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Wiener Börse (Mittag) - Leitindex ATX verliert zwei Prozent / ATX Prime-Werte fast durchgehend im roten Bereich - Streit um Grönland drückt schwer auf die Stimmung

Die Wiener Börse hat sich bis Mittag sehr schwach entwickelt. Der heimische Leitindex ATX gab 2,0 Prozent auf 5.331 Punkte ab. Der ATX Prime verlor 2,1 Prozent auf 2.645 Einheiten. Damit reihte sich die Wiener Börse in den europäischen Trend ein. Alle wichtigen europäischen Börsen fanden sich klar im Minus. Die negativen Impulse kommen laut Experten vor allem von der anderen Seite des Atlantiks.

Denn, weiterhin dominiert der Streit um Grönland das Geschehen an den Finanzmärkten. US-Präsident Donald Trump wiederholte seine Zolldrohungen. Die Verschärfung der transatlantischen Spannungen und die neue Zollunsicherheit nagten an der europäischen Anlagestory, schrieb Beata Manthey, Aktienmarktstrategin der Citigroup. Es liege nun ein Schatten über der erwarteten Gewinnbelebung europäischer Konzerne. Die europäischen Aktiennotierungen stehen angesichts einer erhöhten Risikoaversion unter Druck, erklären wiederum die Experten der Helaba.

Bei den Einzelwerten rückten am heimischen Markt der Flughafen Wien und Kapsch TrafficCom in den Fokus. Der Flughafen Wien hat bekanntgegeben, mit einem Passagierrückgang zu rechnen. Nach dem Rekord 2025 mit 32,6 Millionen Fluggästen prognostiziert der Vorstand für 2026 nur noch rund 30 Millionen, wie die Betreibergesellschaft mitteilte. Der Gewinn wird wie 2025 bei 210 Mio. Euro erwartet. Die Flughafenpapiere gaben daraufhin 0,4 Prozent nach.

Der Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom wiederum konnte von einem neuen Auftrag in Griechenland berichten. Die Anleger konnten damit nicht beeindruckt werden. Kapsch TrafficCom verloren bis jetzt 2,0 Prozent.

Außerdem haben Analysten der Berenberg Bank für den heimischen Caterer Do&Co sowohl ihre Kaufempfehlung "Buy" als auch das Kursziel von 250 Euro bestätigt. Die Do&Co-Papiere fanden sich aber wie fast alle Aktien im ATX Prime-Segment im Minus und gaben 1,7 Prozent nach. Einzig der Immobilienentwickler UBM konnte sich mit einem Zuwachs von 1,0 Prozent behaupten.

International schwächelt auch der Ölsektor. Das spiegelte sich auch im ATX Prime-Schwergewicht OMV. Die Aktien des heimischen Ölkonzerns verloren 1,7 Prozent.

Die größten Verluste verzeichneten RHI Magnesita, Strabag und AT&S mit minus 4,2 Prozent, minus 3,8 Prozent bzw. 3,7 Prozent.

Auch die schwer gewichteten Bankenwerte konnten keine positiven Impulse bringen. Raiffeisen Bank International (RBI), BAWAG und Erste Group fanden sich mit 1,7 Prozent, 1,6 Prozent bzw. 1,3 Prozent im tiefroten Bereich.

moe/ste

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