Aktien Frankfurt: Dax kämpft angesichts von Zollsorgen um 25.000-Punkte-Marke
Angedrohte Zölle durch US-Präsident Donald
Trump im Streit um Grönland haben den Dax
Am Wochenende war der Streit zwischen Washington und Europa eskaliert, weshalb sich nun ein nächster Handelsstreit anbahnen könnte. Trump beansprucht die zu Dänemark gehörende Arktisinsel Grönland für die USA. Die europäischen Nato-Partner lehnen dies ab, weshalb der US-Präsident ab dem 1. Februar neue Strafzölle von 10 Prozent verhängen will. Vom 1. Juni an sollen es dann 25 Prozent sein.
Am Nachmittag verlor der Dax 1,0 Prozent auf rund 25.043 Punkte. In
der vergangenen Woche noch war er auf ein Rekordhoch über 25.500
Punkte geklettert. Der MDax
Die US-Zölle, die acht europäische Nato-Länder inklusive Deutschland beträfen, sollen gelten, bis ein Abkommen über den Kauf Grönlands durch die USA erzielt wird. Am Donnerstagabend soll dazu ein EU-Sondergipfel in Brüssel stattfinden, um zu beraten, wie die EU am besten auf Trumps Drohungen reagieren kann.
"Trumps Vorstoß in Richtung Grönland und der Einsatz von Strafzöllen als politisches Druckmittel verschärfen die geopolitische Lage", kommentierte Marktanalyst Maximilian Wienke von eTorro. Zugleich schadeten Zölle "letztlich allen Beteiligten", da sie wie eine Steuer auf Handel und Wachstum wirkten. Die Reaktion des Marktes, fallende Aktienkurse und steigende Gold- und Silberpreise, überrasche nicht. "Die Unsicherheit schlägt sofort durch." Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners erwartet zudem, dass dieses Mal die EU wohl nicht klein beigeben werde.
Besonders belastet von den Zollsorgen waren vor allem deutsche
Autoaktien. Der europäische Branchenindex
Ebenfalls am Dax-Ende büßten Adidas
Deutliche Kursgewinne gab es mit 6,5 Prozent hingegen für die Bayer
Rüstungswerte wie Rheinmetall
--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---
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AXC0186 2026-01-19/14:55
Relevante Links: adidas AG, Mercedes-Benz Group, Bayer AG, HENSOLDT AG, RENK GROUP AG INH O.N., Volkswagen AG, Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Rheinmetall AG, BMW AG