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Gillinger: ATX - das ist heute zu beachten: Die Realität weist den Optimismus in die Schranken

Gestern machten Rezessionssorgen der eigentlich guten Stimmung den Garaus. Die Folge war eine – wieder einmal – erhöhte Volatilität. Denn es waren nicht nur Teile der Konjunkturdaten nicht ganz den Vorstellungen entsprechend. Es tauchte auch die Sorge auf, dass sich Hoffnungen auf eine Lösung der europäischen Schuldenkrise als verfrüht erweisen könnten. Als Stimmungsdämpfer erwiesen sich da politische Kommentare aus Deutschland. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble erklärte bei einer Konferenz in Düsseldorf, dass es beim Gipfel am 23. Oktober keine definitive Lösung für die Schuldenkrise geben wird. Regierungssprecher Steffen Seibert äusserte sich ähnlich.

Schön, dass sich die Politik endlich einmal am Riemen reisst, und mit einer Zunge spricht. Leider ist diese gespalten. Die positive Anfangsstimmung war u.a. Olli Rehn zu verdanken. Der EU-Wirtschafts- und Währungskommissars hatte angekündigt, dass in den nächsten Tagen Klarheit darüber geben wird, wie EU und IWF die Schuldenkrise in Europa in den Griff zu bekommen gedenken. Schäuble definierte diese Klarheit wenige Stunden später.

Unter den Wirtschaftsdaten enttäuschte vor allem der Empire State Index, der erste Indikator für den Oktober-ISM. Statt sich von minus 8,82 auf minus 4,00 Punkte zu verbessern, waren es nur minus 8,48. Zumindest stabilisiert sich das Niveau. Die Industrieproduktion erreichte im September zwar sogar die prognostizierten plus 0,2 Prozent, dafür gab es statt diesen im August in der Nachjustierung nur eine Stagnation. Womit summa summarum die aktuelle Kapazitätsauslastung der US-Industrie bei 77,4 Prozent liegt. Von dieser Seite ist also zumindest weiter kein Inflationsdruck zu erwarten.

Heute sind die US-Daten sicher weniger marktbeeinflussend. Es gibt den Erzeugerpreisindex für September und den NAHB-Wohnungsmarkt-Index aus dem Oktober. Dass der Immobilienmarkt darnieder liegt ist keine Überraschung – so schocken dann auch erwartete 15 Punkte (14 waren es zuvor) nicht, obwohl wir uns hier ganz tief im rezessiven Niveau (die Kontraktion beginnt wie beim ISM bei 50 Punkten) befinden. --new_page-- Und Europa? Zulieferer wie Polytec und HTI interessieren sich für die Kfz-Neuzulassungszahlen der EU 25 im September. Und alle für den ZEW-Index des Oktober. Den gibt es für den Euroraum und vor allem für Deutschland. Die Ausblickskomponenten waren bereits zuletzt tief im Minus – je knapp 45 Punkte -, eine Stabilisierung wäre schön, mit der weiter dahinwurstelnden Politik aber nicht wirklich wahrscheinlich. Dafür müsste sich die „aktuelle Lage“ weiter beruhigen, da wir ja noch immer nirgends ein wirkliches realwirtschaftliches Minus hatten. Wir wachsen sehr mau, aber wir wachsen. Zumindest bisher.

Grossbritannien veröffentlicht noch seinen VPI aus dem September. YoY hatten wir zuletzt 4,5 Prozent – London dürfte seinen Inflationshöhepunkt noch nicht gesehen haben.

In den Tag starten wir aber bereits mit Daten aus China. Wichtig die BIP-Entwicklung im Q3, die Rezessionsängste schüren kann, oder auch ersticken. Prognostiziert ist jedenfalls eine minimale Abschwächung von 9,5 auf 9,3 Prozent. Wir sprechen immerhin von der mittlerweile weltweit zweitgrössten Volkswirtschaft. Mit dem Q3 ist dann auch klar, wie es der Industrieproduktion (13,4 nach 13,5 Prozent) im September ergangen ist, aber auch den EH-Umsätzen (unveränderte 17,0 Prozent).

Europas Unternehmen spielen in der 2. Nachrichtenliga, die USA haben da schon mehr zu bieten: Auf der einen Seite die Finanz mit Goldman Sachs und Bank of America. Auf der anderen Seite steht die Tech-Branche mit Yahoo!, Intel und Apple Spalier. Coca-Cola, Johnson & Johnson und Harley Davidson legen auch noch.

schönn Tag

--new_page-- Was bisher geschah: 25. Jänner 2010 Kauf ATX XXL WAVE Put mit 24,2/24,4; Stopp-Loss 4800 Punkte (ISIN DE000DB91DA0) - verkauft - Gewinn 5,1% 28. Jänner Kauf ATX XXL WAVE Call mit 5,52/5,72; Stopp-Loss 2070 Punkte (ISIN DE000B2QA21) – verkauft – Verlust 5,15% 2. Februar Kauf ATX XXL WAVE Call mit 1,51/1,71; Stopp-Loss 2480 Punkte (ISIN DE000DB6G389) – ausgestoppt am 4.2. – Verlust 29,8% 2. Februar Kauf ATX XXL WAVE Put mit 2,32/2,52; Stopp-Loss 2680 Punkte (ISIN DE000DB6A234) - verkauft - Gewinn 23,4% 7. Februar: Kauf ATX XXL Wave Call mit 12,14/12,26, Stopp-Loss 1230 Punkte (ISIN DE000DB4JAF5) verkauft - Gewinn: 1,5% 16. Februar: Kauf ATX XXL Wave Call mit 3,05/3,25; Stopp-Loss 2280 Punkte (ISIN DE000DB4QW56) - verkauft - Verlust 7,2% 4. März: Kauf ATX XXL Wave Call mit 2,29/2,49; Stopp-Loss 2280 Punkte (ISIN DE000DB4QW56) 10. März: Verkauf Hälfteposition Call DE000DB4QW56 - Gewinn 10,2% 29. März: Verkauf der zweiten Hälfte Call DE000DB4QW56 -Gewinn 37,4% 6. April: Kauf ATX XXL Wave Call mit 4,38/4,58; (ISIN DE000DB4QW56) 15. April: Verkauf der Hälfte-Position von DE000DB4QW56 - Gewinn 13,21%. 21. April: Verkauf der zweiten Hälfte-Position von DE000DB4QW56 - Gewinn 8,84%. 27. April: Kauf ATX XXL Wave Call mit 5,28/5,48; (ISIN DE000DB4QW56) - halbe Position (Stopp-Loss 2280) 28. April: Kauf ATX WAVE XXL Put (ISIN DE000DB6PY46) mit 2,69 auf 2,89 03. Mai Verkauf ATX WAVE XXL Put (ISIN DE000DB6PY46) - Gewinn 10,03%. 10. Mai Kauf ATX WAVE XXL Put (D000DB96LA2) mit 6,25 auf 6,45 - halbe Position. 21. Mai Verkauf ATX XXL Wave Call (DE000DB4QW56) - Verlust 19,89% 25. Mai Verkauf ATX WAVE XXL Put (D000DB96LA2) - Gewinn 26,28% 26. Mai Kauf ATX WAVE XXL Put (D000DB96LA2) mit 7,10 auf 7,30 7. Juni Verkauf WAVE XXL Put (D000DB96LA2) - Gewinn 15,89% 7. Juni Kauf WAVE XXL Call (DE000DB2QA21) mit 2,44 auf 2,64 - halbe Position. 8. Juni Verkauf WAVE XXL Call (DE000DB2QA21) - Gewinn 1,89% 21. Juni Kauf WAVE XXL Put (DE000DB85S8) mit 2,40 - 2,60 24. Juni Verkauf WAVE XXL Put (DE000DB85S8) - Gewinn 22,31% 17. August Kauf WAVE XXL Put (DB96LA) um 5,83 17. August Kauf ATX WAVE XXL Call (DB9L3L) um 5,06 - Verkauf um 4,87 - Verlust 3,6 Prozent. 13. September Kauf ATX WAVE XXL Call (DB2Qa2) um 5,20. 8. Oktober Verkauf WAVE XXL Put (DB96LA) - Verlust 25,7% 30. November Verkauf ATX WAVE XXL Call (DB2Qa2) - Gewinn 21,3 Prozent. --new_page-- 8. Februar Kauf ATX WAVE XXL Call (DE000DE32JC1) zu 3,42. 14. Februar Kauf ATX WAVE XXL Call (DE000DE32JC1) zu 3,62. 21. Februar Verkauf ATX WAVE XXL Call (DE000DE32JC1) zu 3,53 Gewinn über beide Positionen 0,7 Prozent 15. März Kauf ATX WAVE XXL Call DE000DB9L3L5 zu 4,60 16. März Verkauf ATX WAVE XXL Call DE000DB9L3L5 zu 4,93 - Gewinn 7,2 Prozent. 6. April Kauf ATX WAVE XXL Call (DE000DB9L3L5) zu 6,62. 23.5 Verkauf ATX WAVE XXL Call (DE000DB9L3L5) zu 5,38 - Verlust 18,73 Prozent. --new_page-- Was wurde bisher gelernt? Risiko und spekulieren sind Tabus. Der "Bauch" gehört ausgeschaltet Der ATX macht bei einem RSI von etwa 40 regelmässig halt und strebt wieder nach oben. Divergenzen zwischen der Entwicklung von RSI und ATX sind ernst zu nehmen. Bei Produkten mit eingebautem Stopp-Loss-Kurs darf es keinen Zeitmangel geben. --new_page-- Rein um nicht mit einem heimischen Anbieter in den ‚Clinch’ zu kommen, bediene ich mich zumindest in einem ersten Schritt einzig im Produktsortiment der Deutsche Bank, mit dem Nachteil, dass es im Vergleich klein ist. Auf den ATX gibt es von der Deutsche Bank sogenannte WAVEs, XXL steht dann zumeist für endlose Laufzeit (siehe http://www.xmarkets.at). Als kleine Besonderheit weisen diese Papiere einen Hebel sowie eine Knock-out-Schwelle auf. Im „Handbuch“ ( Technical Analysis of the Futures Markets) steht, dass primäre Aufgabe ist, den langfristigen Trend des Marktes zu eruieren. Bloomberg liefert Daten bis 1986 – also bitte – siehe Chart.

Zweiter Schritt (laut Handbuch): Stimmt dieser langfristige mit dem mittelfristigen Trend überein? Und empfiehlt fünf Jahre (siehe Chart).

Lang- und Mittelfrist-Trend stimmen somit NICHT überein.

Der Mittelfristtrend ist dann noch im kurzfristigeren Neun-Monat-Bereich abzutesten (siehe Chart). Und warum das Ganze? Der Sinn eines Trendfolgers ist es, neue Trends schnellstmöglich zu identifizieren, das deckt der MACD ab. Im Gegensatz dazu ist der RSI ein Oszillator (misst Kursausschläge rund um ein statistisches Mittel), dessen Hauteinsatzgebiet der trendlose Markt ist. Während Trendphasen warnt ein Oszillator aber vor kurzfristigen Marktextrempunkten. Das muss noch keine Trendumkehr bedeuten, aber vielleicht etwas wie kurzfristige Gewinnmitnahmen.