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Hohla: Tageskommentar Devisen und Zinsen

Devisen

EUR zum USD wieder erholt Die US Verbraucherpreise sind seit einem halben Jahr durch höhere Energiekosten um 0,3 % gestiegen. Wegen der Rezession wird der Preisdruck niedrig bleiben. Der EUR/USD ist durch anhaltende Ängste wegen einer Verstaatlichung von US Banken wieder deutlich gestiegen. Von 1,2760 auf 1,2940 reichte die Bewegung. Aussichten: Mangels fehlender Wirtschaftsdaten wird sich der Handel heute auf die Charttechnik konzentrieren. Der seit Mitte Dezember bestehende Abwärtstrend wurde heute Nacht verlassen. Der nächste markante Widerstand liegt bei 1,2940.

CHF weiter fest Die massiven Aktienverluste (Dax - 4,8 %) dürften zur CHF Stärke beitragen. Am Freitag verlor EUR/CHF von 1,4980 auf 1,4765. Aussichten: Heute sollte EUR/CHF zwischen 1,4800 und 1,4940 notieren.

EUR/JPY über 120 Entgegen den Verlusten auf den Aktienmärkten ist der EUR/JPY von 118,30 auf 120,30 gestiegen. Diese Gegenbewegung im Abwärtstrend hat den nächsten Widerstand bei 122,15. Unterstützung liegt bei 119,40.

Zinsen

Wirtschaftsdaten zeigen Rezession Der morgige deutsche IFO Index dürfte sich auf niedrigem Niveau stabilisieren. Die Beurteilung der aktuellen Lage dürfte sinken. Auch die Vorgaben für die deutschen Arbeitsmarktdaten (Donnerstag) sind nicht rosig. Aus den USA erwarten wir neue Zahlen zum Immobilienmarkt. Diese sollten wie das Verbrauchervertrauen die katastrophale Lage der US Wirtschaft ausdrücken. Am Freitag folgt das Bruttoinlandsprodukt des 4. Quartals und am Mittwoch spricht FED Chef Bernanke vor dem Kongress. Die Schwere der Rezession, die Deflationsgefahren und die expansive Geldpolitik werden auf der Agenda stehen.

Gier nach Gold steigt Die Flucht in Gold als sicherer Hafen ist das Resultat aus Wirtschaftskrise und Zukunftsängsten. Am Freitag wurde mit 1001,8 die magische Marke von 1000 USD pro Unze überschritten. Das Allzeithoch vom März 2008 mit 1067 USD/Unze liegt in Reichweite. Einige Goldfonds halen inzwischen größere Bestände als manche Zentralbanken. Eine Umkehr des Aufwärtstrends ist derzeit nicht in Sicht.