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Wiener Börse (Nachmittag) - ATX wenig bewegt / Nvidia-Zahlen überzeugen nicht - Zahlreiche Unternehmensnachrichten sorgen für Bewegung

Die Wiener Börse ist am Donnerstagnachmittag praktisch auf der Stelle getreten. Der ATX gab bis zuletzt 0,03 Prozent auf 4.652 Punkte nach. Der ATX Prime notierte 0,15 Prozent tiefer bei 2.323 Punkten. Auch an den europäischen Leitbörsen gab es nur wenig Bewegung zu sehen.

Quartalszahlen und Ausblick des Chipriesen Nvidia haben die Anleger nicht restlos überzeugt. Im KI-Boom schlägt Nvidia Rekorde, würde aber gern Dutzende Milliarden Dollar mehr Geschäft in China machen.

In Wien lieferten zahlreiche Unternehmensergebnisse Impulse. Der Baukonzern Strabag hat im ersten Halbjahr 2025 kräftig zugelegt. Die Bauleistung erhöhte sich um 7 Prozent auf 8,9 Mrd. Euro, der Auftragsbestand lag Ende Juni bei 28,4 Mrd. Euro - ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte um 58 Prozent auf 129,4 Mio. Euro. Die Aktien der Strabag lagen zuletzt 2,2 Prozent im Minus.

EVN-Aktien büßten nach Zahlen 0,2 Prozent ein. Der Energieversorger hat in den ersten drei Quartalen des Wirtschaftsjahres 2024/25 den Umsatz um 5 Prozent auf 2,36 Mrd. Euro gesteigert, das Konzernergebnis fiel hingegen um 9,4 Prozent auf 434,7 Mio. Euro. Den Ergebnisrückgang begründete die EVN in erster Linie mit deutlich schwächeren Erzeugungsbedingungen für erneuerbare Energie.

Zu den Gewinnern zählten CA Immo mit plus 2,8 Prozent. Der Immobilienkonzern ist im ersten Halbjahr 2025 in die Gewinnzone zurückgekehrt und kündigte ein weiteres Aktienrückkaufprogramm an. Unterm Strich verdiente der Immobilienkonzern 31,3 Mio. Euro nach minus 49,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das in der Immobranche wichtige nachhaltige Ergebnis (FFO I) kletterte im Vergleichszeitraum um 14 Prozent auf 62,9 Mio. Euro nach oben, hatte das Unternehmen am Mittwoch nach Börsenschluss mitgeteilt.

Der Wiener Immobilienentwickler UBM hat im ersten Halbjahr den Konzernverlust nahezu halbiert und die Umsatzerlöse um mehr als ein Drittel gesteigert. Mit über 200 verkauften Einheiten habe man die Zahl des Vergleichszeitraums 2024 mehr als verdoppelt. Anteilsscheine der UBM notierten 0,9 Prozent fester.

Die KTM-Mutter Pierer Mobility hat das erste Halbjahr 2025 trotz massiver Umsatzrückgänge mit einem hohen Gewinn abgeschlossen. Unterm Strich blieb ein Periodenergebnis von 739 Mio. Euro, nach einem Verlust von 172 Mio. Euro im Vorjahr. Die Aktien von Pierer Mobility zogen als bester Wert im prime market um 3,2 Prozent an.

Anteilsscheine von Austriacard rutschten 6,5 Prozent ab. Der Zahlkartenhersteller hat wegen einer deutlichen Abschwächung des türkischen Marktes im ersten Halbjahr 2025 einen Umsatzrückgang um gut 16 Prozent zur Vorjahresperiode auf 163,6 Millionen Euro verbucht. Der Gewinn nach Steuern brach um 78 Prozent auf 2,5 Mio. Euro ein.

spa/sto

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