AKTIE IM FOKUS: Qiagen-Anleger schwelgen weiter in Übernahmefantasie
Die am Vortag aufgeflammte Übernahmefantasie bei Qiagen bleibt auch am Mittwoch im vorbörslichen Handel spürbar. Auf der Plattform Tradegate wurden die Aktien des Diagnostikspezialisten am Morgen mit knapp 47 Euro gehandelt, was nochmals einen Aufschlag von mehr als sechs Prozent auf den Xetra-Schlusskurs vom Vortag bedeutete. Am Dienstagnachmittag waren sie schon um mehr als 12 Prozent angezogen, nachdem die Nachrichtenagentur Bloomberg schrieb, der Aufsichtsrat prüfe bereits das vorläufige Interesse potenzieller Käufer.
Das Interesse geht einher mit dem anstehenden Abschied von Konzernchef Thierry Bernard, der laut Insidern der Weg für eine Übernahme frei machen könnte. Mit dem fortgesetzten Kurssprung steuert der Kurs auf ein Hoch seit etwa einem Jahr zu: Im Januar 2025 wurden die Aktien mit 47,36 Euro letztmals noch etwas höher gehandelt.
Durch das Ausscheiden von Bernard sei der Zeitpunkt günstig, schrieb
der Jefferies-Analyst Tycho Peterson in seinem ersten Kommentar. Er
kann sich mehrere Unternehmen mit einem strategischen Interesse
vorstellen, nachdem es ein solches in den vergangenen Jahren schon
mehrfach gegeben habe. 2020 war eine Übernahme durch den US-Konzern
Thermo Fisher Scientific
Peterson sieht im Falle einer Übernahme noch Luft nach oben. Er bezeichnet das Portfolio von Qiagen am Mittwoch als "hochgradig differenziert" und potenziell geeignet, um einen Übernahmepreis von rund 60 US-Dollar je Aktie zu rechtfertigen. Umgerechnet in Euro wären dies gut 51 Euro./tih/ag/stk
ISIN NL0015002SN0
AXC0067 2026-01-21/08:50
Relevante Links: QIAGEN N.V., Thermo Fisher Scientific Inc.