dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 22.01.2026 - 15.15 Uhr
ROUNDUP: Deutsche Börse will Allfunds für Milliardensumme kaufen -
Kurssprünge
FRANKFURT/ESCHBORN - Die Deutsche Börse setzt zur
größten Übernahme ihrer Geschichte an und legt ein
milliardenschweres Angebot für die Fondsplattform Allfunds
vor. Deutschlands größter Börsenbetreiber bietet den
Allfunds-Aktionären für jedes Papier 8,80 Euro, davon 6 Euro in bar
und den Rest in eigenen Aktien sowie in Form einer Bardividende.
Insgesamt summiert sich das Angebot auf 5,3 Milliarden Euro, wie der
Dax-Konzern am Mittwochabend in Eschborn mitteilte.
Am Finanzmarkt kamen die Neuigkeiten am Donnerstag gut an.
ROUNDUP: Volkswagen-Konzern übertrifft Ziel für Mittelzufluss -
Aktie erholt
WOLFSBURG - Der Volkswagen-Konzern hat zum
Jahresschluss im Kerngeschäft das Geld zusammengehalten und bei der
Kassenlage im Gesamtjahr besser abgeschnitten als gedacht. Der
sogenannte Netto-Cashflow im Bereiche Automobile - also ohne die
Finanzdienstleistungen gerechnet - liege 2025 mit rund sechs
Milliarden Euro eine Milliarde über dem Vorjahreswert, hieß es von
den Wolfsburgern am Mittwochabend. Anleger waren positiv überrascht,
denn zuvor hatte der Konzern die wichtige Kennziffer noch bei null
Milliarden erwartet. Weil US-Präsident Donald Trump zudem seine
jüngsten Zolldrohungen gegen acht europäische Länder zurücknahm,
stieg die im Dax notierte VW-Vorzugsaktie am Donnerstag deutlich.
ROUNDUP/Quartal schwach: Carl Zeiss Meditec verabschiedet sich von
Jahresziel
JENA - Der Medizintechnikkonzern Carl Zeiss Meditec
wird nach einem schwachen Auftakt seine Jahresziele voraussichtlich
nicht erreichen. Diese sollen nun überprüft werden, da das Resultat
der ersten drei Monate deutlich unter dem Vorjahr liege, teilte das
Jenaer Unternehmen am Donnerstag überraschend mit. An der Börse
reagierten die Anleger geschockt, die Aktie brach auf die
Nachrichten ein.
Umsatz von Procter & Gamble stagniert organisch - Aktie gibt nach
CINCINNATI - Der US-Konsumgüterriese Procter & Gamble
ist im zweiten Geschäftsquartal aufgrund einer mauen Nachfrage kaum
gewachsen. Einem leichten organischen Wachstum in den Bereichen
Kosmetik sowie Health Care stand eine schwache Nachfrage nach
Produkten aus dem Bereich Babypflege, Damenhygiene und
Haushaltswaren gegenüber. In den drei Monaten per Ende Dezember
stiegen die Erlöse um ein Prozent auf 22,2 Milliarden US-Dollar
(rund 19 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag in Cincinnati
mitteilte. Organisch, sprich bereinigt um Wechselkurs- sowie
Portfolioeffekte, stagnierte das Wachstum sogar, während Analysten
ein kleines Plus erwartet hatten. Unter dem Strich verdiente der
Konsumgüterkonzern im Quartal mit 4,3 Milliarden Dollar sieben
Prozent weniger als im Vorjahr. Die Aktie gab im vorbörslichen
US-Handel deutlich nach.
Triebwerksbauer GE Aerospace übertrifft Erwartungen - Aktie gibt
trotzdem nach
CINCINNATI - Der Triebwerkshersteller GE Aerospace
nimmt sich nach überraschend guten Jahreszahlen mehr Gewinn für 2026
vor. Das um Sonderposten bereinigte Ergebnis je Aktie soll auf 7,10
bis 7,40 US-Dollar steigen, wie der US-Konzern am Donnerstag in
Cincinnati mitteilte. Im vergangenen Jahr lieferte GE trotz
Verzögerungen so viele Triebwerke für die Mittelstreckenjet-Reihen
Airbus A320neo und Boeing 737 Max aus
wie nie zuvor.
Bezos macht Musks Starlink noch mehr Konkurrenz
KENT - Im Weltraum-Wettlauf der Tech-Milliardäre verstärkt Amazon
-Gründer Jeff Bezos die Konkurrenz zu Elon Musks
Satelliten-Internetsystem Starlink. Bezos' Weltraumfirma Blue Origin
kündigte ein Hochgeschwindigkeits-Netz für Unternehmen mit dem Namen
TeraWave an. Die ersten der gut 5.400 dafür eingeplanten Satelliten
sollen Ende 2027 ins All starten.
Elektroautos bislang in Deutschland vor allem für Besserverdiener
WIESBADEN - Elektromobilität ist in Deutschland bislang vor allem
eine Frage des Geldbeutels. Eine Analyse des Statistischen
Bundesamts zeigt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen einem hohen
Haushaltseinkommen und der Anschaffung eines Elektroautos. Im Jahr
2023 besaßen demnach erst 1,3 Prozent der Haushalte mit einem
monatlichen Nettoeinkommen unter 2.600 Euro ein E-Auto oder einen
Plug-in-Hybrid. Bei Haushaltseinkommen von mehr als 5.000 Euro netto
waren es hingegen bereits 13 Prozent. Besonders häufig wählten zudem
Paare mit Kindern ein Elektroauto. Bei ihnen lag die Quote bei 11,5
Prozent im Gegensatz zu 7,5 Prozent bei den Paarhaushalten ohne
Kinder.