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"Jede verpasste Gelegenheit ist eine weniger" - Raiffeisen Senior Technical Analyst Robert Schittler als Wien-Bulle
"Gewinnchancen und Anlagemöglichkeiten bietet der heimische Markt zur Genüge. Man bedenke: Was 2014 nicht verdient wurde, kann 2015 nicht aufgeholt werden - jede verpasste Gelegenheit ist eine weniger“. so leitet Robert Schittler, Senior Technical Analyst der Raiffeisen Bank International, seine „Wiener Börse-Revue 2014“ ein, wie er seinen charttechnischen Ausblick auf ATX und Co nennt. „In einer Phase wie dieser, also einer Hausse, die noch gut 4 Jahre dauern könnte wenn man die aktuellen Charts und die historischen Vergleiche zurück bis in die 60er berücksichtigt, ist es per se nicht so sehr die Kunst Aktien mit Kurspotenzial zu finden, jedoch macht sich Stock-Picking ebenso bezahlt wie der Ein- und Ausstieg zum rechten Zeitpunkt, ansonsten geht’s einem wie dem Surf-Schüler, an dem die Profis vorbeirauschen, während er sich fragt, wo der wohl vorhandene Wind denn nun wäre“, sagt Schittler. Und: „Der österreichische Markt hat wie die der Nachbarländer Nachholbedarf, auch in Hinsicht auf die Performance. Sobald das erkannt wird, ist der Anstieg bis 3030 Punkte und darüber hinaus zu erwarten.“
An Einzeltiteln hat er sich angesehen: Brain Force, Erste Group, Flughafen Wien, Oberbank, Palfinger, Pankl Racing, Österreichische Post, Polytec, Uniqa, Lenzing, Warimpex sowie Wienerberger. Lenzing und Wienerberger sind dabei jene Titel, die mit einer gewissen Skepsis beäugt werden sollten, aber aus Sicht der Charttechnik nicht chancenlos sind: „Deren Charts sind im Augenblick nicht eben bullisher Optik, aber Anstiege über 45 bzw. 11,50 Euro wären erste Kaufsignale“, sagt Schittler. Bereits jetzt positiver sieht es für den Rest der Titel aus - und wohl auch für den ATX. Denn mit den gestern angerissenen 2700 Punkten im ATX hat der Leitindex an sich ein Kaufsignal generiert, das das Börsenbarometer an sich über 2800 Punkte bis 3030 steigen lassen sollte. --new_page-- Brain Force ist toll gelaufen, muss es nun noch in die Fibonacci-Zone schaffen, die bei 1,80 Euro beginnt. Damit wäre der Weg gen‘ 2,12 (Kurslücke von 2008) und 2,50 frei. Stopp bei 1,60 Euro.
Erste Group befindet sich in einem Dreieck, das gemäß Lage und Form am Trendhoch 27,16 Euro bestätigt werden sollte, damit dann auch 30 und 33 als kommende Kursziele - Stopp bei 25 Euro.
Flughafen Wien ist eben aus einem sogenannten „Dreieck“ nach oben ausgebrochen, sollte daher imstande sein, die entsprechenden Kursziele, also 70 und 78 zu erreichen, aber auch 90 in Folge. Zeitrahmen wären 18 Monate bis 2 Jahre, ein Stopp bei 54 Euro ist sinnvoll.
Mayr-Melnhof hat, gemessen am technischen Bild, einen der besten Charts : Das Dreieck sollte bei 91,75 nach oben hin verlassen werden und damit der Weg frei gen‘ vorerst 106,10 geben, aber auch in Richtung 117 und 132 in Folge, Zeithorizont wäre dabei 1,5 – 2 Jahre.
Oberbank kann sich sehen lassen, weist Parallelen zu FAZ General und S&P 500 auf, und zwar insoferne, als nach einer recht langen Phase der Konsolidierung eine Hausse folgt, so eine, wie sie jüngst begonnen hat. Die ansteigende Volatilität ist u.a. eine Folge der laufenden Geldentwertung, prozentuell sind die Ereignisse in der Regel in etwa gleichwertig. Die Oberbank wäre ab 52 Euro gut für einen Anstieg in Richtung 65,80 und 75,90 Euro, Zeitrahmen circa 5 Jahre, Stopp bei 45,40 Euro. --new_page-- Palfinger könnte zwar noch des Längeren im Dreieck und also im Bereich 16 – 30 bleiben, aber man sollte ein Auge auf 30,50 haben, da die bereits die allernächsten Kursziele mit 33,80, 37,15 und 40 Euro vielversprechend wären.
Pankl Racing sollte nach der aktuellen Konsolidierungsphase wieder in die Gänge kommen und in Richtung 30 laufen, aber dazu muss die Unterstützung 22,85 halten (Fehlsignale bis 21,65 möglich).
Polytec läuft seit 2 Jahren seitwärts in immer engerer Bandbreite – ein Dreieck (blaue Linien), jedoch ein symmetrisches und daher ohne implizierter Richtungsangabe. Dennoch ist der Ausbruch nach oben über 7,30 wahrscheinlich, worauf man eher gleich setzen kann oder aber das konservative bullishes Signal am Fibo bei 7,80 abwartet. Die Zielmarken wären 9,00 und 9,90, Stopp bei 6,02 Euro.
Warimpex ist eben aus dem Abwärtstrend gekommen und sollte daher über 2,10 hinaus bis 2,64 gelangen können, wobei bei 2,10 nochmals ein Rücksetzer bis 1,70 drin’ wäre. Langfristig betrachtet ist das ganze Gebilde, welches sich seit 2009 bildet, eine Umkehrformation. Dazu müssten aber 3,36 Euro überwunden werden.
Aus dem Börse Express PDF vom 16. Jänner - dort mit allen Charts und Grafiken. Zum Abo geht es unter http://bit.ly/byCn49 - Abonnenten haben Zugriff auf das komplette PDF-Archiv.
An Einzeltiteln hat er sich angesehen: Brain Force, Erste Group, Flughafen Wien, Oberbank, Palfinger, Pankl Racing, Österreichische Post, Polytec, Uniqa, Lenzing, Warimpex sowie Wienerberger. Lenzing und Wienerberger sind dabei jene Titel, die mit einer gewissen Skepsis beäugt werden sollten, aber aus Sicht der Charttechnik nicht chancenlos sind: „Deren Charts sind im Augenblick nicht eben bullisher Optik, aber Anstiege über 45 bzw. 11,50 Euro wären erste Kaufsignale“, sagt Schittler. Bereits jetzt positiver sieht es für den Rest der Titel aus - und wohl auch für den ATX. Denn mit den gestern angerissenen 2700 Punkten im ATX hat der Leitindex an sich ein Kaufsignal generiert, das das Börsenbarometer an sich über 2800 Punkte bis 3030 steigen lassen sollte. --new_page-- Brain Force ist toll gelaufen, muss es nun noch in die Fibonacci-Zone schaffen, die bei 1,80 Euro beginnt. Damit wäre der Weg gen‘ 2,12 (Kurslücke von 2008) und 2,50 frei. Stopp bei 1,60 Euro.
Erste Group befindet sich in einem Dreieck, das gemäß Lage und Form am Trendhoch 27,16 Euro bestätigt werden sollte, damit dann auch 30 und 33 als kommende Kursziele - Stopp bei 25 Euro.
Flughafen Wien ist eben aus einem sogenannten „Dreieck“ nach oben ausgebrochen, sollte daher imstande sein, die entsprechenden Kursziele, also 70 und 78 zu erreichen, aber auch 90 in Folge. Zeitrahmen wären 18 Monate bis 2 Jahre, ein Stopp bei 54 Euro ist sinnvoll.
Mayr-Melnhof hat, gemessen am technischen Bild, einen der besten Charts : Das Dreieck sollte bei 91,75 nach oben hin verlassen werden und damit der Weg frei gen‘ vorerst 106,10 geben, aber auch in Richtung 117 und 132 in Folge, Zeithorizont wäre dabei 1,5 – 2 Jahre.
Oberbank kann sich sehen lassen, weist Parallelen zu FAZ General und S&P 500 auf, und zwar insoferne, als nach einer recht langen Phase der Konsolidierung eine Hausse folgt, so eine, wie sie jüngst begonnen hat. Die ansteigende Volatilität ist u.a. eine Folge der laufenden Geldentwertung, prozentuell sind die Ereignisse in der Regel in etwa gleichwertig. Die Oberbank wäre ab 52 Euro gut für einen Anstieg in Richtung 65,80 und 75,90 Euro, Zeitrahmen circa 5 Jahre, Stopp bei 45,40 Euro. --new_page-- Palfinger könnte zwar noch des Längeren im Dreieck und also im Bereich 16 – 30 bleiben, aber man sollte ein Auge auf 30,50 haben, da die bereits die allernächsten Kursziele mit 33,80, 37,15 und 40 Euro vielversprechend wären.
Pankl Racing sollte nach der aktuellen Konsolidierungsphase wieder in die Gänge kommen und in Richtung 30 laufen, aber dazu muss die Unterstützung 22,85 halten (Fehlsignale bis 21,65 möglich).
Polytec läuft seit 2 Jahren seitwärts in immer engerer Bandbreite – ein Dreieck (blaue Linien), jedoch ein symmetrisches und daher ohne implizierter Richtungsangabe. Dennoch ist der Ausbruch nach oben über 7,30 wahrscheinlich, worauf man eher gleich setzen kann oder aber das konservative bullishes Signal am Fibo bei 7,80 abwartet. Die Zielmarken wären 9,00 und 9,90, Stopp bei 6,02 Euro.
Warimpex ist eben aus dem Abwärtstrend gekommen und sollte daher über 2,10 hinaus bis 2,64 gelangen können, wobei bei 2,10 nochmals ein Rücksetzer bis 1,70 drin’ wäre. Langfristig betrachtet ist das ganze Gebilde, welches sich seit 2009 bildet, eine Umkehrformation. Dazu müssten aber 3,36 Euro überwunden werden.
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