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Espresso: DB Morning Daily: US-Dollar fällt auf breiter Basis zurück

FX Market Outlook

Der US-Dollar ist am Donnerstag auf breiterer Basis zurückgefallen, nachdem das Sitzungsprotokoll des letzten US-Notenbanktreffens enthüllt hatte, dass die US-Währungshüter angesichts der Unsicherheit über die weltwirtschaftliche Entwicklung geneigt sind, die Zinsen nur sehr vorsichtig anzuheben. Der Euro erreichte gegenüber der amerikanischen Währung bei 1,1454 ein frisches Fünfeinhalbmonatshoch, während der US-Dollar zum Britischen Pfund angesichts der Unsicherheit über den drohenden Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Gemeinschaft weiter zugelegte.

 

Auch gegenüber dem Japanischen Yen drückten die schwachen US-Zinsaussichten den Kurs auf ein frisches 17-Monatstief. USD/CHF erreichte bei 0,9517 ein Fünfeinhalbmonatstief. USD/NOK fiel wieder in Richtung seines am 1. April 2016 bei 8,2590 erreichten Fünfeinhalbmonatstiefs zurück. Die norwegische Industrieproduktion ist im Februar um 0,4% im Monatsvergleich gestiegen, nach einem Anstieg um 0,1% im Vormonat. USD/PLN konsolidiert weiterhin sein am 1. April 2016 bei 3,7015 erreichtes Fünfmonatstief. Die polnische Notenbank hat am Mittwoch ihren Leitzins wie von Analysten im Konsens erwartet unverändert auf dem Rekordtief von 1,50% belassen.

 

FX-Quickcheck: EUR/USD

 

In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf 267.000 im Vorwochenvergleich gesunken. Erwartet wurde ein Rückgang auf 271.000 Anträgen, nach 276.000 zuvor. Die Zahl der fortgesetzten Anträge auf Arbeitslosenhilfe ist hingegen im Vorwochenvergleich auf 2,19 Mio. gestiegen. Erwartet wurden hier 2,17 Mio. Anträge, nach 2,17 Mio. zuvor. Der US-Arbeitsmarkt zeigt sich damit weiterhin sehr stabil.

 

EUR/USD trifft an den Tiefs vom 24. März 2016 bei 1,1143 und 16. März 2016 bei 1,1056 auf die nächsten wichtigen Unterstützungen. Die nächsten wichtigen Widerstände finden sich am Hoch vom 15. Oktober bei 1,1495 und am Hoch vom 24. August 2015 bei 1,1713.

 

FX-Quickcheck: EUR/JPY

 

Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe warnt immer eindringlicher vor einem Abwertungswettlauf, nicht zuletzt, weil der US-Dollar zum Yen jüngst auf den niedrigsten Stand seit anderthalb Jahren gefallen ist. Die Aufwertung des Yen hat sich zu Jahresbeginn 2016 noch beschleunigt, nachdem die US-Notenbank signalisierte, die US-Leitzinsen nur langsam anheben zu wollen. Japans Geldpolitik kommt aus dieser Zinsfalle offenbar nicht mehr heraus. Die Einführung negativer Einlagenzinsen durch die Bank of Japan, die eigentlich eine Abschwächung des Yen bewirken sollte, hat nicht die erhofften Folgen gehabt.

 

EUR/JPY trifft an den Tiefs vom 1. März 2016 bei 122,08 und 25. März 2013 bei 118,75 auf die nächsten markanten Unterstützungen. Die nächsten wichtigen Widerstände lassen sich an den Hochs vom 31. März 2016 bei 128,22 und 29. Januar 2016 bei 132,38 lokalisieren.

 

FX-Quickcheck: EUR/GBP

 

Die Häuserpreise in Großbritannien ziehen mit dem Frühjahrsbeginn wieder an. Dem Halifax-Hauspreisindex zufolge sind sie im März um 2,6% im Vergleich zum Vormonat gestiegen. Erwartet wurde ein Zuwachs von 1,1% nach -1,4% im Vormonat. Von einer gedämpften Kauflust angesichts eines möglichen Austritts Großbritanniens aus der EU ist dem Anschein nach am Immobilienmarkt wenig zu spüren. Dabei macht sich die britische Geldpolitik wegen der Brexit-Gefahr bereits Sorgen. Die Bank of England befürchtet, dass die Kaufbereitschaft der Briten gedämpft werden könnte.

 

EUR/GBP sieht sich am Hoch vom 29. Mai 2014 bei 0,8152 und am Hoch vom 29. April 2014 bei 0,8259 den nächsten wichtigen Widerständen gegenüber. Die nächsten wichtigen Unterstützungen liegen am Tief vom 29. März 2016 bei 0,7828 sowie am Tief vom 10. März 2016 bei 0,7650

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