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Rasinger: Noch immer Meinl
Es vergeht kaum eine Woche, ohne dass von der hyperaktiven Pressestelle der Meinl-Bank neue Erfolge an der Prozessfront herausposaunt werden – ebenso liebedienerisch wie unkritisch von jenen Medien übernommen, die von Meinl mit üppigen Inseraten gefüttert werden. Eine nüchterne Analyse zeigt indes, dass sich trotz vehementer Angriffe gegen Staatsanwaltschaft, Justizministerin und Gutachter sich die juristischen Erfolge dennoch in sehr engen Grenzen halten.
Zur Erinnerung: Vor über fünf Jahren wurden über 88 Millionen Aktien/Zertifikate der Meinl European Land (MEL, jetzt Atrium) zum Durchschnittspreis von 20,44 zum Großteil still und heimlich zurückgekauft. Die meisten dieser Aktien/Zerifikate kamen von der Meinl zuzurechnenden SOMAL A.V.V., die Meinl bei der Kapitalerhöhung von Jänner/Februar 2007 nicht platzieren konnte. In Folge stürzten die Kurse ab - ein angeblicher Übernahmeversuch und die Krise waren bloss willkommene Ausrede. Bereits Anfang 2008 zog sich Meinl aus der MEL zurück und kassierte für das zukünftige Nichtstun rund 300 Millionen Euro zu Lasten der MEL.
Julius Meinl V stützte sich von Haus aus auf bestqualifizierte Zuarbeiter und hochkarätige Berater aus den verschiedensten Fachbereichen, die im System Meinl enorm viel abkassierten. In den Medien (und Gerichtsprotokollen) immer wieder prominent zitiert werden die Namen Weinzierl/Vartian, Kofler, Weiß, Gilles, Hausmaninger, Hempel, Schima, Lansky-Ganzger, Haunold von Deloitte, Pleon Publico, Ecker – und nicht zu vergessen: Ex-Finanzminister Karlheinz Grasser Wesentlich zum Verkaufserfolg der MEL-Aktien/Zertifikaten an die Vielzahl von ahnungslosen und unerfahrenen Sparbuch-Fans haben Francis Lustig und Johann Mantler beigetragen, die naive und gierige Finanzberater geschickt motivierten – wie schon zuvor bei der Kapital & Wert. Auch dort wurden die Anleger (insbesondere des Produktes Flexibel-Boideninvest) bitter enttäuscht, während Lustig und Mantler Millionen scheffelten.
Trotz intensiver Bemühungen und Kosten im zweistelligen Millionen-Bereich ist es Meinl aber bislang nicht gelungen, sich vom Schuldigen zum Märtyrer stilisieren zu lassen. Sollte es bei Meinl nicht zu einem Strategiewechsel kommen, ist eine jahrelange Auseinandersetzung mit der österreichischen Justiz vorprogrammiert. Solange der MEL-Anlegerskandal nicht restlos aufgearbeitet ist wird der Name Meinl immer mit einem bitteren Geschmack behaftet sein.
Zur Erinnerung: Vor über fünf Jahren wurden über 88 Millionen Aktien/Zertifikate der Meinl European Land (MEL, jetzt Atrium) zum Durchschnittspreis von 20,44 zum Großteil still und heimlich zurückgekauft. Die meisten dieser Aktien/Zerifikate kamen von der Meinl zuzurechnenden SOMAL A.V.V., die Meinl bei der Kapitalerhöhung von Jänner/Februar 2007 nicht platzieren konnte. In Folge stürzten die Kurse ab - ein angeblicher Übernahmeversuch und die Krise waren bloss willkommene Ausrede. Bereits Anfang 2008 zog sich Meinl aus der MEL zurück und kassierte für das zukünftige Nichtstun rund 300 Millionen Euro zu Lasten der MEL.
Julius Meinl V stützte sich von Haus aus auf bestqualifizierte Zuarbeiter und hochkarätige Berater aus den verschiedensten Fachbereichen, die im System Meinl enorm viel abkassierten. In den Medien (und Gerichtsprotokollen) immer wieder prominent zitiert werden die Namen Weinzierl/Vartian, Kofler, Weiß, Gilles, Hausmaninger, Hempel, Schima, Lansky-Ganzger, Haunold von Deloitte, Pleon Publico, Ecker – und nicht zu vergessen: Ex-Finanzminister Karlheinz Grasser Wesentlich zum Verkaufserfolg der MEL-Aktien/Zertifikaten an die Vielzahl von ahnungslosen und unerfahrenen Sparbuch-Fans haben Francis Lustig und Johann Mantler beigetragen, die naive und gierige Finanzberater geschickt motivierten – wie schon zuvor bei der Kapital & Wert. Auch dort wurden die Anleger (insbesondere des Produktes Flexibel-Boideninvest) bitter enttäuscht, während Lustig und Mantler Millionen scheffelten.
Trotz intensiver Bemühungen und Kosten im zweistelligen Millionen-Bereich ist es Meinl aber bislang nicht gelungen, sich vom Schuldigen zum Märtyrer stilisieren zu lassen. Sollte es bei Meinl nicht zu einem Strategiewechsel kommen, ist eine jahrelange Auseinandersetzung mit der österreichischen Justiz vorprogrammiert. Solange der MEL-Anlegerskandal nicht restlos aufgearbeitet ist wird der Name Meinl immer mit einem bitteren Geschmack behaftet sein.