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Wiener Börse - ATX gibt um 0,46 Prozent nach / Heimischer Leitindex hatte am Donnerstag erstmals Hürde von 5.500 Zählern übersprungen

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Die Wiener Börse hat sich zum Wochenausklang schwächer gezeigt. Der ATX gab am Freitag um 0,46 Prozent auf 5.519 Punkte nach. Der heimische Leitindex hatte im Laufe des Donnerstags erstmals die Hürde von 5.500 Zählern übersprungen. Der ATX Prime verlor 0,42 Prozent auf 2.740 Einheiten. Das europäische Umfeld zeigte sich uneinheitlich.

Die geopolitischen Themen Grönland und US-Zölle blieben trotz leichter Entspannung präsent. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos rief IWF-Chefin Kristalina Georgiewa zu verstärkten globalen Wachstumsanstrengungen auf. Der Internationale Währungsfonds habe zwar seine Prognose für das globale Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr von 3,1 auf 3,3 Prozent hochgeschraubt. Es gelte allerdings, sich nicht in Selbstzufriedenheit zurückzulehnen: "Das Wachstum ist nicht stark genug", betonte sie auf dem Forum.

Am Vormittag hatte der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex der Eurozone ein wenig enttäuscht. Er verharrte im Jänner auf 51,5 Punkten. Volkswirte hatten einen leicht höheren Anstieg erwartet. Die am Nachmittag gemeldete Verbraucherstimmung der US-Universität von Michigan hatte vorerst keine merklichen Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Das Konsumklima stieg laut der am Freitag veröffentlichten zweiten Schätzung um 3,5 Punkte auf 56,4 Punkte. Dies ist der höchste Stand seit August.

Unternehmensseitig stand der niederösterreichische Ölfeldausrüster SBO im Fokus. Die Analysten der Berenberg Bank senkten ihre Anlageempfehlung für die SBO-Aktien von "Buy" auf "Hold". Das Kursziel wurde vom zuständigen Experten Richard Dawson von 35 auf 31 Euro gekürzt. Die Werte gaben deutlich um 3,09 Prozent auf 31,4 Euro nach.

Verluste gab es auch bei den Bankenwerten. Dabei büßten die Werte der Raiffeisen Bank International um 2,21 Prozent auf 38,9 Euro ein. Die Analysten von Barclays hatten ihr Kursziel für die RBI-Aktien von 34 auf 36 Euro angehoben. Das Anlagevotum wurde vom zuständigen Experten Krishnendra Dubey bei "equal weight" belassen. Die Fortschritte bei Friedensverhandlungen zum Ukrainekrieg würden dazu beitragen, die geopolitische Unsicherheit in der Region zu verringern und die Risikoprämien für die Region zu senken, hieß es.

Im Minus waren auch die Aktien von Addiko Bank mit 2,44 Prozent sowie die Werte der Erste Group und BAWAG, die 0,74 bzw. 0,73 Prozent verloren. Zu den Verlierern des Tages gehören auch Do&CO mit einem Minus von 2,67 Prozent. Hinab ging es auch mit der Vienna Insurance Group (VIG - minus 2,29 Prozent) und mit Kapsch TrafficCom (minus 1,99 Prozent).

Der niederösterreichische Energieversorger EVN kündigte einen neuen und günstigeren Stromtarif ab 1. April an. Dieser soll bei durchschnittlich etwa zehn Cent netto pro Kilowattstunde liegen. Er habe Gültigkeit für alle Bestands- und Neukunden und enthalte zusätzlich auch einen Rabatt für den Umstieg oder Neuabschluss, hieß es von EVN. Die Werte verloren 2,12 Prozent.

Positiv verlief der Wochenausklang für die Porr. Der Baukonzern legte um 2,79 Prozent zu. Damit stiegen die Porr-Werte in einer Woche um 5,42 Prozent. FACC stieg am Freitag um 2,30 Prozent, OMV gewann 1,91 Prozent. Im Plus landeten letztlich auch Frequentis (1,44 Prozent), RHI Magnesita (plus 1,24 Prozent) und Zumtobel (0,57 Prozent).

rst/mik

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