Wiener Börse (Mittag) - ATX dreht leicht ins Minus / Leitindex gibt 0,15 Prozent nach - Nvidia-Zahlen überzeugen nicht - Zahlreiche Unternehmensnachrichten sorgen für Bewegung
Die Wiener Börse hat sich heute, Donnerstag, zu Mittag mit knapp behaupteter Tendenz präsentiert. Der ATX wurde nach freundlichem Beginn um 12.00 Uhr mit 4.645,99 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 0,15 Prozent. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 0,23 Prozent tiefer bei 2.321,60 Punkten. Auch die europäischen Leitbörsen konnten ihre Zugewinne aus dem Frühhandel nicht halten und drehten zum Teil leicht ins Minus.
Quartalszahlen und Ausblick des Chipriesen Nvidia haben die Anleger nicht restlos überzeugt. Im KI-Boom schlägt Nvidia Rekorde, würde aber gern Dutzende Milliarden Dollar mehr Geschäft in China machen.
In Wien lieferten zahlreiche Unternehmensergebnisse Impulse. Der Baukonzern Strabag hat im ersten Halbjahr 2025 kräftig zugelegt. Die Bauleistung erhöhte sich um 7 Prozent auf 8,9 Mrd. Euro, der Auftragsbestand lag Ende Juni bei 28,4 Mrd. Euro - ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte um 58 Prozent auf 129,4 Mio. Euro. Die Aktien der Strabag lagen zu Mittag 1,7 Prozent im Minus.
EVN-Aktien büßten nach Zahlen 3,6 Prozent ein. Der Energieversorger hat in den ersten drei Quartalen des Wirtschaftsjahres 2024/25 den Umsatz um 5 Prozent auf 2,36 Mrd. Euro gesteigert, das Konzernergebnis fiel hingegen um 9,4 Prozent auf 434,7 Mio. Euro. Den Ergebnisrückgang begründete die EVN in erster Linie mit deutlich schwächeren Erzeugungsbedingungen für erneuerbare Energie.
Der Wiener Immobilienentwickler UBM hat im ersten Halbjahr den Konzernverlust nahezu halbiert und die Umsatzerlöse um mehr als ein Drittel gesteigert. Mit über 200 verkauften Einheiten habe man die Zahl des Vergleichszeitraums 2024 mehr als verdoppelt. Anteilsscheine der UBM notierten 0,5 Prozent schwächer.
Die KTM-Mutter Pierer Mobility hat das erste Halbjahr 2025 trotz massiver Umsatzrückgänge mit einem hohen Gewinn abgeschlossen. Unterm Strich blieb ein Periodenergebnis von 739 Mio. Euro, nach einem Verlust von 172 Mio. Euro im Vorjahr. Die Aktien von Pierer Mobility zogen deutlich um 5,1 Prozent nach oben.
Zu den größeren Gewinnern zählten auch CA Immo mit plus 4,2 Prozent. Die CA Immo ist im ersten Halbjahr 2025 in die Gewinnzone zurückgekehrt. Unterm Strich verdiente der Immobilienkonzern 31,3 Mio. Euro nach minus 49,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das in der Immobranche wichtige nachhaltige Ergebnis (FFO I) kletterte im Vergleichszeitraum um 14 Prozent auf 62,9 Mio. Euro nach oben, hatte das Unternehmen am Mittwoch nach Börsenschluss mitgeteilt.
Anteilsscheine von Austriacard rutschten 3,6 Prozent ab. Der Zahlkartenhersteller hat wegen einer deutlichen Abschwächung des türkischen Marktes im ersten Halbjahr 2025 einen Umsatzrückgang um gut 16 Prozent zur Vorjahresperiode auf 163,6 Millionen Euro verbucht. Der Gewinn nach Steuern brach um 78 Prozent auf 2,5 Mio. Euro ein.
ger/mik
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