ROUNDUP: Blackstone plant Rechenzentrum in NRW für vier Milliarden Euro
Der US-amerikanische Investor Blackstone
In trockenen Tüchern ist das Vorhaben bis jetzt nicht: Der Vertrag tritt erst in Kraft, wenn bestimmte Konditionen erfüllt sind. Das Planverfahren soll zeitnah beginnen. Das Rechenzentrum soll für Cloud-Dienste und Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) genutzt werden.
Das Vorhaben ausführen wird der Rechenzentrumsentwickler Quality
Technology Services (QTS) - diese Firma gehört Blackstone. QTS hat
bereits einige Rechenzentren in den USA gebaut sowie einen Standort
in den Niederlanden, in Großbritannien ist einer im Bau. Betrieben
werden die von QTS gebauten Anlagen Firmenangaben zufolge von
US-Konzernen wie Amazon
"Stärken unseren Standort langfristig"
"Wir glauben, dass Deutschland und insbesondere Nordrhein-Westfalen attraktive Standorte für die Entwicklung von state-of-the-art Rechenzentren sind", sagt Blackstone-Manager James Seppala. "Wir freuen uns darauf, mit allen Interessengruppen, einschließlich der Menschen vor Ort, im Verlauf des Genehmigungsverfahrens zusammenzuarbeiten."
Bei einer Infoveranstaltung wurde das Vorhaben den Anwohnerinnen und Anwohnern vorgestellt. "Mit dieser möglichen Investition stärken wir unseren Standort langfristig", sagt Lippetal-Bürgermeister Tobias Nillies (CDU). Der Oberbürgermeister von Hamm, Marc Herter (SPD), wertet das Vorhaben als Beleg für das Innovationspotenzial der Region. Herter ist Aufsichtsratsvorsitzender der Firma Industriegebiet Westfalen GmbH, die das Industriegebiet betreibt.
Energieversorgung gab den Ausschlag
Nach Informationen des "Westfälischen Anzeigers" war für den
Standort Hamm/Lippetal den Investoren zufolge die Energieversorgung
ausschlaggebend: Bereits jetzt stehe hier genügend Strom zur
Verfügung, sagte Blackstone-Managerin Britta Harper der Zeitung. Und
in absehbarer Zeit könne man dort auch auf grünen Strom
zurückgreifen. Auf dem ehemaligen RWE
Sollte das Projekt tatsächlich umgesetzt werden, wäre es eine der größten Rechenzentrum-Investitionen in Deutschland. Microsoft gibt mehrere Milliarden Euro aus für zwei Standorte im Rheinischen Revier westlich von Köln. Die Schwarz-Gruppe, Muttergesellschaft von Lidl und Kaufland, hat im vergangenen Jahr eine Elf-Milliarden-Euro-Investition in ein neues Rechenzentrum in Lübbenau im brandenburgischen Spreewald angekündigt./wdw/DP/nas
ISIN DE0007037129 US5949181045 US09253U1088 US0231351067
AXC0319 2026-01-15/20:25
Relevante Links: RWE AG, Amazon.com Inc., Microsoft Corp.