, APA/dpa-AFX

Devisen (Früh) - Euro wenig bewegt bei 1,1690 US-Dollar / Dollar profitiert nur wenig von Entspannung im Grönland-Streit

Der Euro hat sich am Donnerstag zunächst kaum zum US-Dollar bewegt. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1690 US-Dollar gehandelt und damit etwa auf dem Niveau vom Vortagesschluss.

Davor hatte der Eurokurs im US-Handel nachgegeben, nachdem US-Präsident Donald Trump seine angedrohten Zölle zurückgenommen hatte. Der US-Dollar erholte sich trotz der Entspannungssignale aber nur wenig, er hält sich weiterhin deutlich unter dem Niveau vom vergangenen Freitag.

Trump hat mit NATO-Chef Rutte einen Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung über Grönland und die gesamte Arktisregion gesteckt - daher sollen doch keine Zusatzzölle kommen. Nur wenige Stunden zuvor hatte das EU-Parlament im Gegenzug zu Trumps Zollandrohung noch die Ratifizierung des Handelsdeals mit den USA gestoppt.

Volkmar Baur, Devisen-Experte bei der Commerzbank, mahnt jedoch zur Vorsicht: "Details des oben genannten "frameworks" sind noch nicht bekannt, und selbst wenn es zu einer Einigung in dieser Sache kommen wird, ist nicht gesagt, dass die US-Regierung in den kommenden Monaten nicht wieder ein Thema finden wird, was das transatlantische Bündnis erneut infrage stellt."

Neben geopolitischen Themen könnte die Geldpolitik auf beiden Seiten des Atlantiks wieder in den Fokus der Marktteilnehmer geraten, meinen unterdessen die Experten der Helaba. In den USA steht die Veröffentlichung des von der US-Notenbank Fed bevorzugten Inflationsmaßes PCE sowie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe an. Die Ökonomen der Helaba erwarten, dass die Daten die US-Notenbank wohl darin bestärken, bezüglich weiterer Zinssenkungen Vorsicht walten zu lassen.

spa/ste

 ISIN  EU0009652759  EU0009652759
Copyright APA/dpa-AFX. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von APA/dpa-AFX ist nicht gestattet.