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US-Börsen - Medienwerte ziehen Wall Street ins Minus
Die New Yorker Aktienbörsen haben am Donnerstag einheitlich im Minus geschlossen. Der Dow Jones verlor 120,72 Einheiten oder 0,69 Prozent auf 17.419,75 Zähler. Der 500 ausgewählte US-Unternehmen fassende S&P-500 Index gab 16,28 Punkte (minus 0,78 Prozent) auf 2.083,56 Zähler nach. Der Technologieindex Nasdaq Composite Index fiel 83,51 Einheiten oder 1,62 Prozent auf 5.056,44 Zähler.
Im Vorfeld des mit Spannung erwarteten monatlichen US-Arbeitsmarktberichts am Freitag agierten die meisten Investoren zurückhaltend, hieß es am Markt. Von den Arbeitsmarktdaten erhoffen sich Börsianer Hinweise auf den Zeitpunkt einer erwarteten Leitzinserhöhung der US-Notenbank Fed. Zuletzt hatte sich Dennis Lockhart, regionaler Notenbankchef von Atlanta und Fed-Mitglied, für September als Zeitpunkt einer ersten Zinserhöhung ausgesprochen.
Am Mittwoch hatte der Dienstleister ADP für den Juli einen schwächer als erwartet ausgefallenen Stellenaufbau in der Privatwirtschaft berichtet. Nun teilte das US-Arbeitsministerium mit, dass die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe etwas schwächer als erwartet gestiegen sei.
Unterdessen mussten einige Unternehmen aus der Medienbranche deutliche Verluste hinnehmen. So fielen die Aktien von Viacom um 14,22 Prozent auf 44,10 Dollar. Das Unternehmen erfüllte zwar die Erwartungen bezüglich Gewinn je Aktie, allerdings dürften die Umsätze die Anleger enttäuscht haben, hieß es. Auch die Aktien von Twenty-First-Century Fox mussten wegen schwacher Zahlen im zweiten Quartal 6,42 Prozent auf 29,87 Dollar abgeben.
Weiter nach unten ging es unterdessen mit der Disney-Aktie, diese verlor 1,79 Prozent auf 108,55 Dollar und war damit unter den schwächsten Werten im Dow Jones Industrial. Am Vortag hatten die Aktie nach enttäuschenden Quartalszahlen bereits 9,17 Prozent verloren. Der Medienkonzern hat seinen Ausblick für die Kabelnetz-Sparte nach unten geschraubt, zudem verfehlte er beim Umsatz die Schätzungen der Analysten.
Tesla verloren an der Nasdaq 8,88 Prozent auf 246,13 Dollar. Der Elektroautohersteller stieß Anleger mit einer gesenkten Absatzprognose vor den Kopf. Das Unternehmen will in diesem Geschäftsjahr voraussichtlich zwischen 50.000 und 55.000 Wagen ausliefern. Vorher hatte die Vorhersage bei etwa 55.000 gelegen.
Auch Fitbit schockte seine Aktionäre: Die vor allem für ihre Fitness-Bänder bekannte Firma hatte zwar im abgelaufenen Quartal Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert und mit der ersten Zahlenveröffentlichung nach ihrem Börsengang die Erwartungen der Analysten weit übertroffen. Die Anleger störten sich jedoch daran, dass die Profitabilität nicht mit dem Wachstum Schritt hält. Ein zentraler Grund dafür war ein Sprung bei den Marketing-Ausgaben. Die Anteilsscheine verloren am Ende des Tages 13,63 Prozent auf 44,60 Dollar.
Mondelez gewannen 1,12 Prozent auf 46,81 Dollar. Der Hedgefonds Pershing Square Capital Management ist mit einem Anteil im Wert von rund 5,6 Milliarden US-Dollar bei dem Lebensmittelkonzern eingestiegen.
(Forts.) tri
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