ROUNDUP/Aktien New York: Erholung geht mit moderatem Zuwachs weiter
Die US-Börsen haben am Donnerstag dank des
etwas entschärften geopolitischen Konflikts um Grönland und
gemilderter Handelsspannungen zwischen den USA und Europa an ihre
Vortageserholung angeknüpft. Der Leitindex Dow Jones Industrial
gewann im frühen Handel 0,48 Prozent auf 49.314
Punkte. Mit in der Spitze rund 49.580 Punkten war das vor zehn Tagen
erreichte Rekordhoch von 49.633 Punkten nicht weit weg.
Der von Tech-Werten dominierte Nasdaq 100 legte um
0,43 Prozent auf 25.435 Zähler zu. Für den marktbreiten S&P 500
ging es um 0,36 Prozent auf 6.900 Punkte hoch.
Für die deutlichen Kursgewinne am Mittwoch hatte die Nachricht
gesorgt, dass es keine US-Strafzölle gegen acht europäische Länder
einschließlich Deutschland zum 1. Februar geben soll, die Donald
Trump wegen des Streits um Grönland angedroht hatte.
Der US-Präsident hatte zudem ein Rahmenabkommen mit der Nato zur
Beilegung des jüngsten Streits um Grönland angekündigt. Zuvor hatte
Trump noch seinen Anspruch bekräftigt, Grönland müsse aus
Sicherheitsgründen an die USA übergehen, gleichzeitig aber in diesem
Fall die Anwendung von Gewalt ausgeschlossen. Anleger atmen nun
weiter durch, bleiben aber ob der Unberechenbarkeit Trumps auf der
Hut.
Am US-Aktienmarkt bewerten die Anleger auch am Donnerstag weitere
Quartalszahlen von Unternehmen, etwa vom Konsumgüterhersteller
Procter & Gamble . Dessen Umsatz legte im zweiten
Geschäftsquartal aufgrund einer mauen Nachfrage kaum zu. Bereinigt
um Wechselkurs- und Portfolioeffekte stagnierten die Erlöse sogar,
während Analysten ein kleines Plus erwartet hatten. Vorbörslich noch
tiefer, gewannen die Aktien zuletzt fast 2 Prozent und könnten den
Abwärtstrend seit März 2025 brechen.
GE Aerospace gab besser als erwartet ausgefallene
Ergebnisse für das vierte Quartal bekannt. Zudem geht der
Triebwerkhersteller davon aus, dass die anhaltende Nachfrage nach
Flugreisen dazu beitragen wird, die bestehenden wirtschaftlichen
Bedenken auszuräumen. Der Gewinnausblick auf 2026 reichte nach dem
Kursanstieg von 85 Prozent im letzten Jahr aber nicht mehr aus, die
Anleger zu begeistern. Die Aktien büßten 4 Prozent ein.
Die Papiere des Gesundheitskonzerns Abbott Laboratories
sackten nach der Vorlage von Zahlen für das
Schlussquartal um fast 7 Prozent ab. Der Umsatz verfehlte die
Erwartungen. Zudem enttäuschte der Ausblick auf das erste Quartal.
Die Nachricht, dass der chinesische Online-Händler Alibaba
den Börsengang seiner Chip-Sparte vorbereitet, ließ
die in den USA gehandelten Anteile um 4,4 Prozent steigen.
Freeport McMoran sanken um 1,8 Prozent. Der
Quartalsgewinn des Kupferproduzenten übertraf die Erwartungen von
Analysten, die Kupferproduktion im vierten Quartal lag aber klar
unter den Vorjahreswerten und auch etwas unter den Schätzungen der
Experten. Auch stießen sich Marktteilnehmer an den
Investitionsausgaben für 2026. Die Papiere befinden sich gleichwohl
seit November im Rally-Modus und kratzen am Rekordhoch aus dem Jahr
2008. Die Nachfrage nach Kupfer treibt den Kurs./ajx/he