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US-Börsen - Dow Jones fällt wieder unter 18.000 Punkte


Die New Yorker Aktienbörsen haben am Donnerstag schwächer geschlossen. Der Dow Jones verlor 113,75 Einheiten oder 0,63 Prozent auf 17.982,52 Zähler.

Der 500 ausgewählte US-Unternehmen fassende S&P-500 Index gab 10,92 Punkte (minus 0,52 Prozent) auf 2.091,48 Zähler ab. Der Technologieindex Nasdaq Composite Index fiel um 2,24 Einheiten oder 0,05 Prozent auf 4.945,89 Zähler.

Marktteilnehmer verwiesen vorrangig auf Gewinnmitnahmen bezüglich der Verluste, auch die rund zwei Prozent billigeren Ölpreise hätten demnach belastet. Bisher ist die US-Berichtssaison gut gelaufen, hatte der Dow Jones doch seit ihrem inoffiziellen Beginn am 11. April zwischenzeitlich über 500 Punkte zugelegt und die Marke von 18.000 Punkten erstmals seit Juli 2015 wieder geknackt. Ein Teil dieser Rally wurde wohl auch von der Erholung der Ölpreise und nicht bloß von überzeugenden Unternehmensergebnissen gefördert.

Aktuelle Konjunkturdaten fielen unterdessen durchwachsen aus: Das Geschäftsklima in der Region Philadelphia hatte sich im April überraschend deutlich eingetrübt. Auch der Index der Frühindikatoren war im März etwas schwächer aus als erwartet ausgefallen. Die wöchentlichen Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe hingegen war stärker als prognostiziert gesunken und sind auf ihrem niedrigsten Stand seit 1973 angelangt.

Im Dow Jones notierten die Aktien von American Express mit einem Plus von 0,91 Prozent im Spitzenfeld. Der Kreditkartenanbieter schaffte sein erstes Umsatzplus seit fünf Quartalen. Die Gesamteinnahmen sind im abgelaufenen Vierteljahr um 1,7 Prozent auf 8,09 Milliarden Dollar gestiegen.

Mit Visa wird ein weiterer großer US-Kreditkartenanbieter nachbörslich seine Zahlen veröffentlichen. Die Aktie büßte im Vorfeld dessen 0,44 Prozent ein. Im technologielastigen Nasdaq-Index stiegen die Aktien von Microsoft und Alphabet, dem Mutterkonzern der Suchmaschine Google, zwischen 0,3 und 0,6 Prozent. Auch diese beiden Konzerne werden nachbörslich Zahlen bringen.

Unter Druck gerieten hingegen die Anteilsscheine von Verizon, die 3,32 Prozent verloren und damit zu den schwächsten Werten im Dow Jones gehörten. Der Telekomkonzern hat seinen Gewinn im vergangenen Quartal um 2,1 Prozent auf 4,43 Mrd. Dollar gesteigert.

Abgeschlagenes Schlusslicht im Dow Jones waren jedoch die Aktien des US-Versicherers Travelers, sie knickten nach Zahlen um 6,05 Prozent ein. Bei dem reinen Schadens- und Unfallversicherer waren die Ergebnisse je Aktie im ersten Quartal mit 2,30 Dollar rund 10 Prozent unter denen des Vorjahres

Die Zahlen von General Motors wurden am Markt positiv aufgenommen. Dank weiterhin gut laufender Geschäfte in Nordamerika hat der größte US-Autohersteller seinen Nettogewinn zu Jahresanfang auf zwei Mrd. Dollar mehr als verdoppelt. Das Unternehmen profitierte am Heimatmarkt vor allem von der starken Nachfrage nach Geländewagen und Pick-up-Trucks. Die GM-Aktie stieg im S&P-500 um 1,37 Prozent.

(Forts.) emu

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