BÖRSENFLASH - SBO-Aktien nach US-Angriff auf Venezuela gesucht / Aktie rund 8 Prozent im Plus - Trump kündigt milliardenschwere Investitionen in Venezuelas Förderanlagen an
Die Aktien des österreichischen Ölfeldausrüsters SBO haben nach dem US-Angriff in Venezuela die schwache Bilanz des vergangenen Halbjahres wieder ausgebügelt. Nachdem sie in der Spitze mehr als 8 Prozent hochgezogen waren, notierten SBO-Anteile am frühen Nachmittag 7,6 Prozent fester bei 30,55 Euro. Dies war der höchste Stand seit Juli des Vorjahres. Bereits am Freitag hatten die Titel wie auch einige US-Ölwerte stark zugelegt. Für SBO sind die USA ein wichtiger Markt.
US-Präsident Donald Trump kündigte nach der überraschenden Gefangennahme von Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro durch die USA am Wochenende an, dass die US-Konzerne in den kommenden Monaten Milliardenbeträge in den Wiederaufbau des venezolanischen Ölsektors investieren werden.
In Folge verzeichneten die Aktienkurse einiger US-Ölkonzerne im außerbörslichen Geschäft weitere starke Zuwächse. Selbiges galt für die Papiere einiger Mitbewerber der Niederösterreicher. Aktien von SLB (ehemals Schlumberger) und Halliburton wiesen zuletzt Aufschläge im ähnlichen Ausmaß auf wie jene der SBO-Papiere.
US-Präsident Donald Trump kündigte nach der überraschenden Gefangennahme von Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro durch die USA am Wochenende an, dass die US-Konzerne in den kommenden Monaten Milliardenbeträge in den Wiederaufbau des venezolanischen Ölsektors investieren werden.
Korruption, mangelnde Investitionen und die US-Sanktionen haben der Industrie des südamerikanischen Landes schwer zugesetzt. Der Aufwand, die maroden Ölplattformen in Venezuela wieder instand zu setzen, wäre sehr hoch. Für US-Firmen würden sich diese großen Investitionen angesichts der stabilen weltweiten Versorgung und der niedrigen Preise nicht lohnen, sagen Analysten.
Dennoch hob Trump nach der Gefangennahme Maduros hervor, dass sich die USA nun wieder stark im Erdöl-Sektor in Venezuela engagieren wollten: Die großen US-Konzerne würden "reingehen, Milliarden Dollar ausgeben, die schwer beschädigte Infrastruktur reparieren, die Öl-Infrastruktur, und anfangen, Geld für das Land zu machen." Doch würden die US-Sanktionen auf Öl aus Venezuela vorerst "voll in Kraft bleiben".
spa/mik
ISIN AT0000946652 WEB http://www.sbo.co.at
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