ROUNDUP/Aktien New York Schluss: weitere Erholung - Geopolitik und Wirtschaft
Die US-Börsen haben am Donnerstag angetrieben
von geopolitischen Entspannungen und robusten Wirtschaftsdaten aus
den Vereinigten Staaten weiter zugelegt. Bereits am Mittwoch hatten
die Aktienkurse erfreut auf den entschärften Konflikt um Grönland
und gemilderte Handelsspannungen zwischen den USA und Europa
reagiert. Am Donnerstag wurde bekannt, dass die Wirtschaft der
Vereinigten Staaten im dritten Quartal überraschend noch etwas
stärker gewachsen war als ursprünglich berechnet.
Der Dow Jones Industrial gewann 0,63 Prozent auf
49.384,01 Punkte. Mit in der Spitze 49.607 Punkten war das vor zehn
Tagen erreichte Rekordhoch von 49.633 Punkten nicht weit entfernt.
Der von Tech-Werten dominierte Nasdaq 100 legte um
0,76 Prozent auf 25.518,35 Zähler zu. Für den marktbreiten S&P 500
ging es um 0,55 Prozent auf 6.913,35 Punkte hoch.
Auch Geschäftszahlen bewegten den US-Aktienmarkt. Der
Konsumgüterhersteller Procter & Gamble (P&G) will die
enttäuschende Erlösentwicklung im vergangenen Quartal schnell
abschütteln. Der Umsatz sollte sich in den kommenden sechs Monaten
erholen, sagte Finanzchef Andre Schulten. Im zweiten
Geschäftsquartal waren die Erlöse aufgrund einer mauen Nachfrage
kaum gestiegen. Bereinigt um Wechselkurs- und Portfolioeffekte
stagnierten die Erlöse sogar, während Analysten ein kleines Plus
erwartet hatten. Anleger schlossen sich dennoch dem Optimismus der
Unternehmensführung an, die Aktien legten um 2,7 Prozent zu.
GE Aerospace gab besser als erwartet ausgefallene
Ergebnisse für das vierte Quartal bekannt. Zudem geht der
Triebwerkhersteller davon aus, dass die anhaltende Nachfrage nach
Flugreisen dazu beitragen wird, die bestehenden wirtschaftlichen
Bedenken auszuräumen. Der Gewinnausblick auf 2026 reichte nach dem
Kursanstieg von 85 Prozent im letzten Jahr aber nicht mehr aus, die
Anleger zu begeistern. Die Aktien büßten 7,4 Prozent ein.
Die Papiere des Gesundheitskonzerns Abbott Laboratories
sackten nach der Vorlage von Zahlen für das
Schlussquartal um zehn Prozent ab. Das war der größte Tagesverlust
seit 2002. Der Umsatz verfehlte die Erwartungen. Zudem enttäuschte
der Ausblick auf das erste Quartal.
Die Nachricht, dass der chinesische Online-Händler Alibaba
den Börsengang seiner Chip-Sparte vorbereitet, ließ
die in den USA gehandelten Anteile um fünf Prozent steigen.
Freeport McMoran sanken um knapp drei Prozent. Der
Quartalsgewinn des Kupferproduzenten übertraf die Erwartungen von
Analysten, die Kupferproduktion im vierten Quartal lag aber klar
unter den Vorjahreswerten und auch etwas unter den Schätzungen der
Experten. Auch stießen sich Marktteilnehmer an den
Investitionsausgaben für 2026. Die Papiere befinden sich gleichwohl
seit November im Rally-Modus und kratzen am Rekordhoch aus dem Jahr
2008. Die Nachfrage nach Kupfer treibt den Kurs./he