach einer
positiv interpretierten Analystenstudie an der MDax-Spitze um 5,4
Prozent nach oben. JPMorgan-Experte Marcus Diebel sprach von
Konsolidierungsfantasie in der Essenslieferbranche und zählt
Delivery Hero zu seinen Favoriten.
Der Gewerbeimmobilien-Spezialist Aroundtown will im
laufenden Jahr eigene Aktien für bis zu 250 Millionen Euro
zurückkaufen. Das Unternehmen habe sich 2025 stark entwickelt, der
Aktienkurs spiegele dies aber nicht angemessen wider, hieß es zur
Begründung. Die Anteilsscheine von Aroundtown verteuerten sich
zuletzt um 5,1 Prozent./edh/jha/