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Wiener Börse (Nachmittag) - ATX nach Rekordhoch kaum bewegt / Kaum Impulse durch Inflationsdaten und Banken-Zahlen aus den USA - Agrana nach Zahlen im Plus

An der Wiener Börse hat sich der ATX am Dienstag auf rekordhohem Niveau stabil gehalten. Inflationsdaten und Zahlen aus dem Bankensektor in den USA fielen tendenziell positiv aus, gaben den heimischen Werten jedoch keine stärkeren Impulse.

Nachdem er sein Rekordhoch im Vormittagshandel noch leicht nach oben geschraubt hatte, notierte der Leitindex ATX am Nachmittag 0,05 Prozent im Minus bei 5.437 Punkten. Der ATX Prime fiel um 0,12 Prozent auf 2.698 Zähler. Das europäische Umfeld notierte ohne klare Richtung.

Die am Nachmittag veröffentlichte Inflationsrate verharrte in den USA im Dezember wie erwartet bei 2,7 Prozent. Die Kerninflation betrug im Jahresvergleich unverändert 2,6 Prozent. Analysten hatten hier mit einem leichten Anstieg um 0,1 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent gerechnet. "Sowohl die Gesamt- als auch die Kernpreise liegen weiterhin klar oberhalb des Fed-Ziels", kommentierten die Ökonomen der Helaba. Für die US-Notenbanker gebe es keinen Grund, von ihrer vorsichtigen Haltung bezüglich Zinssenkungen abzurücken.

Darüber hinaus läutete die US-Großbank JPMorgan mit ihren Quartalszahlen die Berichtssaison ein. Die US-Bank übertraf mit ihrem Quartalsgewinn zwar unterm Strich die Erwartungen, Einfluss auf den breiten Markt hatten dies aber nicht.

In Wien gab es Ergebnisse der Agrana, deren Aktienkurs um 0,9 Prozent zulegte. Der Nahrungsmittelkonzern hat in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2025/26 wegen niedrigerer Zuckerpreise sowie der Schließung von zwei Zuckerfabriken wie erwartet einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Den Jahresausblick bestätigte das Unternehmen. Auch wenn die Zahlen leicht über ihren Schätzungen gelegen hätten, würde der Bericht weitere Belege für die erheblichen Herausforderungen liefern, denen das Unternehmen derzeit gegenüberstehe, kommentierte Analystin Vladimira Urbankova von der Erste Group.

Auftrieb gaben dem Leitindex die schwer gewichteten Bankwerte Erste Group und BAWAG mit Kursgewinnen von 1,2 respektive 0,8 Prozent. Um bis zu 1,5 Prozent hinab ging es hingegen für die Versorgeraktien Verbund und EVN.

Noch schwächer zeigten sich Aktien aus der Bau- und Grundstoffbranche, im Einklang mit den europäischen Sektortrends. Als Belastung galt der schweizerische Bauchemiekonzern Sika, der seine Gewinnprognosen für 2025 senken musste. In Wien büßten voestalpine und Wienerberger bis zu drei Prozent ein.

spa/lof

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