ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Wenig Bewegung - BASF schwach
Nach der Stabilisierung am Vortag haben die
Kurse am Freitag am deutschen Aktienmarkt keine klare Richtung
eingeschlagen. "Die Details zum Grönland-Deal sind an der Börse gut
angekommen", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann von QC
Partners. Am Donnerstag hätten die Anleger wieder "im großen Stil
gekauft" - mit dem höchsten Handelsumsatz in den 40 Dax-Werten in
diesem Jahr.
Nun lassen sie es gemächlicher angehen: Am Freitagmorgen pendelte
der Dax in der ersten Dreiviertelstunde des Handels
um seinen Vortagesschluss von 24.856 Punkten. Er bleibt damit
zunächst klar unter dem Vortageshoch von 24.937 Punkten. Zeitweise
war der Dax im Wochenverlauf sogar bis auf fast 24.349 Punkte
gesunken und hatte seit dem Rekord der Vorwoche bei 25.507 Punkten
dabei 4,5 Prozent abgegeben. Auslöser war eine Zolldrohung des
US-Präsidenten Donald Trump, die inzwischen aber wieder vom Tisch
ist.
Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte büßte am
Freitagmorgen 0,2 Prozent ein auf 31.626 Punkte. Der
Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank prozentual
vergleichbar. Er hatte sich nach Rekorden in der Vorwoche und
anschließender Korrektur tags zuvor ebenfalls erholt.
Am Dax-Ende lagen Adidas mit gut zwei Prozent
Kursminus. Die kanadische Bank RBC strich ihre postive Empfehlung
für den Sportartikelhersteller. Adidas schlage sich in einem recht
schwierigen globalen Marktumfeld gut, doch die Markterwartungen für
2026 seien hoch, schrieb der Analyst Piral Dadhania.
BASF verfehlte derweil mit den Eckdaten für 2025 die
Erwartungen. Die Aktien lagen anderthalb Prozent im Minus, erholten
sich damit aber bereits wieder vom Tagestief.
Den Dreh ins Plus schafften derweil schwach gestartete Rüstungswerte
wie Rheinmetall , Hensoldt und Renk
. In den Vereinigten Arabischen Emiraten sollen am
Freitag Vertreter der Ukraine, Russlands und der USA über ein
mögliches Kriegsende reden. Rüstungswerte reagieren üblicherweise
negativ auf neue Verhandlungsansätze. Im Fokus steht aber der
milliardenschwere Börsengang des tschechischen Rüstungskonzerns
Czechoslovak Group (CSG) in Amsterdam. Er verlief sehr erfolgreich
und sorgte so für eine gute Branchenstimmung.
An der Dax-Spitze erzielten Siemens Energy wieder
Rekorde. Die UBS vollzog eine Kehrtwende und empfahl nach bislang
pessimistischer Einstufung die Aktie nun zum Kauf. Analyst
Christopher Leonard liegt mit seinen operativen Ergebnisschätzungen
für die Münchner bis 2030 nach eigener Aussage um bis zu 9 Prozent
über dem Konsens./ag/stk