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Espresso: DB Morning Daily: China im Brennpunkt

FX Market Outlook

Chinas Außenhandel steckt in einer tiefen Krise. Die Umsatzerlöse der chinesischen Exporteure sind im Februar so stark gefallen wie seit vielen Jahren nicht mehr. Sie seien um 25,4% auf 126,2 Mrd. US-Dollar gesunken, teilte die Zollverwaltung in Peking mit. Es war der stärkste Rückgang seit Mai 2009. Gerechnet wurde zuvor nur mit einem Minus von durchschnittlich 12,5%. Im Januar waren die Exporte um 11% zurückgegangen. Demgegenüber gaben die Importe von Waren im Februar in der Jahresrechnung um knapp 14% nach. Der Überschuss im Handel mit dem Ausland belief sich damit auf einen Gegenwert von 32,6 Mrd. US-Dollar. Das sind rund 46% weniger als vor einem Jahr.

Auffällig ist die Entwicklung bei den Ausfuhren in die ASEAN-Region. Diese brachen im Februar um 33,4% ein, nach -17,9% im Januar. In die USA verschickte China 23,1% weniger Waren, nach zuvor -11,2%. Auch die Nachfrage vom wichtigen Handelspartner EU schwächelte mit -19,8% im Februar weiter. Der Einbruch beim Export zeigt, wie schwer es Chinas Regierung angesichts des stockenden Welthandels hat, die eigenen Wachstumsziele zu erreichen. Ohne den kurzfristigen Konjunkturimpuls vom Außenhandel wird man im Reich der Mitte verstärkt auf die Binnennachfrage setzen müssen. Zum Auftakt des laufenden Nationalen Volkskongresses hatte die politische Führung bereits darauf hingewiesen, mehr Schulden machen zu wollen.

FX-Quickcheck: EUR/USD

Die Stimmung US-amerikanischer Kleinunternehmer hat sich im Februar überraschend eingetrübt. Der monatlich von der National Federation of Independent Business (NFIB) erhobene Small Business Optimism Index verbuchte im Berichtsmonat einen Rückgang um 1,0 Punkte auf 92,9 Punkte - der niedrigste Wert seit Februar 2014. Analysten hatten im Konsens hingegen mit einem Anstieg auf 94,5 Punkte gerechnet, nachdem der Index im Januar bei 93,9 Punkten notiert hatte. Zudem liegt der Wert weiterhin unterhalb seines langjährigen Durchschnitts von 97,9 Punkten.

 

EUR/USD trifft am Tief vom 5. Januar 2016 bei 1,0709 auf die nächste wichtige Unterstützung. Der nächste markante Widerstand findet sich am Hoch vom 11. Februar 2016 bei 1,1376.

FX-Quickcheck: EUR/JPY

Die wirtschaftlichen Aussichten für Japan haben sich zu Jahresbeginn weiter eingetrübt. Der Index der Frühindikatoren sank im Januar auf 101,4 Punkte, wie die japanische Regierung am Montag mitteilte. Volkswirte der Banken hatten im Konsens lediglich mit einem Rückgang auf 101,6 Punkte gerechnet, nach 101,8 Punkten im Vormonat Dezember (revidiert von 102,1 Punkten). Der Index der gleichlaufenden Indikatoren, der die aktuelle wirtschaftliche Situation abbildet, stieg im Berichtszeitraum hingegen von 110,9 Punkten auf 113,8 Punkte.

EUR/JPY trifft am Tief vom 25. Februar 2013 bei 118,75 auf die nächste markante Unterstützung. Der nächste wichtige Widerstand lässt sich am Hoch vom 16. Februar 2016 bei 128,15 lokalisieren.

FX-Quickcheck: EUR/GBP

Der Überschuss in der japanischen Leistungsbilanz ist im Januar saisonbereinigt überraschend deutlich auf 1.490 Mrd. Yen gesunken. Erwartet worden war im Konsens ein Rückgang auf lediglich 1.654 Mrd. Yen, nach 1.690 Mrd. Yen im Dezember. Nach dem anhaltenden Strom schlechter Nachrichten hat sich auch die Stimmung eingetrübt. Das Economy Watchers Sentiment für Japan ist im Februar auf 44,6 Punkte zurückgegangen, nach 46,6 Punkten im Januar. Die Prognose hatte bei 47,5 Punkten gelegen. Das Verbrauchervertrauen ist im Februar zudem auf 40,1 Punkte gesunken. Im Januar hatte es bei 42,5 Punkten gelegen. Beobachter hatten dieses Mal 42,3 Punkte erwartet.

 

EUR/JPY trifft am Tief vom 25. Februar 2013 bei 118,75 auf die nächste markante Unterstützung. Der nächste wichtige Widerstand lässt sich am Hoch vom 16. Februar 2016 bei 128,15 lokalisieren.

FX-Quickcheck: EUR/GBP

 

Die britischen Einzelhandelsumsätze sind im Februar Daten des British Retail Consortium (BRC) zufolge nur noch um 1,1% im Jahresvergleich gestiegen - deutlich weniger als der Januar-Zuwachs um 3,3%. Wie der Einzelhandelsverband mitteilte, legten die Umsätze bereinigt um die Verkaufsfläche - die von Analysten bevorzugte Datenreihe - um lediglich 0,1% im Jahresvergleich zu. Im Januar war auf dieser Basis ein Anstieg um 2,6% gemeldet worden. Verantwortlich für das Minus ist laut BRC die gestiegene Unsicherheit bezüglich des drohenden Austritts aus der EU und der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung Großbritanniens.

 

EUR/GBP sieht sich am Hoch vom 25. Februar 2016 bei 0,7928 dem nächsten wichtigen Widerstand gegenüber. Die nächste wichtige Unterstützung liegt am Tief vom 22. Januar 2016 bei 0,7523.

Chartcheck: Devisenpaar des Tages – EUR/SEK

Rückblick: Der Euro zeigt sich gegenüber der Türkischen Lira weiter schwach. Der Wahlausgang in der Türkei hatte die Lira im Herbst gestärkt, während die Aussicht auf eine weitere Lockerung der EZB-Geldpolitik den Euro belastete. Er sank daraufhin im November bis auf 3,00 TRY. Die Enttäuschung über die nur geringfügige geldpolitische Lockerung der EZB im Dezember gab ihm dann wieder einen deutlichen Schub. Nach einem Rücksetzer auf 3,20 TRY drehte der Kurs des Euro wieder nach oben.

 

Charttechnischer Ausblick: Zwischen 3,20 und 3,30 TRY hat sich im neuen Jahr eine Seitwärtsbewegung ausgebildet, an deren unterem Ende der Euro derzeit abermals nach Halt sucht.

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