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Stabel: Morning News: Deutsches Wachstum, Verbandes der Automobilindustrie, Comdirect, Roth & Rau, Solar Millennium, EADS, SAP, HP, Sixt,

Trotz Euro-Schuldenkrise und Turbulenzen an den Börsen glauben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt noch nicht an ein Ende des deutschen Aufschwungs. "Ich gehe davon aus, dass wir für das Gesamtjahr ein Wachstum von mehr als drei Prozent verzeichnen werden", sagte Hundt dem "Hamburger Abendblatt" --new_page-- Autos Trotz der sich abschwächenden Konjunktur befürchtet die Automobilindustrie keine dramatischen Absatzeinbrüche. "Wir werden im zweiten Halbjahr eine gewisse Verlangsamung des Wachstums haben", sagte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, der "Passauer Neuen Presse " (Montag). Mittel- und langfristig zeige der Weltautomobilmarkt aber nach oben. In den vergangenen Monaten hätten die deutschen Autobauer erfreuliche Wachstumszahlen gemeldet. Die "Lust aufs Auto" steige weiter. "Die Realwirtschaft in Deutschland ist robuster, als es die Nervosität der Finanzmärkte vermuten lässt." --new_page-- Banken Der Kurssturz an den Börsen sorgt beim Online-Broker Comdirect für Rekorde. "Die vergangenen Wochen waren einige der besten seit der Gründung unseres Unternehmens", sagte Finanzvorstand Christian Diekmann der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "An manchen Tagen wurde dreimal so viel gehandelt wie an durchschnittlichen Handelstagen." --new_page-- Industrie Der Schweizer Großaktionär des Solarzulieferers Roth & Rau, Meyer Burger , hat im ersten Halbjahr zugelegt. In den ersten sechs Monaten sei der Umsatz von 357 Millionen im Vorjahr auf 575 Millionen Schweizer Franken (507 Mio Euro) gestiegen, teilte Meyer Burger am Freitag nach Börsenschluss überraschend mit. Damit sei das Unternehmen auf gutem Weg, im Gesamtjahr wie geplant 1,2 Milliarden Franken Umsatz zu erzielen. Der Erlanger Solarkraftwerksentwickler Solar Millennium räumt nach einer technologischen Kehrtwende bei einem Prestigeprojekt in Kalifornien Verzögerungen bei der Planung ein. Ursprünglich sollten die ersten beiden solarthermischen Kraftwerke in Kalifornien 2014 ans Netz gehen. Das Unternehmen hatte für Investoren völlig überraschend bekanntgegeben, bei dem Projekt in den USA nun herkömmliche Photovoltaik-Zellen verwenden zu wollen und nicht die eigentlich geplante Technologie. Vorstandschef Christoph Wolff sagte der Zeitung "Die Welt" (Montag), es werde nun sicher "gewisse Verzögerungen" geben - dafür sei aber die Bauzeit bei Photovoltaik kürzer. "Wir haben noch keinen detaillierten Zeitplan." Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler stellt sich laut Handelsblatt gegen Pläne der Kanzlerin Angela Merkel zum Einstieg der Staatsbank KfW beim Luftfahrtkonzern EADS. --new_page-- Technologie Von wegen Krise - das Geschäft des Walldorfer Softwarekonzerns SAP brummt trotz Börsenturbulenzen. "Was ich im Radio höre, passt so gar nicht zusammen mit unseren realen Erfahrungen", sagte SAP-Co-Chef Jim Hagemann Snabe der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Die Auftragsbücher seien voll. Er glaube nicht, dass der Aufschwung vorbei sei, betonte Snabe. Es gebe keinen Grund, die Gewinnaussichten infrage zu stellen: "Wir wollen am oberen Ende unserer Jahresprognose landen, darauf deuten alle Zahlen hin." SAP strebt für 2011 ein Betriebsergebnis von 4,45 bis 4,65 Milliarden Euro an, im vergangenen Jahr lag es bei 4,01 Milliarden Euro. Leo Apotheker will seine umstrittenen Umbaupläne für den US-Computerkonzern Hewlett- Packard (HP) in dieser Woche bei Treffen mit Aktionären verteidigen. HP werde die 40 Mrd USD Umsatz, die durch eine voraussichtliche Ausgliederung des PC-Geschäfts verloren gehen, wieder hereinholen, sagte Apotheker. --new_page-- Transport +Logistik Deutschlands größter Autovermieter Sixt legt heute die Zahlen für das zweite Quartal vor. Der Konzern dürfte nach einem starken Start ins Jahr weiter erfolgreich unterwegs gewesen sein und erfreuliche Daten vermelden können. Firmenchef Erich Sixt will mit seinem Konzern bis 2015 auch in Europa an den Platzhirschen Europcar, Avis und Hertz vorbeifahren. Auch deshalb dürfte der Blick in die Zukunft von Interesse sein, vor allem angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten und den zuletzt trüberen Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung. Im ersten Quartal hatte Sixt unter dem Strich 22,4 Millionen Euro verdient, der Umsatz lag zwischen Januar und März bei 364,4 Millionen Euro.