Aktien Frankfurt Ausblick: Dax läuft in Richtung 25.500 Punkte
Ein weiterer kleiner Gewinn dürfte dem Dax
in seinem Rekordlauf am Dienstag den nächsten
Höchststand bescheren. Unterstützung kommt aus den USA. Anleger
hatten dort ihre erste Nervosität wegen erneuter Sorgen um die
Unabhängigkeit der Notenbank Fed abgelegt und den Leitindizes Dow
Jones Industrial und S&P 500 eine
Fortsetzung der Rekordjagd ermöglicht.
Der X-Dax signalisierte rund eine Stunde vor Beginn
des Xetra-Börsenhandels für den Leitindex ein Plus von 0,1 Prozent
auf 25.441 Punkte, was reichen würde, um das Vortagshoch von etwas
über 25.420 Zählern zu überbieten. Der EuroStoxx 50
wird am Dienstagmorgen um 0,2 Prozent höher erwartet und dürfte
damit seine Rekordrally ebenfalls fortsetzen. Seine Bestmarke
erreichte der Leitindex der Eurozone bei etwas unter 6.020 Punkten.
"Der HDax, der die 110 größten und liquidesten deutschen Aktien
umfasst, ist gestern den 13. Handelstage am Stück gestiegen", hob
Portfoliomanager Thomas Altmann von QC-Partners hervor. Eine so
lange Gewinnserie habe es in der bis 1988 zurückgehenden
Indexhistorie nur einmal, und zwar vor 29 Jahren, gegeben. Im Jahr
1997 war der aus Dax- und MDax - sowie auch aus
TecDax-Werten bestehende Index 13 Handelstage in
Folge gestiegen.
"Es wirkt, als würden ausschließlich positive Nachrichten gelesen,
während negative Nachrichten ausgeblendet werden", resümierte
Altmann und hält den HDax inzwischen für "massiv überkauft". Die an
diesem Tag zunächst in den USA - vor allem mit den Zahlen der
Bankbranchen-Größe JPMorgan - anlaufende
Berichtssaison werde den starken Trend nun untermauern müssen.
"Negative Überraschungen könnten nach den jüngsten Kursgewinnen hart
abgestraft werden." Anlagestrategen Ulrich Stephan von der Deutschen
Bank hält die Berichtssaison sogar für richtungsweisend für den
Ausblick auf das Gesamtjahr.
Obendrein werden an diesem Nachmittag die US-Verbraucherpreise für
Dezember 2025 veröffentlicht. Sie dürften "insbesondere vor dem
Hintergrund der anhaltenden Drohgebärden" der US-amerikanischen
Regierung gegenüber der US-Notenbank Fed besondere Beachtung finden,
erwarten die Experten der Helaba und rechnen nicht mit einem
Nachlassen der Inflation.
Zuvor aber dürfte hierzulande aus dem Dax vor allem der Duft- und
Geschmacksstoffhersteller Symrise mit Nachrichten im
Blick stehen, aber auch Nordex oder Südzucker. Außerdem gibt es
Umstufungen durch Analysten auszuwerten.
Symrise plant den Verkauf seines Terpenen-Geschäfts und schreibt in
diesem Zusammenhang Millionen ab. Zudem werden auch Abschreibungen
auf die Beteiligung Swedencare vorgenommen und es wurde ein
umfangreicher Aktienrückkauf angekündigt. Auf der Handelsplattform
Tradegate gewann das Papier vorbörslich im Vergleich zum
Xetra-Schluss rund 5 Prozent.
Der Ausbau der Windenergie bescherte dem Turbinenbauer Nordex
wie erwartet dicke Auftragsbücher. Der Wert des
Auftragseingangs stieg im vierten Quartal den Angaben zufolge um
knapp zehn Prozent. Im Gesamtjahr legte der Auftragseingang um 22,5
Prozent auf den Rekordwert von 10,2 Gigawatt zu. Die Aktie reagierte
auf Tradegate allerdings nicht.
Südzucker indes wurde weiter vom schwachen
Zuckermarkt belastet. Der Umsatz ging in den ersten neun Monaten des
Jahres um 15 Prozent zurück, der operative Gewinn sank um 60
Prozent. Die Jahresprognose für das laufende Geschäftsjahr 2025/26
(Ende Februar) wurde allerdings bestätigt. Die Aktie gab vorbörslich
leicht nach.
Von frisch ausgesprochenen Kaufempfehlungen dürften Zalando
, Atoss Software sowie PVA Tepla
profitieren. Zudem nahm JPMorgan die Bewertung von
Fuchs SE mit "Overweight" auf. Für SMA Solar
und Continental unterdessen strichen
Analysten ihre Anlageurteile "Buy" und empfehlen nur noch das Halten
der Papiere./ck/zb