Allianz: KI birgt große Gefahr für Unternehmen
Künstliche Intelligenz (KI) hat sich nach
Einschätzung der Allianz
Beides steht in Zusammenhang: Kriminelle Hacker nutzen demnach in wachsendem Umfang KI für ihre Attacken. Doch kann die Nutzung von KI laut Risikobarometer auch ohne jede böse Absicht gefährlich für ein Unternehmen sein, etwa wenn Manager und Mitarbeiter auf Basis falscher Daten und Informationen falsche Entscheidungen treffen.
Die drei Hauptgefahren stehen in Zusammenhang
Auf Rang drei der größten globalen Geschäftsrisiken stehen in diesem Jahr Betriebsunterbrechungen. Auch dabei gibt es eine Verbindung zu Cyberangriffen: Eine häufige Ursache von Betriebsunterbrechungen ist Online-Erpressung: Die Hacker lähmen die Rechnersysteme eines Unternehmens per Verschlüsselung und fordern für die anschließende Entschlüsselung hohe Summen.
Allianz Commercial ist eine Tochter des Münchner Dax
KI Fluch und Segen zugleich
Die KI ist demnach ein zweischneidiges Schwert: Eine Mehrheit der Unternehmen sieht die Technologie als Chance, nicht zuletzt für die automatisierte Abwehr bösartiger Cyberattacken. Doch gleichzeitig sehen etliche der befragten Fachleute große Gefahren: KI berge ein immer schneller voranschreitendes Risiko, sagte Michael Furtscheller, der regionale Geschäftsleiter für Deutschland und die Schweiz - "vielleicht auch Fluch und Segen".
KI erleichtert Tätern das Werk
Demnach nutzen Cybertäter KI unter anderem für die Perfektionierung von "Social Engineering", um als Führungskräfte zu posieren und deren Untergebene zu täuschen. "Durch Schreiben von sehr zugeschnittenen E-Mails, dass man dort klicken oder sonst etwas tun soll, sei es mit Clonings oder der Generierung von Sprache, oder sogar der Fälschung von Videos", erläuterte Michael Daum, Leiter der Cyberschaden-Bearbeitung. "Die große Mehrzahl der Angriffe, die wir sehen, erfordert nach wie vor das Zutun eines Menschen - in der Regel eines Mitarbeiters - den Angriff zu ermöglichen."
KI birgt für Unternehmen doppelte Gefahr von außen und innen
Doch Attacken von außen sind nach Worten der Allianz-Manager nur eine Seite des Problems. Risiken für Unternehmen birgt demnach auch die ganz legale Verwendung von KI-Software durch die eigenen Mitarbeiter und Führungskräfte. "Die KI per Definition arbeitet mit einem gewissen Grad an Autonomie und deswegen können die Ergebnisse falsch oder frei erfunden sein", sagte Allianz Commercial-Managerin Alexandra Braun. "Und falsche oder auch einmal diskriminierende KI-Ergebnisse, die können natürlich auch zu Rechtsstreitigkeiten oder negativen Presseberichterstattungen und dann zu Reputations- und Imageverlust führen für Unternehmen." Zu den KI-eigenen Risiken zählen demnach auch Urheberrechtsverletzungen, wenn die Software geschützte Informationen abschreibt oder verwendet.
Breite Palette der übrigen Risiken: von der Politik bis zur Explosion
Die übrigen Risiken unter den globalen Top Ten reichen von der Politik über die Natur bis zu den hergebrachten Unsicherheiten des Geschäftslebens. Auf Platz vier stehen Gesetzgebung und Regulierung, was sich sowohl auf die US-Zollpolitik und sonstige Handelshemmnisse als auch die in vielen Ländern beklagte Bürokratie bezieht. Auf den nächsten beiden Rängen folgen Naturkatastrophen und Klimawandel, anschließend politische Instabilität und Gewalt, negative volkswirtschaftliche Entwicklungen etwa durch Inflation, Feuer und Explosionen. Platz zehn nimmt die Ungewissheit über Marktentwicklungen ein, seien es neue Wettbewerber, Firmenübernahmen oder sonstiger Wandel./cho/DP/zb
ISIN DE0008404005
AXC0012 2026-01-14/05:53
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