Wiener Börse (Mittag) - ATX auf Rekordniveau kaum bewegt / Vor Inflationsdaten und Banken-Zahlen aus den USA - Agrana nach Zahlen im Plus
Am Wiener Aktienmarkt haben sich die Anleger vor Inflationsdaten und Zahlen aus dem Bankensektor in den USA zurückgehalten. Nachdem er sein Rekordhoch im Vormittagshandel noch leicht nach oben geschraubt hatte, notierte der Leitindex ATX gegen Mittag 0,08 Prozent im Minus bei 5.436 Punkten. Der ATX Prime fiel um 0,10 Prozent auf 2.699 Zähler. Das europäische Umfeld notierte nach positiven Übersee-Vorgaben ohne klare Richtung.
Am Nachmittag stehen in den USA die Inflationsdaten für den Dezember auf dem Programm. Insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltenden Drohgebärden der US-amerikanischen Regierung gegenüber der Fed dürfte den Zahlen hohe Aufmerksamkeit zukommen, schreiben die Ökonomen der Helaba in ihrem Tagesausblick. Darüber hinaus läutet die US-Großbank JPMorgan mit ihren Quartalszahlen die Berichtssaison ein.
In Wien gab es bereits Zahlen der Agrana, deren Aktienkurs um 1,3 Prozent zulegte. Der Nahrungsmittelkonzern hat in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2025/26 wegen niedrigerer Zuckerpreise sowie der Schließung von zwei Zuckerfabriken wie erwartet einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Den Jahresausblick bestätigte das Unternehmen. Auch wenn die Zahlen leicht über ihren Schätzungen gelegen hätten, würde der Bericht weitere Belege für die erheblichen Herausforderungen liefern, denen das Unternehmen derzeit gegenüberstehe, kommentierte Analystin Vladimira Urbankova von der Erste Group.
Auftrieb gaben dem Leitindex die schwer gewichteten Bankwerte Erste Group und BAWAG mit Kursgewinnen von 1,2 respektive 0,6 Prozent. Um je 1,2 Prozent hinab ging es hingegen für die Versorgeraktien Verbund und EVN.
Noch schwächer zeigten sich Aktien aus der Bau- und Grundstoffbranche, im Einklang mit den europäischen Sektortrends. Als Belastung galt der schweizerische Bauchemiekonzern Sika, der seine Gewinnprognosen für 2025 senken musste. In Wien büßten voestalpine und Wienerberger bis zu 2,8 Prozent ein.
spa/moe
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