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Heta: Kärnten will die Boxhandschuhe anziehen ...

Die Kärntner Landesregierung hat sich am Dienstag nach der Regierungssitzung kämpferisch gegeben, was das Angebot an die Heta-Gläubiger angeht. "Wir sind bisher mit Samthandschuhen vorgegangen. Wird das Angebot abgelehnt, dann werden wir aber die Boxhandschuhe anziehen", sagte Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) vor Journalisten. Er forderte auch, dass die Lock-up-Vereinbarung beendet werden soll.

Der Zusammenschluss großer Gläubiger, die das Angebot ablehnen, wirkt für Kaiser ebenso wie für Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) "kartell-ähnlich": "Diese Vereinbarung verzerrt den Wettbewerb und verhindert eine gütliche Lösung." Kaiser appellierte an die Mitglieder der Gruppe, wieder das freie Spiel der Kräfte möglich zu machen: "Sonst ist auch nicht auszuschließen, dass sich einzelne Gläubiger, die das Angebot annehmen wollten, nach dem Scheitern des Offerts gegen die Lock-up-Gruppe wenden können", so Kaiser. Und weiter: "Wir sind auf alles vorbereitet."

In der Regierungssitzung wurde - gegen die Stimme von Landesrat Christian Ragger (FPÖ) - auch die Ausstattung des Kärntner Ausgleichszahlungsfonds (K-AF) mit 1,5 Mio. Euro beschlossen. Damit bezahlt werden soll die Erstellung des Tender Offer Memorandum, also des mehr als 100-seitigen Angebots an die Gläubiger, was rund 800.000 Euro kostet. Dazu kommen laut Auskunft des Landes Kosten für Veröffentlichungspflichten rund um das Angebot, notwendige Versicherungen, Vorkehrungen für Depotkosten, sowie Rechts- und Beratungskosten. Personalkosten sind beim K-AF für dieses Jahr zwar budgetiert, aber noch nicht angefallen.

(APA)