Österreichische Staatsanleihen im Späthandel gefallen / Rendite der zehnjährigen Benchmark-Anleihe auf 3,06 Prozent gestiegen
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen sind am Dienstag im Späthandel gesunken. Im Gegenzug stiegen die Renditen. Jene der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe legte um 6 Basispunkte auf 3,06 Prozent zu. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe lag bei 30 Basispunkten. Der Euro-Bund-Future fiel um 0,4 Prozent auf 129,1 Punkte.
Die Verbraucherpreise in den USA sind im Juli im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2,7 Prozent gestiegen. Experten hatten im Vorfeld einen etwas höheren Anstieg erwartet. Die weniger schwankungsanfällige Kernrate, ohne Lebensmittel und Energie, betrug 3,1 Prozent. Die Daten sind vor allem mit Blick auf die Zinspolitik der US-Notenbank Fed von Bedeutung.
"Von einem massiven Preisschub ist weiterhin wenig zu sehen. Die US-Notenbank wird damit wohl im September die Zinsen senken", schrieben die Analysten der Commerzbank in einer ersten Reaktion auf die Daten.
Die Konjunkturerwartungen der Finanzexperten in Deutschland haben sich im August stärker als erwartet eingetrübt. Das Stimmungsbarometer des Forschungsinstituts ZEW fiel gegenüber dem Vormonat um 18 Punkte auf plus 34,7 Punkte, wie am Vormittag bekannt wurde.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,09 2,02 +0,07 10 5 Jahre 2,47 2,44 +0,03 14 10 Jahre 3,06 3 +0,06 30 30 Jahre 3,76 3,69 +0,07 46
spo/mik