dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 21.01.2026 - 15.15 Uhr
ROUNDUP 2: Netflix enttäuscht mit Ausblick und setzt Rückkäufe aus -
Aktie fällt
LOS GATOS - Der US-Streamingriese Netflix strapaziert
im Übernahmekampf um das Hollywood-Urgestein Warner Brothers
Discovery die Geduld seiner Anleger. Weil das
Netflix-Management den dutzende Milliarden schweren Kauf des
Streaming- und Studiogeschäfts von Warner inzwischen komplett bar
stemmen will, setzte der Konzern nun seine laufenden Aktienrückkäufe
aus.
ROUNDUP/Kreise: Qiagen prüft Übernahmeinteresse von Investoren -
Kurssprung
LONDON - Der Laborspezialist und Diagnostikkonzern Qiagen
steht erneut im Zentrum von Übernahmespekulationen.
Das im Dax notierte Unternehmen erwägt laut einem
Bloomberg-Bericht strategische Optionen. Der Aufsichtsrat prüfe laut
Insidern bereits das vorläufige Interesse potenzieller
Interessenten. Angesichts des wohl baldigen Abschieds von
Konzernchef Thierry Bernard könnte dabei der Weg für eine Übernahme
von Qiagen frei sein. Das Unternehmen selbst lehnte eine
Stellungnahme zu dem Bericht ab. An der Börse sorgten die
Nachrichten unterdessen für reichlich Kursfantasie.
Continental erreicht Konzernziele - Contitech-Sparte aber schwächer
HANNOVER - Der Reifen- und Kunststofftechnikkonzern Continental
hat 2025 seine Jahresziele auf Konzernebene
voraussichtlich erreicht. In der zu verkaufenden Sparte Contitech
sah es aber wegen einer ausbleibenden Markterholung und Umbaukosten
nicht rosig aus, wie der Dax -Konzern am Mittwoch auf
Basis vorläufiger Zahlen in Hannover mitteilte. Insgesamt betrug der
Umsatz 19,7 Milliarden Euro, das ist ein Rückgang gegenüber dem
vergleichbaren Vorjahreswert von rund 20,2 Milliarden. Die um
Sondereffekte bereinigte Ergebnismarge vor Zinsen und Steuern lag
bei rund 10,2 Prozent und damit 1,2 Prozentpunkte niedriger. Beide
Werte lagen in der unteren Hälfte der Prognosespanne. Die Aktie
geriet unter Druck und verlor zuletzt 2,7 Prozent.
Neue Arzneien treiben Johnson & Johnson an - Optimismus für 2026
NEW BRUNSWICK - Der US-Konzern Johnson und Johnson hat dank neuen
Arzneien und einem florierenden Geschäft mit Medizintechnik das
vergangene Jahr mit einem Umsatz- und Gewinnplus abgeschlossen. Für
2026 peilt Konzernchef Joaquin Duato trotz der jüngst mit der
US-Regierung vereinbarten Regelung über Arznei-Rabatte weitere
Steigerungen an, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte.
Travelers überrascht mit Gewinnsprung im Waldbrand-Jahr
NEW YORK - Höhere Prämien und gute Finanzgeschäfte haben dem
US-Versicherer Travelers 2025 mehr Gewinn
eingebracht. Der Überschuss sprang im Vergleich zum Vorjahr um gut
ein Viertel auf rund 6,3 Milliarden US-Dollar (5,4 Mrd Euro), wie
das Unternehmen am Mittwoch in New York mitteilte. Im vierten
Quartal legte der Gewinn dank rückläufiger Katastrophenschäden um
ein Fünftel auf 2,5 Milliarden Dollar zu. Analysten hatten im
Schnitt mit höheren Schäden und weniger Gewinn gerechnet.
VW-Tochter Traton erreicht Ziele bei Umsatz und Marge -
Mittelzufluss überrascht
MÜNCHEN - Die VW-Nutzfahrzeugholding Traton
hat im vergangenen Geschäftsjahr beim freien
Mittelzufluss besser abgeschnitten als gedacht. Der sogenannte
Netto-Cashflow im Fahrzeuggeschäft - also ohne
Finanzdienstleistungen gerechnet - habe laut vorläufigen Zahlen über
der Prognosebandbreite von bis zu 1,5 Milliarden Euro gelegen,
teilte die Volkswagen-Tochter am Mittwoch in München
mit. Damit liege der Wert auch besser als von Finanzanalysten
erwartet, hieß es vom Anbieter mit den Marken MAN, Scania, dem
US-Hersteller International und der südamerikanischen VW Truck &
Bus. Die im MDax notierte Traton-Aktie legte um rund drei Prozent
zu.
VW baut Massenmarken um - Will eine Milliarde in der Produktion
sparen
WOLFSBURG (dpa-AFX) - Der VW -Konzern baut seine
Massenmarken um und will damit in den kommenden Jahren viel Geld in
der Produktion einsparen. Die Neuordnung in der Organisation führe
allein im Produktionsbereich zu Einsparmöglichkeiten von
zusammengenommen einer Milliarde Euro bis 2030, teilte der Autobauer
am Mittwoch in Wolfsburg mit. So sollen die Zentralbereiche
Produktion, Technische Entwicklung und Einkauf in einem gemeinsamen
markenübergreifenden Markengruppenvorstand gebündelt werden. Damit
einher geht auch eine deutliche Reduzierung der bisherigen
Vorstandsposten in den Marken der Gruppe. Zuvor hatte die
Branchenzeitung "Automobilwoche" darüber berichtet.
DAVOS: USA enteilen Europa und China bei Künstlicher Intelligenz
DAVOS - Die Vereinigten Staaten liegen im weltweiten Wettlauf um
Künstliche Intelligenz (KI) deutlich an der Spitze. Europa folgt auf
dem zweiten Platz und liegt damit immerhin knapp vor China. Zu
diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung der
Beratungsgesellschaft KPMG, für die weltweit über 900
Entscheidungsträger befragt wurden.
DAVOS: UBS-Chef sieht Bank für künftiges Wachstum gut aufgestellt
DAVOS - UBS -Konzernchef Sergio Ermotti sieht die
Großbank gut für die Zukunft aufgestellt. "Wir sind stark
kapitalisiert und für künftiges Wachstum bereit", erklärte der
UBS-Chef am Dienstag in einem Interview mit Bloomberg TV anlässlich
des Weltwirtschaftsforums in Davos.
Worthington Steel erhöht Klöckner-Anteil
DÜSSELDORF - Der US-Stahlkonzern Worthington Steel
hat im Zuge seiner Übernahmebemühungen den Anteil am Stahlhändler
Klöckner & Co angehoben. Stimmrechte und Instrumente
zusammengerechnet liege dieser nun bei 47,78 Prozent, hieß es in
einer von den Deutschen am frühen Dienstagabend veröffentlichten
Pflichtmitteilung. Zuvor hatte der Anteil über Instrumente bei 41,53
Prozent gelegen, was in etwa der Beteiligung von Großaktionär
Friedhelm Loh entspricht. Dieser unterstützt die Offerte.
DAVOS/Palantir-Chef: KI wird Einwanderung unnötig machen
DAVOS - Künstliche Intelligenz wird nach Einschätzung des
amerikanischen Software-Anbieters Palantir breit
angelegte Einwanderung zur Stützung der Wirtschaft und des
Arbeitsmarkts westlicher Industrienationen unnötig machen. Es werde
mehr als genug offene Jobs für Bürger eines Landes geben,
"insbesondere solche mit einer Berufsausbildung", sagte Firmenchef
Alex Karp beim Weltwirtschaftsforum in Davos.