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US-Börsen - Hoffnung auf Entspannung in Ukraine-Krise


Die US-Börsen haben den Handel am Donnerstag einheitlich im grünen Bereich beendet. Für Unterstützung sorgte die Hoffnung auf eine Entspannung in der Ukraine-Krise. Kremlchef Wladimir Putin habe laut der Nachrichtenagentur Bloomberg betont, Russland werde alles tun, um den Konflikt mit der Ukraine zu beenden. Russland dürfe sich nicht vom Rest der Welt isolieren.

Der Dow Jones stieg um 61,78 Einheiten oder 0,37 Prozent auf 16.713,58 Zähler. Der 500 ausgewählte US-Unternehmen fassende S&P-500 Index erhöhte sich um 8,46 Punkte (plus 0,43 Prozent) auf 1.955,18 Zähler. Der Technologieindex Nasdaq Composite Index gewann 18,88 Einheiten oder 0,43 Prozent auf 4.453,00 Zähler.

Neben dem Konflikt in der Ukraine standen neue Daten im Fokus. So sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend stark gestiegen. Im Vergleich zur Vorwoche legten sie um 21.000 auf 311.000 zu, Ökonomen hatten mit 295.000 Anträgen gerechnet. Laut Analysten lasse das weiterhin niedrige Niveau aber auf eine fortgesetzte Erholung des Arbeitsmarktes schließen.

Zudem deute der leichte Rückgang der Importpreise in den USA auf einen weiterhin gedämpften Preisdruck hin. Von dieser Seite gebe es also keinen Grund, die Erwartungen in puncto Leitzinserhöhung nach vorne zu ziehen. Indessen fachten jedoch schwache Wirtschaftszahlen aus der Eurozone die Hoffnung auf weitere Stützungsmaßnahmen der Europäischen Zentralbank EZB wieder an.

Unternehmensseitig rückten Wal-Markt mit einer Gewinnwarnung in den Fokus. Wegen erhöhter Gesundheitsausgaben für seine Mitarbeiter und teuren Investitionen zum Ausbau des Online-Geschäfts senkte der Discountriese seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr. Angestrebt wird nun nur noch ein Ergebnis aus dem fortlaufenden Geschäft zwischen 4,90 und 5,15 Dollar je Aktie, nachdem die Spanne bisher bei 5,10 bis 5,45 Dollar lag. Die Anleger zeigten sich jedoch unbeeindruckt - die Titel schlossen um 0,49 Prozent höher bei 74,39 Dollar.

Klar im Minus notierten dagegen Cisco Systems (minus 2,62 Prozent auf 24,54 Dollar). Der Netzwerkausrüster ist auch in seinem vierten Geschäftsquartal nicht voran gekommen: Der Umsatz stagnierte im Jahresvergleich und der Nettogewinn sank, der Ausblick blieb vorsichtig. Entsprechend setzt sich auch der Stellenabbau fort. Weitere 6.000 Stellen werden abgebaut, wie das Unternehmen mitteilte. Damit fällt in etwa jeder zehnte Arbeitsplatz weg.

Außerhalb des Dow Jones überraschte Kohl's die Anleger positiv mit seinen Ergebnissen. Mit einem Gewinn für das zweite Quartal konnte der Einzelhändler die Markterwartungen übertreffen. Die Aktien kletterten um 3,27 Prozent auf 56,91 Dollar nach oben.

Indessen hat die amerikanische Kaufhauskette Macy's hat ihren Geschäftsausblick gesenkt. Die Umsätze dürften in diesem Jahr nur noch um 1,5 bis 2,0 Prozent zulegen. Zuvor hatte das Management noch ein Plus von bis zu 3 Prozent vorausgesagt. Viele Kunden würden sich wegen der schwachen wirtschaftlichen Erholung noch immer zurückhalten. Macy's-Aktien erhöhten sich um 2,43 Prozent auf 57,84 Dollar.

Nach Börsenschluss wird der Branchenkollege J.C. Penney seine Bilanz für das abgelaufene Quartal vorlegen. Im Vorfeld notierten die Titel um 4,17 Prozent fester bei 9,74 Dollar.

(Forts.) bel

ISIN US78378X1072 US6311011026 US2605661048



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