ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Rekordjagd an den Börsen reißt nicht ab
Der Aufwärtsdrang an Europas
Aktienmärkten hat sich am Dienstag fortgesetzt. Anleger setzen auf
eine Erholung der Konjunktur im Laufe des Jahres. Der EuroStoxx 50
als Leitindex für die Eurozone erreichte am
Nachmittag bei 5.943 Punkten eine weitere Höchstmarke. Zum
Handelsende stand ein Plus von 0,14 Prozent auf 5.931,79 Punkte zu
Buche. Der marktbreite Stoxx Europe mit 600
Unternehmen aus Europa erreichte ebenfalls eine weitere Höchstmarke.
Auch in Madrid schwang sich der Leitindex Ibex 35 den
dritten Börsentag in Folge zu einem Rekordhoch auf. Eine am Markt
viel beachtete Umfrage unter Einkäufern im spanischen
Service-Gewerbe im Dezember fiel unerwartet gut aus. Die Börse in
Amsterdam meldete ebenfalls eine Höchstmarke.
Außerhalb des Euroraums stieg auch der schweizerische Aktienmarkt
auf ein Rekordhoch. Um 0,56 Prozent auf 13.322,15 Zähler ging es mit
dem SMI nach oben, angetrieben vor allem von den
starken Pharmaaktien Novartis und Roche
.
In London markierte der Leitindex FTSE 100 ebenfalls
eine historische Höchstmarke, auch hier lagen mit GSK
und Astrazeneca Aktien aus der Pharmabranche vorn.
Der "Footsie" gewann am Ende 1,18 Prozent auf 10.122,73 Zähler.
Stärkster Sektor waren die Pharmawerte . Allen voran
gewannen Novo Nordisk 5 Prozent. Die Aktie setzte
damit ihre Erholung fort. In den USA hatte am Vortag der Verkauf des
Abnehmpräparats Wegovy in Tablettenform begonnen, nachdem das
Unternehmen im Dezember die entsprechende Zulassung erhalten hatte.
Papiere des Brauereikonzerns AB Inbev verteuerten
sich um knapp zwei Prozent. Das Unternehmen kauft eine
49,9-prozentige Minderheitsbeteiligung an seinen Dosenwerken in den
USA zurück. Der Rückkauf sei eine risikoarme, ertragssteigernde
Transaktion, schrieb Edward Mundy vom Analysehaus Jefferies.
Nicht gefragt waren dagegen Aktien aus der Finanzwelt. Die Sektoren
Banken , Versicherer und
Finanzdienstleister fanden sich am Ende des
Sektortableaus. Vor allem Banken, aber auch einzelne Versicherer
hatten im vergangenen Jahr zu den großen Gewinnern gezählt. Im neuen
Börsenjahr könnten Anleger auf andere Favoriten setzen./bek/jha/