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Rohstoffe (Vormittag) - Ölpreise ziehen leicht an / Iran und Venezuela weiter unter Beobachtung - Goldpreis gewinnt 0,08 Prozent

Die Ölpreise sind am Freitag im Frühhandel gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostet 63,03 US-Dollar und damit um 0,03 Prozent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im Februar fiel um 0,12 Prozent auf 58,77 Dollar.

Auf den Preis drückt derzeit die Lage im Ölstaat Iran. Aktuell gehen dort die Massenproteste gegen das Regime trotz wachsender Todeszahlen, exzessiver Drohungen des Sicherheitsapparats und einer nahezu vollständigen Internetsperre weiter.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas ist nun nach eigenen Angaben bereit, neue Sanktionen gegen den Iran vorzuschlagen. Zudem erhöhte US-Präsident Donald Trump den Druck auf die Islamische Republik.

Im Blick bleibt auch die Lage in Venezuela. Trump drängte mittlerweile - nur wenige Tage nach den US-Angriffen in Venezuela - Führungskräfte von US-Ölkonzernen, sich in dem südamerikanischen Land massiv zu engagieren. Gleichwohl dürfte es eine Weile dauern, die marode Ölinfrastruktur von Venezuela, das über die weltweit größten Ölreserven verfügt, wieder aufzubauen.

Mittelfristig dürfte also wieder mehr Öl aus Venezuela auf den Weltmarkt strömen. Für 2025 rechnen Experten wie die Analysten der US-Investmentbank Goldman Sachs gleichwohl ohnehin schon mit einem weltweiten Überangebot, das auf die Preise drücken dürfte.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist etwas gestiegen. Wie das OPEC-Sekretariat am Montag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Freitag 61,20 US-Dollar je Barrel (159 Liter), nach 58,51 Dollar am Donnerstag. Die OPEC berechnet den Korbpreis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.

Der Goldpreis tendierte etwas stärker. Eine Feinunze (31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.591,20 Dollar und damit 0,08 Prozent stärker als am Freitag.

moe/rst

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