, APA/dpa-AFX

Trennung von Apple Card beschert Goldman Sachs Gewinnsprung

Die Abgabe des Geschäfts mit Apple-Kreditkarten an JPMorgan Case hat der US-Investmentbank Goldman Sachs Ende 2025 einen milliardenschweren Gewinnsprung eingebracht. Das Geldhaus löste im vierten Quartal Rückstellungen von fast 2,1 Milliarden US-Dollar (1,8 Mrd Euro) für mögliche Kreditausfälle auf, wie es am Donnerstag in New York mitteilte. Das Geschäft mit der Apple Card soll binnen zwei Jahren zur größten US-Bank JPMorgan wechseln.

JPMorgan hatte am Dienstag einen Gewinnrückgang gemeldet, weil das Institut die Risikovorsorge im Gegenzug aufstocken musste. Für Goldman Sachs endet mit dem Abschied von der Apple Card damit ein teurer Ausflug ins Massengeschäft mit normalverdienenden Privatkunden.

Unter dem Strich entfiel auf die Goldman-Sachs-Aktionäre im vierten Quartal ein Gewinn von fast 4,4 Milliarden Dollar und damit zwölf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dies lag vor allem an der aufgelösten Risikovorsorge. Allerdings boomte der Handel mit Wertpapieren wie Aktien und Anleihen. So nahm Goldman Sachs im Aktienhandel gut 4,3 Milliarden Dollar ein - ein Viertel mehr als ein Jahr zuvor und so viel wie noch keine Wall-Street-Bank jemals in einem Quartal.

Im Gesamtjahr wuchsen die Erträge von Goldman Sachs um neun Prozent auf 58,3 Milliarden Dollar. Der Überschuss sprang um mehr als ein Fünftel auf 16,3 Milliarden Dollar nach oben. Die Aktionäre sollen je Anteilsschein nun eine Quartalsdividende von 4,50 Dollar erhalten, 50 Cent mehr als bislang./stw/mis

 ISIN  US0378331005  US46625H1005  US38141G1040  US57636Q1040

AXC0216 2026-01-15/14:18

Relevante Links: Apple Inc., Goldman Sachs Group Inc., JP Morgan Chase & Co., MasterCard Incorporated

Copyright APA/dpa-AFX. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von APA/dpa-AFX ist nicht gestattet.