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News aus dem Börse Express PDF vom 31.10.2023 (Charts zum Fürchten - News von ams-OSRAM, AT&S, CA Immo, Frequentis, OMV, RHI Magnesita, Rosenbauer - Inflation fällt, in Österreich aber weniger - ESG von zwei Seiten… )

Charts zum Fürchten

Es ist wieder Halloween und damit die Zeit für die gruseligsten Charts der Finanzwelt vom M&G Anleiheteam. Vom Inflationsgespenst, Wirtschaftsschwäche, Finanzierungskosten ... Mehr dazu hier.

 

Soll / Ist OMV erzielte im 3. Quartal des Geschäftsjahrs 2023 einen Umsatz von 9,47 Milliarden Euro (-45%), ein EBITDA von 1,97 Mrd. Euro (-52%) ein EBIT von 1,33 Mrd. (-62%) und einen Überschuss (nach Minderheiten) von 474 Mio. Euro (-43%) - entsprechend 1,45 Euro je Aktie (nach 2,55). Bloomberg-Konsens-Analysten-Schätzung für den Umsatz lag bei 10,99 Mrd. Euro, das EBITDA bei 2,15 Milliarden, das EBIT bei 1,51 Mrd. und der Überschuss wurde mit 553,3 Millionen erwartet. In Summe der ersten drei Quartale ergibt sich ein Umsatz von 29,42 Mrd. Euro (-38%), ein EBITDA von 6,5 Mrd. Euro (-39%), ein EBIT von 4,59 Mrd. (-49%) und einen Überschuss von 1,24 Mrd. Euro (-63%) - entsprechend 3,80 Euro je Aktie (nach 10,18). Aktuell gibt es von Analysten 13x Kaufen, 2x Halten und 7x Verkaufen als Empfehlung bei einem mittleren Kursziel von 49,9 Euro - Potenzial: plus 26 Prozent.

 

Dekarbonisierung und ­erneuerbare Energien

Der amerikanische Investor Warren Buffet trennte sich bereits 2017 von Aktien des größten Erdölförderers der Welt Exxon Mobil und des drittgrößten Erdölunternehmens der USA Conoco Philipps. Die Allianz gab vor einigen Jahren bekannt, dass keine Investitionen in traditionelle Energieträger mehr stattfinden sollen und auch der norwegische Staatsfonds fährt solche Positionen weiter zurück, obwohl ein Großteil des Wohlstandes der norwegischen Bevölkerung aus diesem Bereich stammt. Bei einer konsequenten Umsetzung dieser Dekarbonisierung in internationalen Wertpapierportfolien, wurde immer wieder die Zahl von 22 Billionen US-Dollar in „Stranded Assets“ genannt. Also nicht mehr investierbare Anlagesegmente. Auch, wenn solche Umstrukturierungen schon aus Gründen der Portfoliosteuerungen über mittelfristige Zeiträume erfolgen, stiegen in der Folge die Volumina bei Investments in erneuerbare Energieträger und die Kurse der entsprechenden Unternehmensanteile zogen an.

 

Wasserstofftechnologien auf dem Vormarsch

Der politische Wille zur Umsatzsteigerung im ­Wasserstoffsektor ist nach wie vor stark ausgeprägt. Es ist wichtig zu ­erkennen, dass durch Skaleneffekte und ­verbesserte Produktionsmethoden... die ­Rentabilität der Unternehmen steigen wird.

 

Beiersdorf-Zertifikate mit bis zu 11%-Chance und 26% Sicherheitspuffer

Das BNP Paribas-Bonus-Zertifikat mit Cap (ISIN: DE000PE9V872) auf die Beiersdorf-Aktie mit Barriere bei 90 Euro, Bonuslevel und Cap bei 140 Euro, BV 1, Bewertungstag 20.12.24, konnte beim Aktienkurs von 121,95 Euro mit 126,16 Euro erworben werden. Verbleibt die Beiersdorf-Aktie bis um Bewertungstag permanent oberhalb der Barriere von 90 Euro, dann wird das Zertifikat mit dem Höchstbetrag von 140 Euro zurückbezahlt.

Das BNP Paribas-Discount-Zertifikat auf die Beiersdorf-Aktie (ISIN: DE000PC0F9P2), BV 1, Bewertungstag 20.12.24, mit Cap bei 115 Euro konnten Anleger beim Aktienkurs von 121,95 Euro mit 104,42 Euro kaufen. Somit ist das Zertifikat im Vergleich zum direkten Aktienkauf mit einem Abschlag (Discount) von 14,37 Prozent günstiger als die Aktie zu bekommen.

 

Trading-Idee: E.ON - gelingt der Durchbruch?

Trading-Idee: BMW: Verlustserie setzt sich fort

Trading-Idee: McDonald's - Erneuter Abpraller

Trading-Idee: Silber - Chance auf Bodenbildung

Trading-Idee: Vonovia: Seitwärtsrange weiter intakt

 

Life Style

Promis für „Licht ins Dunkel“

Linz: Erfolgsshow„Afrika Afrika“

 

MIX

»Analysen zu österreichischen Aktien. M.M. Warburg stuft Rosenbauer neu mit der Empfehlung Kaufen ein - und nennt 36,0 Euro als Kursziel.Letzter Schlusskurs: 30,3 Euro - durchschnittliches Kursziel: 40,4 Euro.< »ams-OSRAM hat im dritten Quartal erneut einen Umsatz- und Gewinneinbruch erlitten. Der Umsatz sank um ein Viertel auf 904 Millionen Euro. Das um Sondereffekte bereinigte EBIT fiel um etwas mehr als ein Fünftel auf 71 Millionen Euro. Trotz des Rückgangs schnitt der Konzern etwas besser ab als befürchtet. Für das vierte Quartal erwartet das Unternehmen einen Umsatz von 850 bis 950 Millionen Euro. Die bereinigte Ebit-Marge soll zwischen 5 und 8 Prozent liegen. Unter dem Strich stand ein (unbereinigter) Verlust von 55 Millionen Euro nach einem Minus von 370 Millionen im Vorjahr. »AT&S. Laut Bloomberg-Meldung erhöhte Marble Bar AM die Netto-Short-Position um 18,94% auf nun 1,57 Prozent des Aktienkapitals. Die offiziell gemeldeten Leerverkaufspositionen machen insgesamt 2,67% des Kapitals aus.< »CA Immo. Heute ist Nachweisstichtag für die ao HV am. 10.11.< »Frequentis. NAV CANADA, die kanadische Flugsicherung, hat Frequentis ausgewählt, sein innovatives und standardisiertes (ED137-konform) X10 Sprachvermittlungssystem (VCS) für den landesweiten Flugsicherungsbetrieb zu liefern. Dieses Projekt stellt eine der weltweit größten Installationen eines Sprachkommunikationssystems mit Funk-/Telefon-Gateways dar und verbessert die Kommunikation im gesamten kanadischen Luftraum. Das Frequentis X10 wird mit über 3.500 VHF (very high frequency)-Funkanlagen verbunden.< »OMV I. Der Aufsichtsrat hat Reinhard Florey als Finanzvorstand der OMV Aktiengesellschaft wiederbestellt. Die aktuelle Funktionsperiode verlängert sich bis 30. Juni 2025 mit einer Verlängerungsoption bis 30. Juni 2027 mit beidseitiger Zustimmung. Reinhard Florey ist seit 1. Juli 2016 Finanzvorstand der OMV.< »OMV (II) gibt die finale Investitionsentscheidung für den Bau einer von Interzero entwickelten innovativen Sortieranlage zur Herstellung von Rohstoffen für das chemische Recycling bekannt. Insgesamt wird die OMV über 170 Mio. Euro in den Bau dieser Anlage im süddeutschen Walldürn investieren. Die OMV wird 89,9 Prozent der Anteile an dem Joint Venture halten und 10,1 Prozent der Anteile entfallen auf Interzero, dem in Europa führenden Anbieter für Kreislauflösungen. Der Produktionsstart der neuen Anlage soll 2026 erfolgen.< »RHI Magnesita erhöht die Gewinnprognose für 2023 leicht. Die Gesamtjahr-Prognose für das bereinigte EBITA wird laut Trading Statement" von 360 Mio. Euro auf mindestens 380 Mio. Euro erhöht. Die EBITA-Marge war mit 11,2 Prozent im dritten Quartal nach 11,6 Prozent im ersten Halbjahr 2023 rückläufig. Die Prognoseerhöhung begründete der Feuerfestkonzern mit einem starken EBITA im dritten Quartal, M&A-Synergien, die die Ziele im bisherigen Jahresverlauf übertrafen, sowie eines saisonal bedingt höheren erwarteten Volumens für Q4 bei Zement und Kalk. »Internationale Unternehmensnews. Trotz anhaltender Schwäche auf dem US-Markt ist die weltgrößte Brauerei AB Inbev im dritten Quartal auf Wachstumskurs geblieben. Obwohl der Absatz weltweit zurückging, stieg der Umsatz um 3,2 Prozent auf rund 15,6 Milliarden US-Dollar (14,7 Mrd Euro). Unter dem Strich verdiente AB Inbev mit 1,47 Milliarden Dollar 2,7 Prozent mehr. Der Chemiekonzern BASF bekommt wie die gesamte Branche die schleppende Nachfrage weltweit zu spüren. Unter dem Strich machte der Konzern wegen seiner Öl- und Gastochter Wintershall einen Verlust. Für das laufende Jahr wird der Chemiekonzern vorsichtiger und erwartet nur noch ein Erreichen der unteren Bandbreite der Prognose. Im dritten Quartal sank der Umsatz um 28,3 Prozent auf 15,7 Milliarden Euro, das EBIT vor Sondereinflüssen ging um 57,3 Prozent auf 575 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich fiel auf die Aktionäre ein Verlust von 249 Millionen Euro an. Im Vorjahreszeitraum gab es einen Gewinn von 909 Millionen Euro. Die spanische Großbank BBVA hat im dritten Quartal erneut von den höheren Zinsen profitiert. Der stark gestiegene Überschuss im Kredit- und Spargeschäft konnte damit die Verluste in der Türkei und eine höhere Risikovorsorge mehr als kompensieren. Der Gewinn stieg um 13 Prozent auf etwas mehr als zwei Milliarden Euro. Der britische Ölkonzern BP musste im dritten Quartal wie viele Konkurrenten einen Gewinnrückgang hinnehmen, wenngleich auf hohem Niveau. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn lag mit 3,3 Milliarden britischen Pfund (3,77 Mrd Euro) deutlich über dem Wert des zweiten Jahresviertels, aber 60 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Experten hatten allerdings mit mehr als 4 Milliarden gerechnet. Vor einem Jahr hatten Ölkonzerne an hohen Rohstoffpreisen infolge des russischen Einmarschs in die Ukraine prächtig verdient. Nun aber habe das Gashandelsgeschäft belastet. Angekündigt ist ein weiter Aktienrückkauf in Höhe von 1,5 Milliarden Pfund. Der Lkw- und Zugbremsenhersteller Knorr-Bremse hat im dritten Quartal einen Sprung bei Umsatz und operativem Gewinn hingelegt. Der Gesamterlös stieg, getrieben von beiden Segmenten, um gut acht Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Das EBIT übertraf mit 223 Millionen Euro den Vorjahreswert um gut elf Prozent. Der Saatguthersteller KWS Saat trennt sich vom Geschäft mit Maissaaten in China. Der 49-Prozent-Anteil am dortigen Gemeinschaftsunternehmen geht an den Joint-Venture-Partner Kenfeng. Der Verkaufserlös belaufe sich auf einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. Der Verkauf erfolgt insbesondere wegen veränderter Rahmenvorgaben durch Behörden. Die Online-Apotheke Redcare Pharmacy (früher Shop Apotheke) ist dank Sparmaßnahmen deutlich profitabler geworden. Das um Sondereffekte bereinigte Ebitda verbesserte sich in den drei Monaten bis Ende September von etwas mehr als einer Million auf rund 15 Millionen Euro. Mit dem Ergebnis übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Experten. Der Umsatz kletterte um 67 Prozent auf 476 Millionen Euro. Nach erneutem Verlust im Chipgeschäft hat der Elektronikriese Samsung im dritten Quartal 2023 wieder deutliche Gewinneinbußen verzeichnet. Der Überschuss fiel im Jahresvergleich um 38 Prozent auf 5,8 Billionen Won (4,1 Milliarden Euro), wie der Marktführer bei Speicherchips und Smartphones bei der Vorlage detaillierter Quartalszahlen mitteilte. Beim Umsatz verbuchte Samsung einen Rückgang um 12 Prozent auf 67,4 Billionen Won (47,16 Milliarden Euro). Der Autokonzern Stellantis hat von den wochenlangen Streiks in Nordamerika deutliche Blessuren davongetragen. Der Vielmarkenkonzern bezifferte die Belastung des Nettoumsatzes im Vergleich mit der eigentlich geplanten Produktion auf rund 3 Milliarden Euro bis inklusive Oktober. Erst am Wochenende hatte Stellantis in den Verhandlungen mit der US-Autogewerkschaft UAW einer Gehaltserhöhung von 25 Prozent für die Belegschaft über mehrere Jahre zugestimmt. Am Montag gab es auch eine Einigung in Kanada. Konzernabsatz und -umsatz stiegen im dritten Quartal trotz der Streiks. In den Monaten Juli bis September steigerte das Unternehmen die Auslieferungen um elf Prozent auf 1,4 Millionen Fahrzeuge. Der Umsatz kletterte um sieben Prozent auf 45,1 Milliarden Euro. Das war mehr als von Analysten erwartet. Der Softwareanbieter Teamviewer hat im dritten Quartal mehr Gewinn im Tagesgeschäft gemacht als erwartet. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen kletterte um 19 Prozent auf 70,3 Millionen Euro. Der Umsatz legte um zehn Prozent auf 158,1 Millionen Euro zu. Der britische Telekomkonzern Vodafone will sein kriselndes Spanien-Geschäft wie erwartet in einem Milliardendeal losschlagen. Für insgesamt fünf Milliarden Euro soll die Sparte komplett an die Londoner Beteiligungsgesellschaft Zegona Communications gehen< »(Inter)nationale Konjunkturnews. Die Inflation in Österreich ist laut Schnellschätzung der Statistik Austria im Oktober auf 5,4 Prozent gesunken, nach 6 Prozent im September. Es handelt sich dabei um den niedrigsten Stand seit Jänner 2022. Die Stimmung in Chinas großen und staatlichen Industriebetrieben hat sich im Oktober eingetrübt. Wie das Pekinger Statistikamt mitteilte, sank der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe im Vergleich zum Vormonat von 50,2 auf 49,5 Punkte. Die Teuerung in der Eurozone hat sich im Oktober deutlich abgeschwächt. Die Jahresinflationsrate fiel von 4,3 Prozent im Vormonat auf 2,9 Prozent. In der Eurozone ist die Wirtschaftsleistung im Sommer überraschend geschrumpft. Im dritten Quartal sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Vorquartal um 0,1 Prozent gesunken, teilte das Statistikamt Eurostat nach einer ersten Schätzung mit. Volkswirte hatten im Schnitt eine Stagnation erwartet. Im zweiten Quartal hatte die Wirtschaft noch um 0,2 Prozent zugelegt. Im ersten Quartal und im vierten Quartal 2022 hatte die Wirtschaft stagniert. Japans Zentralbank hat ihre Billiggeldpolitik in Reaktion auf die steigenden Preise und die andauernde Schwäche des Yen erneut angepasst. Die Bank of Japan (BoJ) beschloss ihr Programm zur Steuerung der sogenannten Renditekurve noch flexibler zu handhaben. Mit ihrer zweiten Anpassung innerhalb von drei Monaten entschied die Zentralbank, 1,0 Prozent als neuen Referenzpunkt für die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen zu verwenden. Die bisherige Vorgabe, dass die Renditen um plus oder minus 0,5 Prozent schwanken sollten, ließen die Notenbanker fallen.< »Internationale Analysenews. Jefferies hat das Kursziel für Apple von 220 auf 195 US-Dollar gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Goldman Sachs hat Kering von "Buy" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 670 auf 470 Euro gesenkt.

Relevante Links: OMV AG, Rosenbauer International AG, ams-OSRAM AG, AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG, CA Immobilien Anlagen AG, Frequentis AG, RHI Magnesita NV, BASF SE, Knorr-Bremse AG, KWS Saat SE & Co. KGaA, Redcare Pharmacy N.V., TeamViewer AG, Apple Inc., Beiersdorf AG, E.ON SE, BMW AG, Vonovia SE