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Espresso: DB Morning Daily: FX Market Outlook - die Kapitalmärkte haben an Flexibilität verloren

FX Market Outlook
Die Turbulenzen an den Anleihe-, Aktien- und Devisenmärkten in den vergangenen Wochen beweisen, dass die Kapitalmärkte an Flexibilität verloren haben. Sie sind anfällig geworden für die kleinsten Abweichungen vom perfekten Szenario, bestehend aus beständiger  geldpolitischer Unterstützung, ausreichendem Wachstum und einer stabilen Inflationsentwicklung, wie Didier Saint-Georges, Managing Director & Mitglied des Carmignac-Investmentkomitees, in seiner neuesten Ausgabe der 'Carmignac´s Note' schreibt. Das Ausmaß der Marktvolatilität werde in Zukunft von den Erwartungen dieser drei Faktoren abhängen. Die Zentralbanken seien zum Erfolg verdammt und die Anleger trügen das Risiko, sollten diese scheitern, heißt  es weiter.
Die zügellose Praxis des Quantitative Easing habe eine Art Währungskrieg entfesselt, in dem die Eurozone heute der Protagonist und Hauptnutznießer sei. "Doch diese Geldschöpfung im großen Stil hat keine Beschleunigung des Weltwirtschaftswachstums ermöglicht, da jede Region die Quellen ihres eigenen Wachstums von der Wirtschaft ihrer Nachbarn abzapft", so Saint-Georges.


FX-Quickcheck: EUR/USD
In den USA sind die schwebenden Hausverkäufe, die als Frühindikator für die Bestandsimmobilien-Verkäufe gelten, im Mai nicht so stark gestiegen wie erwartet. Dennoch stieg der entsprechende Index mit 112,6 Punkten auf den höchsten Stand seit April 2006. Wie die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Montag bekannt gab, legten die Kaufabschlüsse, die noch nicht ganz unter Dach und Fach sind, im vergangenen Monat um 0,9% im Monatsvergleich zu. Analysten hatten jedoch im Konsens mit einem etwas größeren sequenziellen Plus von 1,3% gerechnet, nach einem Anstieg um 2,7% im April (revidiert von +3,4%). Auf Jahressicht ergibt sich ein Anstieg um 10,4%.
EUR/USD trifft am Hoch vom 15. Mai 2015 bei 1,1467 auf den nächsten markanten Widerstand. Die nächste wichtige Unterstützung findet sich am Tief vom 27. Mai 2015 bei 1,0810.


FX-Quickcheck: EUR/JPY
Jüngste Wirtschaftsdaten aus Japan sind gemischt ausgefallen. Während Daten aus der Industrie weiterhin Anlass zur Sorge geben, zeigen sich die Japaner überraschend konsumfreudig. So ist die Industrieproduktion in Japan im Mai vorläufigen Daten zufolge um 2,2% im Monatsvergleich gefallen. Analysten hatten im Konsens lediglich mit einem Rückgang um 0,8% gerechnet, nach einem Anstieg um 1,2% im April. Die Einzelhandelsumsätze kletterten im Mai im Jahresvergleich um 3,0%. Erwartet worden war hier im Konsens ein Zuwachs um 2,1%, nach +4,9% im April.
Oberhalb des Hochs vom 4. Juni 2015 bei 141,06 trifft EUR/JPY am Hoch 8. Januar 2015 bei 141,73 auf den nächsten Widerstand. Eine markante Unterstützung lässt sich am Doppeltief vom 5./26. Mai 2015 bei 133,07 lokalisieren.


FX-Quickcheck: EUR/GBP
Die zu Wochenbeginn aus Großbritannien gemeldeten Kreditdaten sind schwächer als erwartet ausgefallen. So sind die Verbraucherkredite im Mai lediglich um 1,001 Mrd. Pfund gestiegen. Analysten hatten im Konsens mit einem deutlicheren Zuwachs um 1,100 Mrd. Pfund gerechnet, nach einem Zuwachs um 1,176 Mrd. Pfund im April. Die Hypothekenkredite legten im selben Zeitraum wie erwartet um 2,1 Mrd. Pfund zu, nach 1,7 Mrd. Pfund im April. Die Zahl der Hypothekengenehmigungen sank im Berichtszeitraum überraschend auf 64.430. Analysten hatten im Schnitt hingegen mit einem Anstieg auf 68.700 gerechnet, nach 67.580 im April.
EUR/GBP sieht sich an den Hochs vom 9. Juni 2015 bei 0,7389 und 7. Mai 2015 bei 0,7483 den nächsten markanten Widerständen gegenüber. Die nächste wichtige Unterstützung liegt am Tief vom 9. Oktober 2007 bei 0,6892.


Chartcheck: Devisenpaar des Tages – EUR/NOK
Rückblick: Der Euro erholt sich gegenüber der Norwegischen Krone. Im Dezember hatte eine Rally begonnen, die schließlich bis dicht unter 10,00 NOK geführt 8,9000 hatte. Danach fiel der Euro unter seinen früheren Trendkanal. Die Abwärtsbewegung setzte zunächst  bei 8,50 NOK auf, durchbrach diese Marke aber später. Danach fiel er auf eine Unterstützung bei 8,30 NOK, bevor er zu einer Erholung bis unter 8,90 NOK ansetzte.


Charttechnischer Ausblick: Im Juni hat sich nun eine Seitwärtsbewegung ausgebildet, die über einer Trendlinie bei 8,70 NOK verläuft und bei 8,90 NOK begrenzt ist.

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