Aktien Frankfurt: Dax steigt nach US-Inflationsdaten auf Rekordhoch
Der Dax hat am Dienstag seinen
Rekordlauf fortgesetzt und ist in Richtung 25.500 Punkte gestiegen.
Frische Impulse kamen von den Inflationsdaten aus den Vereinigten
Staaten für den Monat Dezember. Die Kerninflationsrate stieg im
Vergleich zum Vorjahr mit plus 2,6 Prozent nicht so stark wie
prognostiziert. Dies forcierte die Erwartungen, dass die
US-Leitzinsen weiter gesenkt werden könnten. Der Quartalsbericht der
US-Bank JPMorgan lieferte indes keine beachtenswerten Impulse.
Am Nachmittag stieg der deutsche Leitindex um 0,2 Prozent auf 25.465
Punkte. Zuvor hatte er bei rund 25.484 Punkten eine neue Bestmarke
erreicht. Der MDax , der Index der mittelgroßen
Börsenwerte, gab um 0,2 Prozent auf 32.245 Punkte nach.
Portfoliomanager Thomas Altmann von QC-Partners rät zur Vorsicht und
hält Dax und MDax inzwischen technisch für "massiv überkauft". Es
wirke, als würden ausschließlich positive Nachrichten gelesen,
während negative Nachrichten ausgeblendet würden, schrieb er. Die
zunächst in den USA anlaufende Berichtssaison werde den starken
Trend nun untermauern müssen. "Negative Überraschungen könnten nach
den jüngsten Kursgewinnen hart abgestraft werden." Anlagestratege
Ulrich Stephan von der Deutschen Bank hält die Berichtssaison sogar
für richtungsweisend für den Ausblick auf das Gesamtjahr.
Im Dax nahmen Symrise und Zalando die
Spitzenplätze ein mit Gewinnen von 4,1 Prozent und 5,0 Prozent.
Continental dagegen waren mit minus 2,4 Prozent das
Schlusslicht. Beim Duft- und Geschmacksstoffhersteller Symrise
fokussierten sich die Anleger vor allem auf ein angekündigtes
umfangreiches Aktienrückkaufpaket.
Zalando profitierte von einer Hochstufung durch die
britische Investmentbank Barclays auf "Overweight". Mit Blick auf
den Wandel der Modebranche durch den Einsatz von KI sei der
Online-Händler Zalando besser aufgestellt als von vielen Investoren
befürchtet, schrieb Sarah Roberts.
Für Continental strich derweil die Privatbank
Berenberg ihre Kaufempfehlung. Mit dem Verkauf von ContiTech würde
der Konzern zwar zu einem hocheffizienten reinen Reifenhersteller
mit wenig Schulden und reichlich liquiden Mitteln für
Ausschüttungen, das aber sei bereits weitgehend im Kurs eingepreist,
schrieb Analyst Michael Filatov.
Im MDax setzte das Papier von TKMS seine Rally mit
einem Kursplus von 4,4 Prozent fort, womit es seit Jahresbeginn
bereits um etwas mehr als 45 Prozent zugelegt hat. Die
Fuchs-Vorzugsaktie profitierte von Bewertungen der
US-Bank JPMorgan und von Jefferies und sprang zeitweise auf den
höchsten Stand sei Ende Oktober. Zuletzt ging es um 3,9 Prozent
hoch. JPMorgan-Analystin Angelina Glazova nahm die Aktie des
Schmierstoffherstellers mit "Overweight" in die Bewertung auf. Fuchs
sei führend in seinem Bereich und habe mit Blick auf den freien
Finanzmittelfluss (Free Cashflow) starkes Potenzial, schrieb sie.
Von Jefferies auf "Hold" gesenkt, büßte SMA Solar im
SDax 7,9 Prozent ein. Am Markt würden die
Margenbelastungen durch Investitionen in Forschung und Entwicklung
unterschätzt, hieß es seitens des Analysehauses. Verbio sprangen
nach einer Empfehlung von MWB Research um 12 Prozent hoch. Analyst
Leon Mühlenbruch begründete seine frisch ausgesprochene
Kaufempfehlung für den Hersteller von Biosprit mit einem sich
stabilisierenden Marktumfeld./ck//mis