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Wiener Börse (Mittag) - ATX mit Minus von 0,32 Prozent / Heimischer Leitindex hält sich noch über 5.500-Punkte-Marke - Einkaufsmanagerindex der Eurozone im Jänner unverändert

Die Wiener Börse hat sich bis Freitagmittag schwach entwickelt. Der heimische Leitindex ATX gab zum Wochenausklang 0,32 Prozent auf 5.527 Punkte ab. Der ATX Prime verlor 0,3 Prozent auf 2.743 Einheiten. Der ATX hatte am Donnerstag erstmals die Hürde von 5.500 Zählern übersprungen. Das europäische Umfeld zeigte sich uneinheitlich.

Die geopolitischen Themen Grönland und US-Zölle bleiben trotz leichter Entspannung präsent. Am Vormittag rückten Konjunkturdaten in den Mittelpunkt. In der Eurozone veränderte sich die Stimmung in den Unternehmen zu Beginn des Jahres nicht. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex verharrte nach einer ersten Schätzung im Jänner auf 51,5 Punkten. Volkswirte hatten im Schnitt einen Anstieg auf 51,9 Punkte erwartet. Während sich die Stimmung in den Industriebetrieben verbesserte, hat sie sich im Bereich Dienstleistungen überraschend eingetrübt.

In Deutschland, der größten Volkswirtschaft der Eurozone, verbesserte sich hingegen die Stimmung sowohl im Dienstleistungssektor als auch in der Industrie. In Frankreich zeigte sich hingegen ein gemischtes Bild. Hier hat sich die Stimmung im Bereich Dienstleistungen überraschend und deutlich verschlechtert. Der Indikator fiel zudem unter die Expansionsschwelle. Der Stimmungsindikator für die Industriebetriebe konnte hingegen überraschend zulegen.

IWF-Chefin Kristalina Georgiewa ruft zu verstärkten globalen Wachstumsanstrengungen auf. Sie sagte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos am Freitag, der Internationale Währungsfonds habe zwar seine Prognose für das globale Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr von 3,1 auf 3,3 Prozent hochgeschraubt. Doch wenn diese Aufwärtskorrektur nun als "schöne Geschichte" gefeiert werde, müsse sie antworten: "Schön, aber nicht genug." Es gelte, sich nicht in Selbstzufriedenheit zurückzulehnen: "Das Wachstum ist nicht stark genug", betonte sie auf dem Forum. Dies gelte auch angesichts der zum Teil hohen Verschuldung vieler Staaten, die ihnen wie ein Mühlstein um den Hals hänge.

Unternehmensseitig stand zu Beginn des Wochenausklangs der niederösterreichische Ölfeldausrüster SBO im Fokus. Die Analysten der Berenberg Bank senkten ihre Anlageempfehlung für die SBO-Aktien von "Buy" auf "Hold". Das Kursziel wurde vom zuständigen Experten Richard Dawson von 35,0 auf 31,0 Euro gekürzt. Die Werte gaben bis Mittag um 1,85 Prozent auf 31,8 Euro nach.

Am Ende des ATX-Feldes lagen die Aktien von EVN. Der niederösterreichische Energieversorger kündigte einen neuen und günstigeren Stromtarif ab 1. April an. Dieser soll bei durchschnittlich etwa zehn Cent netto pro Kilowattstunde liegen. Er habe Gültigkeit für alle Bestands- und Neukunden und enthalte zusätzlich auch einen Rabatt für den Umstieg oder Neuabschluss, hieß es von EVN. Die Werte verloren 2,30 Prozent.

Verluste gab es auch bei den Aktien von Do&Co (minus 2,18 Prozent) und Vienna Insurance Group (VIG) mit einem Minus von 1,52 Prozent sowie Raiffeisen Bank International (RBI) mit einem Minus von 1,26 Prozent. Kapsch TrafficCom gaben um 2,98 Prozent nach.

Zulegen konnten hingegen die Werte von Porr (plus 1,17 Prozent), OMV (plus 0,69 Prozent) und BAWAG (plus 0,58 Prozent). Zudem verzeichnete RHI Magnesita ein Plus von 2,48 Prozent.

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