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Analysten erwarten Seitwärtstendenz an den Aktienmärkten

Die Analysten von Raiffeisen Research stufen die etablierten Aktienmärkte in ihrem Wöchentlichen Marktausblick mit "Halten" ein und favorisieren dabei die Sektoren Versorger, Telekommunikation, Technologie und Gesundheit.

An den letzten Handelstagen sei es an den etablierten Aktienmärkten rund um den Globus zu mehr oder weniger ausgeprägten Korrekturen im Aufwärtstrend gekommen, so die Analysten. An der Konjunkturdynamik könne das (diesmal) freilich nicht liegen, so die Experten. Sie erklären: China meldete zuletzt eine leichte Erholung seiner Konjunkturdaten, in den USA ist zumindest ein Trend zu besser als erwartet ausgefallenen Daten erkennbar, sogar Großbritannien fand u.a. dank Olympia wieder auf den Wachstumspfad zurück; einzig die Eurozone hinkt im globalen Vergleich weiter hinterher, erklären die Experten.

Damit sei auch der Hauptverdächtige für die jüngsten Kursbewegungen schnell gefunden: die Berichtssaison zum dritten Quartal hat nach Meinung der Analysten bis dato weniger positiv überraschen können als jene der Quartale zuvor. Natürlich seien hierbei im Vorfeld die Analystenerwartungen abermals kräftig nach unten geführt worden und natürlich hätten es die Unternehmen dann bei der tatsächlichen Veröffentlichung ihrer Ergebnisse geschafft, die niedrigeren Gewinn-Erwartungen zu übertreffen. "So wird wohl am Ende des Tages im Jahresvergleich eine Stagnation der Gewinne zu Buche stehen", so die Analysten.

Bezüglich der Berichtssaison in Europa liesse sich noch nicht so viel berichten. Unternehmen des Sektors defensiver Konsum enttäuschten laut Analysten mehrheitlich; Volkswagen, Philips, SAP, Michelin, BASF, Unilever etc. hätten aber teils sogar sehr gute Zahlen berichtet. "Vielleicht hilft hier der - gegengleich zum Einfluss auf die US-Konzerne - unterstützende schwächere Euro kräftig mit? In Summe gehen wir in den nächsten Monaten von einer Seitwärtstendenz an den globalen Aktienmärkten aus, wobei europäische Aktien etwas besser laufen sollten", meinen die Analysten.