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US-Börsen - Wirtschaftsdaten stützen - Ölpreis belastet
Die New Yorker Aktienbörsen haben am Dienstag ihren ersten Handelstag mit Gewinnen beendet. Der Dow Jones gewann 119,16 Einheiten oder 0,60 Prozent auf 19.881,76 Zähler. Die bisher noch nie erreichte Marke von 20.000 Punkten rückt wieder in greifbare Nähe.
Der 500 ausgewählte US-Unternehmen fassende S&P-500 Index legte um 19,00 Punkte (plus 0,85 Prozent) auf 2.257,83 Zähler zu. Der Technologieindex Nasdaq Composite Index stieg 45,97 Einheiten oder 0,85 Prozent auf 5.429,08 Zähler.
Zunächst hatten aktuelle Stimmungsdaten zur US-Industrie und Angaben zu den Bauinvestitionen im November die Märkte gestützt. Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Dezember fiel mit einer Steigerung auf 54,7 Punkten besser als erwartet aus. Auch die Bauausgaben sind im November um 0,9 Prozent zum Vormonat und damit stärker als erwartet gestiegen.
Allerdings wurden die Indizes im Verlauf von deutlich gesunkenen Ölpreisen in Mitleidenschaft gezogen. Nachdem wichtige Rohstoffbörsen am Montag wegen des Jahreswechsels noch geschlossen waren, führt der noch dünne Handel zu deutlichen Kursausschlägen. Zusätzlich wächst die Skepsis gegenüber der angekündigten Produktionskürzung des Ölkartells Opec und weiteren Förderländern. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 55,65 xUS-Dollar.
Bei den Einzelwerten rutschten die Papiere von Nike mit plus 2,26 Prozent als Spitzenreiter im Dow Jones ins neue Handelsjahr. Im Vorjahr hatten die Aktionäre des Sportartikelherstellers noch fast 19 Prozent Verlust verkraften müssen.
Daneben rückte die Automobilbranche aufgrund eines neuen Tweets des designierten US-Präsidenten Donald Trump in den Fokus. Er kritisierte den US-Autobauer General Motors (GM) für die Einfuhr von in Mexiko hergestellten Autos. Gleichzeitig drohte er für solche Fälle künftige Zusatzsteuern an. Immer mehr Händler beklagen die Kommunikationskultur Trumps - er nutze Twitter als seine "Mobbing-Kanzel", hieß es am Markt. Die GM-Aktien legten dennoch 0,9 Prozent zu.
In Reaktion darauf streicht Ford eine geplante Milliardeninvestition in Mexiko. Ein 1,6 Mrd. Dollar (1,53 Mrd. Euro) teures Werk in San Luis Potosi werde nicht gebaut, erklärte der zweitgrößte US-Autobauer. Statt dessen sollen 700 Mio. Dollar in ein Werk im US-Bundesstaat Michigan investiert werden. Die Ford-Titel gewannen deutlich 3,8 Prozent.
(Forts.) mad
ISIN US78378X1072 US6311011026 US2605661048
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