Devisen: Eurokurs vor US-Preisdaten kaum verändert
Der Kurs des Euro
Am Devisenmarkt warten die Anleger auf Daten zur Entwicklung der Verbraucherpreise in den USA, die am Nachmittag auf dem Programm stehen. "Die größte Aufmerksamkeit wird heute wohl den US-Verbraucherpreisen zum Ende des Jahres 2025 zuteilwerden", heißt es in einem Marktkommentar der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Dies gelte insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltenden Drohgebärden der US-amerikanischen Regierung gegenüber der US-Notenbank Fed.
Zuletzt war der Streit um die Unabhängigkeit der Fed eskaliert. Nachdem das US-Justizministerium dem Notenbankchef Jerome Powell mit einer Anklage gedroht hatte, wies Powell die strafrechtlichen Ermittlungen gegen ihn als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve (Fed) zurück.
Nach Einschätzung des Devisenexperten Michael Pfister von der Commerzbank ist für die weitere Entwicklung des Euro-Dollar-Kurses entscheidend, ob die Finanzmärkte nach den Angriffen der US-Regierung auf die Unabhängigkeit der Fed noch an geldpolitische Reaktionen auf eine zu hohe Inflation glauben, oder nicht. In den USA liegt die Inflation derzeit über dem angepeilten Ziel der Notenbank Fed von zwei Prozent. Am Markt wird mit einer Jahresrate von 2,7 Prozent im Dezember gerechnet./jkr/stk
ISIN EU0009652759
AXC0101 2026-01-13/10:06