ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Turbulente Woche endet schwächer
Europas Börsen haben am Freitag
leicht nachgegeben. Nach der Erholung am Vortag nahmen die
Marktteilnehmer vor dem Wochenende etwas den Fuß vom Gas und lenkten
den Blick wieder auf die laufende Berichtssaison. Die Woche stand im
Zeichen des Grönland-Konflikts und der handelspolitischen Spannungen
zwischen den USA und der EU.
Der EuroStoxx 50 sank um 0,13 Prozent auf 5.948,20
Punkte und verbuchte auf Wochensicht ein Minus von 1,3 Prozent.
Außerhalb der Eurozone schloss der britische Leitindex FTSE 100
mit minus 0,07 Prozent auf 10.143,44 Zähler. Für den
schweizerischen SMI ging es um 0,61 Prozent auf
13.147,13 Punkte abwärts.
Auch Konjunkturdaten brachten keinen Schwung. Die Stimmung in den
Unternehmen der Eurozone hatte sich zu Beginn des Jahres nicht
verändert. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex
verharrte im Januar auf 51,5 Punkten. Volkswirte hatten im Schnitt
einen leichten Anstieg erwartet. "Trotz aller geopolitischer
Turbulenzen bleiben Konjunkturhoffnungen bestehen", sagte Volkswirt
Thomas Gitzel von der VP Bank.
Telekomwerte waren vor dem Wochenende abermals stark.
Nachdem am Vortag Übernahmefantasien den Sektor gestützt hatten,
waren es nun die Zahlen von Ericsson . Der
Netzwerkausrüster hatte im vierten Quartal mehr verdient als
erwartet. Die Aktionäre sollen zudem eine höhere Dividende erhalten.
Zugleich kündigten die Schweden ein Aktien-Rückkaufprogramm von 15
Milliarden Kronen an. Die Aktien gewannen 10,5 Prozent.
Dagegen gab der Baustoffsektor am Freitag nach gutem
Lauf am Vortag nach. Die Aktien von Holcim litten mit
minus 2,4 Prozent unter einer Abstufung durch Goldman Sachs von
"Kaufen" auf "Neutral".
Ein erfolgreiches Börsendebüt feierte der tschechische
Rüstungskonzern Czechoslovak Group (CSG) in
Amsterdam. Die Aktien des Herstellers von Militärfahrzeugen und
Munition schlossen mit einem Kurs von 32,85 Euro. Der Verkaufspreis
im Zuge des Börsengangs hatte bei 25 Euro je Aktie gelegen. Die
Marktkapitalisierung von CSG erreichte bis zu 33 Milliarden
Euro./ajx/mis