Börse Wien Schluss: Zoll-Wende und Ukraine-Signale liefern Rückenwind
Nach der Rücknahme der angedrohten US-Zölle im
Grönland-Streit und positiven Signalen aus den Ukraine-Gesprächen
haben die Anleger am Donnerstag am Wiener Aktienmarkt zugegriffen.
Der ATX
Bereits am Mittwochnachmittag hatte der ATX positiv darauf reagiert, dass US-Präsident Donald Trump in seiner Rede in Davos eine Militäraktion zur Übernahme Grönlands ausgeschlossen hatte. Nach europäischem Börsenschluss kündigte Trump zudem an, dass ein Rahmen für ein künftiges Abkommen entstanden sei und die angedrohten Zölle gegen europäische Länder ausgesetzt würden.
Zusätzlichen Rückenwind lieferten Hoffnungen auf Fortschritte bei den Friedensbemühungen im Ukraine-Krieg. Trump und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprachen von einem guten Treffen in Davos, Selenskyj kündigte zudem trilaterale Gespräche zwischen den USA, der Ukraine und Russland an. Laut US-Sondergesandtem Steve Witkoff könnten die USA der Ukraine im Falle einer Zustimmung zu einem Friedensplan zollfreien Zugang zum US-Markt gewähren.
Die Kursrally in Wien stand am Berichtstag auf breiter Basis - bis
auf Verbund verzeichneten alle Titel im Leitindex Kursgewinne von
mindestens 0,3 Prozent. Bester Wert waren die Aktien der RBI, die um
7,1 Prozent anzogen, dicht gefolgt von den Bautiteln Strabag und
Porr mit Aufschlägen von fünf respektive 6,2 Prozent. Aktien der
schwer gewichteten Erste Group
Ebenfalls im Spitzenfeld zeigten sich mit plus 5,7 Prozent die AT&S-Scheine, die von einer allgemein guten Stimmung für Halbleiterwerte mit KI-Bezug profitierten. Das Unternehmen kündigte zudem an, in seinem Leobener Standort zu investieren.
Die Anteile an der Bawag
AXC0255 2026-01-22/18:13
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