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Causa MEL: Gutachter untersuchte Market-Maker-Rolle der Meinl Bank
Im Strafverfahren gegen Julius Meinl und die Meinl Bank wegen umstrittener Zertifikatsrückkäufe hat nun ein Sachverständiger die Rolle der Meinl Bank als Market Maker bei Zertifkaten der früheren Meinl European Land (jetzt: Atrium) durchleuchtet. Die Staatsanwaltschaft Wien hat dafür den deutschen Sachverständigen Andreas Freudenmann, Leiter der Handelsüberwachung der Stuttgarter Börse, engagiert, berichtet die "Wiener Zeitung".
Während ein Market Maker, so Freudenmann, eine "eher passive Rolle" habe und üblicherweise nur kurzfristig eigene Positionen" eingehe, habe die Meinl Bank den MEL-Handel "absolut dominiert". Kein anderer Handelsteilnehmer hatte im Untersuchungszeitraum 9. Februar bis 27. Juli 2007 einen auch nur annähernd so bedeutenden Anteil am börslichen Handel in MEL-Zertifikaten wie die Meinl Bank. "Diese kommt allein auf einen Marktanteil - Käufe und Verkäufe bezogen auf den Börsenumsatz - von cirka 84 Prozent", zitiert die "Wiener Zeitung" aus dem Gutachten.
Auch wurde deutlich, "dass das Handelsverhalten der Meinl Bank nicht, wie es für einen Market-Maker zu erwarten ist, antizyklisch war und somit nicht ausgleichend auf die Schlusskurse wirkte", heisst es weiters. "Der Market-Maker hat das Ausmass seines Handelns stark an der Kursentwicklung der MEL-Zertifikate selbst ausgerichtet. Während im Zeitraum Februar bis April 2007 bei fallenden Kursen gekauft und bei steigenden Kursen verkauft wurde, fanden im Zeitraum Mai bis Juli per saldo fast ausschliesslich Rückkäufe statt, die sich in ihrer Intensität an der Kursentwicklung orientierten."
Seitens Meinl Bank wird in dem Artikel festgehalten, dass Freudenmann die tatsächlichen Auswirkungen der Rückkäufe nicht beurteilen könne. Er liefere auch "keine Anhaltspunkte, dass der Kurssturz der MEL durch ein Verhalten der Meinl Bank oder MEL eingetreten sei . (red)
Während ein Market Maker, so Freudenmann, eine "eher passive Rolle" habe und üblicherweise nur kurzfristig eigene Positionen" eingehe, habe die Meinl Bank den MEL-Handel "absolut dominiert". Kein anderer Handelsteilnehmer hatte im Untersuchungszeitraum 9. Februar bis 27. Juli 2007 einen auch nur annähernd so bedeutenden Anteil am börslichen Handel in MEL-Zertifikaten wie die Meinl Bank. "Diese kommt allein auf einen Marktanteil - Käufe und Verkäufe bezogen auf den Börsenumsatz - von cirka 84 Prozent", zitiert die "Wiener Zeitung" aus dem Gutachten.
Auch wurde deutlich, "dass das Handelsverhalten der Meinl Bank nicht, wie es für einen Market-Maker zu erwarten ist, antizyklisch war und somit nicht ausgleichend auf die Schlusskurse wirkte", heisst es weiters. "Der Market-Maker hat das Ausmass seines Handelns stark an der Kursentwicklung der MEL-Zertifikate selbst ausgerichtet. Während im Zeitraum Februar bis April 2007 bei fallenden Kursen gekauft und bei steigenden Kursen verkauft wurde, fanden im Zeitraum Mai bis Juli per saldo fast ausschliesslich Rückkäufe statt, die sich in ihrer Intensität an der Kursentwicklung orientierten."
Seitens Meinl Bank wird in dem Artikel festgehalten, dass Freudenmann die tatsächlichen Auswirkungen der Rückkäufe nicht beurteilen könne. Er liefere auch "keine Anhaltspunkte, dass der Kurssturz der MEL durch ein Verhalten der Meinl Bank oder MEL eingetreten sei . (red)
Relevante Links: Atrium European Real Estate Limited