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Brezinschek: Etablierte Aktienmärkte: "Für die Sommermonate gehen wir von einer etwas holprigen Phase aus"
Die abgelaufene Handelswoche brachte mit der Ausnahme Japans teils kräftige Kursrückschläge an den Aktienmärkten. Hauptbelastungsfaktor war dabei einmal mehr die Aussicht auf eine Reduktion des Anleihenankaufprogramms der US-Notenbank im weiteren Jahresverlauf.
Hier hat Notenbankchef Bernanke eigentlich bloss das bereits Kommunizierte bestätigt, offensichtlich hatten aber einige Marktteilnehmer auf eine gemächlichere Marschrichtung gesetzt und wollen jetzt alle zugleich aus der Tür.
Ebenfalls schlechte Stimmung verbreitete der schwache vorläufige Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in China. Gleichzeitig wecken Verspannungen am chinesischen Geldmarkt böse Erinnerungen an die Kreditklemme im Zuge der globalen Finanzmarktkrise. In Kombination mit den Protesten in der Türkei und Brasilien ergibt sich damit aktuell insbesondere bei Schwellenländer-Aktien ein nachteiliges Umfeld.
Dies spiegelt sich auch in der massiven Underperformance gegenüber den etablierten Aktienmärkten seit Jahresbeginn wider (MSCI World +6,4 % vs. MSCI Emerging Markets -13,9 %), wobei der MSCI World seit den Jahreshöchstständen Mitte Mai auch schon mehr als 6 % an Wert verloren hat.
Für den antizyklisch orientierten Investor ist interessant, dass Aktien der Emerging Markets mittlerweile so stark untergewichtet (und ähnlich niedrig bewertet) wie Ende 2008 (!) sind und aktuell massiv Mittel aus dieser Region abfliessen. Bei solchen Vorzeichen setzt üblicherweise bald eine Bodenbildung ein - eine Verbesserung der Fundamentaldaten vorausgesetzt.
Weitere Rückgänge bis Mitte des Quartals könnten daher hier selektiv sehr gute langfristige Einstiegsgelegenheiten darstellen. Etwas untergegangen im aktuellen Nachrichtenwirrwarr sind die durchaus ermutigenden Schnellschätzungen für die Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe in der Eurozone, die weiter darauf hindeuten, dass die Konjunktur am alten Kontinent im zweiten Halbjahr Tritt fasst.
Für die Sommermonate gehen wir von einer etwas holprigen Phase an den etablierten Aktienmärkten aus, in der die (zum Teil schon eingepreiste) Angst vor einer restriktiver werdenden US-Notenbank immer wieder einmal belastet.
Andererseits sollte in Richtung viertes Quartal die von uns unterstellte globale Konjunkturverbesserung stärker wiegen als etwaige Liquiditätsbedenken, zumal erste Zinsanhebungen in den USA ohnehin erst 2015 zu erwarten sind. Als positiver Einflussfaktor sollte sich in den kommenden Wochen dann auch die Berichtssaison zum zweiten Quartal etablieren, wo die Gewinnwachstumserwartungen für den S&P 500 mit 2,6 % durchaus schlagbar erscheinen. Schon auf die kurze Sicht optimistisch bleiben wir für japanische Aktien, die von der ultra-expansiven japanischen Notenbank, einer Konjunkturverbesserung, starken Gewinnen und einem abwertenden Yen profitieren.
Hier hat Notenbankchef Bernanke eigentlich bloss das bereits Kommunizierte bestätigt, offensichtlich hatten aber einige Marktteilnehmer auf eine gemächlichere Marschrichtung gesetzt und wollen jetzt alle zugleich aus der Tür.
Ebenfalls schlechte Stimmung verbreitete der schwache vorläufige Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in China. Gleichzeitig wecken Verspannungen am chinesischen Geldmarkt böse Erinnerungen an die Kreditklemme im Zuge der globalen Finanzmarktkrise. In Kombination mit den Protesten in der Türkei und Brasilien ergibt sich damit aktuell insbesondere bei Schwellenländer-Aktien ein nachteiliges Umfeld.
Dies spiegelt sich auch in der massiven Underperformance gegenüber den etablierten Aktienmärkten seit Jahresbeginn wider (MSCI World +6,4 % vs. MSCI Emerging Markets -13,9 %), wobei der MSCI World seit den Jahreshöchstständen Mitte Mai auch schon mehr als 6 % an Wert verloren hat.
Für den antizyklisch orientierten Investor ist interessant, dass Aktien der Emerging Markets mittlerweile so stark untergewichtet (und ähnlich niedrig bewertet) wie Ende 2008 (!) sind und aktuell massiv Mittel aus dieser Region abfliessen. Bei solchen Vorzeichen setzt üblicherweise bald eine Bodenbildung ein - eine Verbesserung der Fundamentaldaten vorausgesetzt.
Weitere Rückgänge bis Mitte des Quartals könnten daher hier selektiv sehr gute langfristige Einstiegsgelegenheiten darstellen. Etwas untergegangen im aktuellen Nachrichtenwirrwarr sind die durchaus ermutigenden Schnellschätzungen für die Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe in der Eurozone, die weiter darauf hindeuten, dass die Konjunktur am alten Kontinent im zweiten Halbjahr Tritt fasst.
Für die Sommermonate gehen wir von einer etwas holprigen Phase an den etablierten Aktienmärkten aus, in der die (zum Teil schon eingepreiste) Angst vor einer restriktiver werdenden US-Notenbank immer wieder einmal belastet.
Andererseits sollte in Richtung viertes Quartal die von uns unterstellte globale Konjunkturverbesserung stärker wiegen als etwaige Liquiditätsbedenken, zumal erste Zinsanhebungen in den USA ohnehin erst 2015 zu erwarten sind. Als positiver Einflussfaktor sollte sich in den kommenden Wochen dann auch die Berichtssaison zum zweiten Quartal etablieren, wo die Gewinnwachstumserwartungen für den S&P 500 mit 2,6 % durchaus schlagbar erscheinen. Schon auf die kurze Sicht optimistisch bleiben wir für japanische Aktien, die von der ultra-expansiven japanischen Notenbank, einer Konjunkturverbesserung, starken Gewinnen und einem abwertenden Yen profitieren.