, boerse-express
Stabel: Morning News: Symrise, Klöckner & Co, Roth & Rau, Wincor Nixdorf, Henkel, Deutsche Post, Hannover Rück, Eon
Chemie
Beim Aromen- und Duftstoffhersteller Symrise sorgen eine schwächere Nachfrage und weiter hohe Rohstoffkosten laut Analysten im dritten Quartal weiterhin für Druck.Die acht von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragten Experten erwarten im Schnitt für das dritte Quartal einen leichten Umsatzrückgang um gut ein Prozent auf 404,9 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) dürfte auf 80,1 (Vorjahr: 90) Millionen Euro sinken. Die EBITDA-Marge läge damit bei 19,8 (22) Prozent. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) rechnen die Analysten mit einem Rückgang um 15 Prozent auf 58,1 Millionen Euro.
--new_page--
Grundstoffe
Der Duisburger Stahlhandelskonzern Klöckner & Co hat nach Analysteneinschätzungen im dritten Quartal die Verunsicherung über die wirtschaftliche Entwicklung voll zu spüren bekommen. Die neun von der Finanz -Nachrichtenagentur dpa -AFX befragten Analysten rechnen unter dem Strich mit einem Verlust von knapp 6 Millionen Euro. Vor einem Jahr hatte Klöckner noch 14 Millionen Euro verdient. Das operative Ergebnis (EBITDA) dürfte sich mit 40 Millionen Euro noch deutlich in den schwarzen Zahlen bewegen - das wäre aber gut ein Drittel weniger als im dritten Quartal 2010.
--new_page--
Industrie
Der Niedergang der Solarindustrie fordert ein neues Opfer: Am Dienstag sagte der Schweizer Solarmaschinenbauer Meyer Burger die Komplettübernahme des sächsischen Rivalen Roth & Rau vorerst ab. Die Gewinnsituation der einstigen Vorzeigefirma liege deutlich unter den bisherigen Erwartungen, teilte Meyer Burger mit. Daher hätten sich der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung entschlossen, "in dem aktuellen Markt- und Börsenumfeld von einem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abzusehen". Die Solarbranche steckt in einer schweren Krise: Die Nachfrage ist nach Förderkürzungen in mehreren wichtigen Märkten wie Deutschland und Italien eingebrochen
. Der Geldautomaten- und Kassensystemhersteller Wincor Nixdorf dürfte nach Einschätzung von Analysten das Geschäftsjahr 2010/2011 (Ende September) ohne größere Überraschungen zu Ende gebracht haben. Die sechs von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragten Analysten sehen den Umsatz im Schnitt um knapp vier Prozent auf 2,32 Milliarden Euro steigen. Der operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) dürfte mit 161,9 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr praktisch unverändert geblieben sein.
--new_page--
Konsum
Der Konsumgüterhersteller Henkel hat aus Sicht von Analysten den hohen Rohstoffpreisen und der sich abschwächenden Nachfrage in einigen Abnehmerindustrien weiterhin getrotzt. Die sechs von dpa-AFX befragten Experten erwarten einen Umsatzanstieg von 3,96 Milliarden auf 4,1 Milliarden Euro. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (EBIT) sollte sich von 517 Millionen auf 545 Millionen Euro verbessert haben. Beim Überschuss erwarten die Analysten einen Wert von 336 Millionen Euro, nach 337 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Bekannt ist Henkel in erster Linie für seine Waschmittel (Persil, Spee) und Pflegeprodukte (Schwarzkopf, Fa, Aok). Etwa die Hälfte seines Umsatzes macht der Konzern aber mit Klebstoffen.
--new_page--
Transport +Logistik
Die Deutsche Post hat im dritten Quartal nach Ansicht von Analysten trotz stagnierender Umsätze deutlich mehr verdient als ein Jahr zuvor. Der Überschuss dürfte, getrieben vom Verkauf der Postbank-Beteiligung , um mehr als die Hälfte nach oben geschossen sein. Aber auch beim operativen Gewinn zeigte die Entwicklung voraussichtlich spürbar nach oben. Analysten sehen den Konzern auf Kurs zu seinen Gewinnzielen für 2011. Die elf von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragten Branchenexperten rechnen im Schnitt mit einem Umsatz von 12,9 Milliarden Euro, ein Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der operative Gewinn (EBIT) dürfte dank gesunkener Betriebskosten und wegfallender Sonderbelastungen um fast acht Prozent auf 586 Millionen Euro gewachsen sein. Unter dem Strich erwarten die Analysten einen Konzerngewinn von 343 Millionen Euro. Dies wären 52 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
--new_page--
Versicherer
Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück hat im dritten Quartal trotz der Staatsschuldenkrise voraussichtlich Kurs auf sein Gewinnziel gehalten.Für die Zeit von Juli bis September erwarten die zwölf von dpa-AFX befragten Analysten nun einen Konzerngewinn von 138 Millionen Euro, 49 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Damals hatte die Auflösung einer Steuerrückstellung den Gewinn um rund 100 Millionen Euro anschwellen lassen. Für das Gesamtjahr sehen Analysten die Hannover Rück auf Kurs, den geplanten Überschuss von 500 Millionen Euro zu erwirtschaften. Treffen die Expertenschätzungen für das dritte Quartal zu, hat das Unternehmen Ende September davon bereits 357 Millionen Euro erreicht.
--new_page--
Versorger
Beim größten deutschen Energiekonzern Eon sind die Aussichten wegen des Atomausstiegs und hausgemachter Probleme weiter trübe. Der Vorstand arbeitet an einem radikalen Arbeitsplatzabbau. Angesichts des Atomausstiegs, niedrigerer Stromerlöse und der Probleme mit ungünstigen Gaslieferverträgen erwarten die zwölf von dpa-AFX befragten Analysten für die ersten neun Monate zwar im Schnitt einen um 15 Prozent höheren Umsatz von 73,217 Milliarden Euro. Der Gewinn dürfte aber weiter drastisch zurückgegangen sein. Beim um Sondereffekte bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) rechnen die Experten mit einem Rückgang um 40 Prozent auf 6,446 Milliarden Euro.